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2013

Remis zwischen Potsdam und Wolfsburg

Im Topspiel des sechsten Spieltags der Frauenfußball- Bundesliga trennten sich Vizemeister 1. FFC Turbine Potsdam und Meister VfL Wolfsburg in einer kampfbetonten Partie mit einem Remis. Die Potsdamerinnen waren in der ersten Halbzeit klar besser, mussten am Ende aber froh sein, das Spiel nicht noch verloren zu haben.

Vor 3 060 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion trennten sich die beiden Teams mit 1:1 (1:0). Pauline Bremer traf nach Freistoß von Tabea Kemme in der 38. Spielminute zur Potsdamer Führung, Martina Müller glich für die Gäste nach einer knappen Stunde aus (58.).

Potsdam gehört Anfangsphase Die Anfangsphase gehörte den Gastgeberinnen, nach einem Freistoß von Lia Wälti kam Steffi Draws frei zum Kopfball, Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult klärte reflexartig per Fußabwehr (2.). Im Gegenzug landete ein Schuss von Lina Magull in den auffangbereiten Armen von Turbine-Torhüterin Ann-Katrin Berger (3.). Doch Turbine blieb am Drücker, ein Flatterschuss von Genoveva Anonma bereitete Schult Mühe, im Nachfassen sicherte sie jedoch den Ball (5.).

Wenig Torchancen Durch frühes Pressing unterband Potsdam geschickt das Wolfsburger Aufbauspiel, auch wenn die Gäste in der Folge besser in die Partie fanden. Alex Popp hatte nach Freistoß von Lena Goeßling den ersten Hauch einer Chance für die Wolfsburgerinnen (22.).

Führung durch Bremer Die Partie spielte sich nun weitestgehend im Mittelfeld ab, Torchancen gab es auf beiden Seiten zunächst keine mehr. Wie aus dem Nichts ging Potsdam in Führung, nach einem Freistoß von Tabea Kemme hielt Pauline Bremer aus 12 Metern den Fuß hin und lenkte den Ball unhaltbar für Schult ins Netz (38.).

Goeßling trifft Latte Wolfsburgs beste Chance kam durch einen Standard kurz vor der Pause von Goeßling, die einen Freistoß aus 25 Metern ans Lattenkreuz nagelte (44.), im Gegenzug hätte Ada Hegerberg nach Vorlage von Anonma die Turbine-Führung fast ausgebaut (45.).

Jakabfi für Magull Mit der Einwechslung von Zsanett Jakabfi für Lina Magull versuchte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann mehr Zug ins eigene Offensivspiel zu bringen. Wälti hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die erste Chance der zweiten Halbzeit (54.), kurz darauf scheiterte Hegerberg mit einem Drehschuss (57.).

Ausgleich durch Müller Blässe sorgte auf der Gegenseite für nun aggressiver agierende Gäste mit einem Kopfball gegen die Laufrichtung von Berger für Gefahr und nur Sekunden später fand ein Pass von Noëlle Maritz vom rechten Flügel nach toller Einleitung durch Goeßling die in der Mitte lauernde Martina Müller, die eiskalt zum Ausgleich verwertete (58.).

Berger im Blickpunkt Wolfsburg bekam nun Oberwasser, doch Jakabfi vergab nach Pass von Goeßling allein vor Berger die Riesenchance zur Führung, doch die Turbine-Torhüterin konnte mit der Fußspitze klären (65.).Und die Gäste kamen nun zu weiteren Chancen, die herauslaufende Berger klärte in höchster Not gegen Müller (72.).

Wenig Highlights in der Schlussphase Und Berger musste kurz darauf nach einer etwas verunglückten Abwehraktion von Kemme erneut Kopf und Kragen riskieren (74.). In der Schlussphase gingen beiden Team kein hohes Risiko mehr ein, so dass es beim am Ende leistungsgerechten Remis blieb.

Schröder:”Hervorragendes Spiel” Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: „Das war für mich heute ein hervorragendes Spiel und Werbung für den Frauenfußball. In der ersten Halbzeit hätten wir ein, zwei Tore mehr schießen können. In der zweiten Halbzeit war Wolfsburg besser und hätte gewinnen können, deswegen geht das Remis in Ordnung.“

Kellermann: “Hinten raus ein bisschen enttäuscht” Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann erklärte: „Hinten raus bin ich ein bisschen enttäuscht, denn in der zweiten Halbzeit haben wir mutiger nach vorne gespielt. Aber es war ein leistungsgerechtes 1:1. Wenn man meine Bilanz hier sieht, dass ich hier bisher fünf Mal zu Null verloren habe, kann ich zufrieden sein.“