Wolfsburg und Frankfurt lassen Punkte liegen

Von am 15. September 2013 – 17.10 Uhr 78 Kommentare

Auch der zweite Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hielt einige Überraschungen bereit: So wartet Meister VfL Wolfsburg nach wie vor auf den ersten Saisonsieg, auch der 1. FFC Frankfurt musste sich mit einem Remis im eigenen Stadion begnügen. Neuer Tabellenführer ist der 1. FFC Turbine Potsdam, die Topkulisse des Spieltags gab es bei Aufsteiger Cloppenburg.

Nach dem enttäuschenden 1:1-Auftakt gegen den FC Bayern München vor acht Tagen präsentierte sich der VfL Wolfsburg auch am zweiten Spieltag noch nicht in meisterlicher Form.

Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel

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Hearn gleicht spät aus – Goeßling verletzt
Beim 1:1 (1:0) beim FF USV Jena musste sich die Elf von Trainer Ralf Kellermann erneut mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Zwar brachte Kapitänin Nadine Keßler ihr Team kurz vor der Pause in Führung (40.), doch der Neuseeländerin Amber Hearn gelang kurz vor Spielende der verdiente Ausgleich (88.), so dass das Team aus Thüringen auch dem zweiten Topteam in Folge ein Bein stellen konnte, eine Woche zuvor hatte die Elf von Trainer Daniel Kraus bereits dem 1. FFC Turbine Potsdam überraschend einen Punkt abgetrotzt. Beim VfL Wolfsburg verletzte sich Lena Goeßling am Knie, eine genaue Diagnose wird erst am Montag eine MRT-Untersuchung ergeben.

Ein enttäuschter Trainer Kellermann meinte: „Wir hatten das Spiel komplett im Griff, außer in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit. Mit unseren Torchancen hätten wir den Sack zumachen müssen, stattdessen kriegen wir das Gegentor – das ist sehr enttäuschend. Jenas Trainer Kraus meinte: „Wir haben schon zu Beginn gut Fußball gespielt und nach dem Tor auch in der zweiten Halbzeit nicht aufgesteckt. Mit viel Mut und Kampfgeist hat sich die Mannschaft heute den Punkt absolut verdient.“

Ioannidou sorgt für Essener Punktgewinn
1:1 (1:1) stand es nach 90 Minuten auch zwischen den Frankfurterinnen und der SGS Essen, dabei begann die Partie für die Gastgeberinnen nach Maß. Schon in der fünften Minute brachte Kerstin Garefrekes den FFC vor 1 820 Zuschauern in Führung, aber in der Folge boten die Frankfurterinnen nicht mehr viel. Dennoch brauchte es für Essen erst einen Foulelfmeter kurz vor der Halbzeitpause, den Irini Ioannidou (45.) zum Ausgleich verwandelte, zuvor war sie selbst von Bianca Schmidt gefoult worden. Nach dem Seitenwechsel kam Frankfurt wieder besser ins Spiel, doch es blieb beim 1:1 zwischen beiden Teams.

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Klarer Sieg für Potsdam
Weitaus mehr Tore fielen hingegen in der Partie zwischen dem VfL Sindelfingen und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Mit 7:0 (4:0) gewannen die Brandenburgerinnen beim VfL. Die Tore erzielten U19-Nationalspielerin Pauline Bremer (4./36.), Natasa Andonova (38./84.), Lisa Evans (42.) und Genoveva Anonma (62./86.).

Colin Bell

Frankfurts Trainer Colin Bell musste mit seinem Team einen ersten Dämpfer hinnehmen © Zetbo / Framba-Fotos.de

Duisburg feiert ersten Saisonsieg
Der FCR 2001 Duisburg kam gegen Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim zu einem klaren 4:1 (1:0)-Sieg. Lieke Martens sorgte in der ersten Halbzeit für die Führung (16.), obwohl der Aufsteiger in der Anfangsphase mehr vom Spiel hatte. Nach der Pause schraubten Laura Neboli per Kopf (64.), Jennifer Oster im Fallen (80.) und Laura Luis mit einem fulminanten Schuss (83.) das Ergebnis in die Höhe, ehe Susanne Hartel nach einem Missverständnis in der Duisburger Abwehr in der Schlussminute noch der Ehrentreffer gelang (89.).

Duisburgs Trainer Sven Kahlert meinte: „Wir haben schöne Tore gesehen und in glückliche Gesichter geschaut, das hat richtig Spaß gemacht. Am Anfang haben wir uns nicht gut bewegt, nicht annähernd die Leistung gebracht, die wir zuletzt im Training abgeliefert haben. Aber dann kam die eine Aktion, das eine Tor – und von da an hat die Mannschaft endlich gezeigt, was sie kann und Fußball gespielt.“

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Es war ein verdienter Sieg für Duisburg. Wir hatten einen guten Start ins Spiel und zwei gute Möglichkeiten. Nach dem Gegentor war Duisburg dann aber obenauf, wir haben zu viele Fehler gemacht. Im Umschaltspiel haben wir Lehrgeld bezahlt. Wir müssen jetzt lernen, unsere Fehler schnell abzuschalten.“

Cloppenburg und Leverkusen teilen Punkte
Keine Sieger gab es hingegen im Duell zwischen dem BV Cloppenburg und dem bisherigen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen. Dabei verfolgten 1 845 Zuschauer das torlose Remis, die größte Kulisse am zweiten Spieltag.

Gelungene Heimpremiere für Bayern
Bereits am Samstag kam der FC Bayern München beim Debüt im Grünwalder Stadion zu einem 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Die Treffer für die Gastgeberinnen erzielten Lena Lotzen (23.) und Amber Brooks (35.), für die Freiburgerinnen traf Neuzugang Sandra Starke (50.).

