Frankfurt müht sich zum Sieg, Duisburg fällt auf Abstiegsplatz
Der 1. FFC Frankfurt hat die gestrige Punkteteilung im Spitzenspiel ausgenutzt und zu Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam aufgeschlossen. Dabei haben die Hessinnen in Jena einen Zwei-Tore-Rückstand gedreht, allerdings Torhüterin Desirée Schumann durch eine Rote Karte verloren. Der FCR 2001 Duisburg ist unterdessen auf einen Abstiegsplatz gefallen.
Die Duisburgerinnen unterlagen im Ruhrderby gegen die SGS Essen mit 0:3, und FCR-Trainer Sven Kahlert fand nach dem Spiel deutliche Worte.
Schlaflose Nächte für Kahlert “Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde versagt”, so Kahlert. “Das nehme ich auf meine Kappe; denn ich bin der Verantwortliche.” Die Essenerinnen zeigten vor 602 Zuschauern die bessere Spielanlage und kreierten mehr Chancen. Bis zum ersten Treffer dauerte es allerdings eine knappe Stunde. Doch in der 58. Minute setzte sich Linda Dallmann gleich gegen drei Abwehrspielerinnen durch und schob den Ball unter Meike Kämper hindurch zum 1:0 für die SGS. In der 70. Minute erhöhte Nathalie Mann auf 2:0. Sara Doorsoun-Khajeh gelang in der 84.Minute der 3:0-Endstand. “Ich werde jetzt einige unruhige Nächte haben, um das alles aufzuarbeiten”, so Kahlert. Die Essenerinnen sind duch den “Dreier” auf den sechsten Rang geklettert.
Hoffenheim feiert zweiten Saisonsieg Einen Platz davor liegt der SC Freiburg. Die drei Spiele andauernde Siegesserie der Breisgauerinnen ist allerdings gerissen; bei der TSG 1899 Hoffenheim unterlag der Sportclub knapp mit 2:3 (0:0). Durch Silvana Chojnowski (56.) und Martina Moser (72.) ging die TSG vor 750 Zuschauern in der zweiten Hälfte in Führung, doch die Freiburgerinnen kämpften sich zurück in die Partie. Durch die Treffer von Juliane Maier (76.) und Sylvia Arnold (86.) kam der Sportclub in der Schlussphase zum Ausgleich. “Nach dem 2:2 können wir das Spiel auch noch verlieren. Wir haben dann aber Moral bewiesen und die Partie noch für uns entschieden. Das war absolut verdient”, freute sich TSG-Trainer Jürgen Ehrmann, denn in der 90. Minute erzielte Annika Eberhardt das entscheidende 3:2.
Schumann sieht rot Ebenfalls mit 3:2 siegte der 1. FFC Frankfurt beim FF USV Jena und liegt nun punktgleich mit Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam auf dem zweiten Rang. Der Sieg war jedoch ein hartes Stück Arbeit für die Hessinnen, denn nach 42. Minuten hatten sie durch Treffer von Abby Erceg (24.) und Julia Arnold (42.) bereits mit 0:2 zurückgelegen. Aber Fatmire Bajramaj antwortete nur eine Minute später mit dem Anschlusstreffer, und in der Viertelstunde nach dem Seitenwechsel legte der FFC nach.
Zunächst erzielte Célia Šašic den Ausgleich (55.), kurz darauf gelang Kerstin Garefrekes (60.). Große Aufregung herrschte zwei Minuten später. Nach einer Tätlichkeit an Susann Utes sah FFC-Torhüterin Desirée Schumann die Rote Karte. Melanie Behringer musste daraufhin für Ersatztorhüterin Anke Preuß vom Feld.
Erster Saisonsieg für Cloppenburg Ebenfalls viel Mühe hatte der BV Cloppenburg beim 2:0 (0:0)-Sieg beim VfL Sindelfingen, wenngleich beim BVC die Erleichterung über den ersten Saisonsieg überwiegen dürfte. Denn durch die drei Punkte kletterten die Cloppenburgerinnen auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Der VfL bleibt nach sechs Niederlagen hingegen weiter am Tabellenende. Nach torloser erster Halbzeit brachte Marie-Louise Bagehorn den BVC in der 58. Minute auf die Siegerstraße. Die schwedische Nationalspielerin Sofia Jakobsson gelang mit ihrem ersten Bundesligator in der 84. Minute der 2:0-Endstand.
FC Bayern zurück auf der Siegerstraße Nach der deutlichen Niederlage beim 1. FFC Frankfurt am vergangenen Spieltag ist der FC Bayern München auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Gegen Bayer 04 Leverkusen , das kurzfristig wegen Krankheit auf Nationalspielerin Bella Linden verzichten musste, gelang vor 563 Zuschauern ein 2:0 (1:0)-Sieg, bei den Münchnerinnen feierte Italiens Nationalspielerin Raffaella Manieri in den Schlussminuten ihr Debüt in der Bundesligamannschaft.
Bayern-Stürmerin Sarah Hagen schoss Bayern zum Sieg (Archiv-Bild) Sascha Pfeiler / girlsplay.de
Hagen trifft doppelt Beide Münchener Treffer gingen auf das Konto von Sarah Hagen (32., 71.), die bei ihrem ersten Treffer einen Abpraller von der Latte nach Freistoß von Katharina Baunach und Kopfball von Amber Brooks gedankenschnell verwertete und beim zweiten den Ball nach schönem Pass von Leonie Maier in den Winkel schob. Dabei hatte Leverkusen über weite Strecken der Partie die größeren Spielanteile. In der Tabelle bedeutete der Heimsieg den Sprung auf den dritten Rang, die Werkself fällt hingegen auf den neunten Rang.
Wörle: “Gefightet wie die Löwen” Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: “Es war heute ein intensives Spiel, wir haben gefightet wie die Löwen. Deswegen mache ich meiner Mannschaft auch keinen Vorwurf, dass wir nicht so gut Fußball gespielt haben. Leverkusen war wie erwartet sehr spielstark, unser Spiel war nicht präzise genug. Wir hatten nur wenige Torchancen, aber wir haben den offensivenStil Leverkusens ordentlich überstanden.”
Leverkusen offensiv zu harmlos “Leverkusens Trainer Thomas Obliers meinte: “Wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt und speziell in der ersten Halbzeit fast gar nichts zugelassen. Bayern war harmlos, aber bei Standards kann man sie nie ganz ausschalten. Ich muss meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass wir nicht in der Lage sind, gefährliche Situationen vor dem Tor zu produzieren. Der letzte Pass kommt meist zu unpräzise.”
Remis im Topspiel Bereits am Samstag hatten sich die beiden deutschen Teilnehmer an der UEFA Women’s Champions League , der 1. FFC Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg, mit 1:1 (1:0) getrennt . Die Führung durch Pauline Bremer in der ersten Halbzeit glich Martina Müller nach dem Seitenwechsel aus.