Frauenfußball-Bundesliga, 2. Spieltag, Ergebnisse

FC Bayern München SC Freiburg 2:1 (2:0)
VfL Sindelfingen 1. FFC Turbine Potsdam 0:7 (0:4)
1. FFC Frankfurt SGS Essen 1:1 (1:1)
FF USV Jena VfL Wolfsburg 1:1 (0:1)
BV Cloppenburg Bayer 04 Leverkusen 0:0
FCR 2001 Duisburg TSG 1899 Hoffenheim 4:1 (1:0)

Tabelle

Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. 1. FFC Turbine Potsdam 2 8:1 4
2. Bayer 04 Leverkusen 2 3:0 4
3. 1. FFC Frankfurt 2 3:1 4
4. FC Bayern München 2 3:2 4
5. FCR 2001 Duisburg 2 4:4 3
6. TSG 1899 Hoffenheim 2 2:4 3
7. SGS Essen 2 4:4 2
8. BV Cloppenburg 2 3:3 2
9. FF USV Jena 2 2:2 2
9. VfL Wolfsburg 2 2:2 2
11. SC Freiburg 2 1:4
12. VfL Sindelfingen 2 0:8

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78 Kommentare »

  • holly sagt:

    @ Sheldon

    wie oft siehst Du Länderspiele der deutschen U Auswahlmannschaften?
    Ich sehe recht oft diese Spiele und man kann nicht sagen das die dt. Mannschaften da mauern. Ok, man kann natürlich über die Qualität der Gegener streiten. Aber wenn der Gegner schwächer ist, dann wird öfters gegen einen älteren Jahrgang des Gegners gespielt.
    Die sogenannten Topteams müssen sich mit ihrer spielerischen Überlegenheit gegen tiefstehende Gegner durch setzen.
    Speziell Frankfurt hat da ein Problem. Sie haben seit dem Weggang von Pohlers und Prinz keinen guten Sturm mehr.
    Celia und KG können das nicht allein richten. Wenn dann noch eine von beiden mal ausfallen sollte wird es schwierig für Frankfurt.

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  • noworever sagt:

    hi @enthusio, kurzes feedback zu deinem beitrag über die sgs-girls und ihrem auftreten am brentanobad.

    das unentschieden, das sie mitgenommen haben war vielleicht etwas glücklich, aber ein team, dass sich dermaßen reinhängt, hat es immer verdient belohnt zu werden!

    dabei gab es neben kampf und leidenschaft, auch durchaus andere auffälligkeiten zu beobachten … wie z.b., schnelles umschalten im mittelfeld, passgenauigkeit, spielintelligenz … überhaupt empfand ich (natürlich außer lisa weiß‘ position) das mittelfeld, als den stärksten mannschaftsteil und mitentscheidend für den ausgang dieses spiels … das schmälert keineswegs das mannschaftlich geschlossene auftreten.
    man konnte gut nachvollziehen, dass hier ein trainer verantwortlich ist … der weiß, was er macht.

    „Erstaunlicherweise hat sich Ostermeier, die gegen Frankfurt für Janssen in die Innenverteidigung gerutscht ist, aber gegen Celia Sasic wohl ganz gut behauptet.“
    „ganz gut“ passt eigentlich ganz gut … will heißen, dass sie, auch unter der berücksichtigung, dass dies ihr erster einsatz in der startelf war, ihre sache gut gemacht hat … bei einigen direkten zweiKAMPFszenen jedoch zu tage kam, dass celia eine spielerin ist, die (immer) mit vollem körpereinsatz spielt, in dem man sich nur behaupten kann … wenn man selber mit allen wassern gewaschen ist.
    in solchen situationen konnte man sehen, dass eine ‚gesunde zweikampfhärte'(auf einem solchen niveau) erst noch heranwachsen muss.

    im starken mittelfeld war (wie bereits von @holly angedeutet) linda dallmann die auffälligste erscheinung … nicht nur auffällig … sondern (trotz ihrer größe) sehr auffällig.

    einen maßgeblichen teil am schnellen umschaltspiel hatte auch die linke außenbahn (natalia mann?) … und dadurch die ‚bissigsten‘ duelle, mit einer allerdings (wieder) sehr starken bianca schmitt, provozierte.
    isabelle wolf wirkte ein wenig ungelenk … und wurde wohl zu recht zur halbzeit ausgewechselt.

    „Insofern bin ich sehr gespannt, ob diese junge Mannschaft in dieser Zusammensetzung auch ohne Melanie Hoffmann weiterhin für Furore sorgen wird…“
    ja, lassen wir uns überraschen. 🙂

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  • Aldur sagt:

    @enthusio: Schöner Beitrag! Ich kann mich nur auf das Heimspiel gegen Cloppenburg beziehen. Da war es allerdings so, dass Freutel – wie schon in den letzten Spielen der Vorsaison – rechts in der Viererkette agierte, und Ioannidou links verteidigt hat. Du hast allerdings insofern Recht, dass die Abstimmung zwischen Freutel und Janssen häufig das Problem war, wenn Cloppenburg mit seinen Bällen in die Tiefe auf Islacker Gefahr erzeugte. Die Sprengung des eingespielten IV-Duos Martini/da Silva Costa aus der Vorsaison scheint tatsächlich eines der größeren Probleme zu sein, nachdem Janitzki als Ersatz für Costa doch nicht zur Verfügung steht. Bei Janssen hat man gegen Cloppenburg gesehen, dass sie noch etwas Zeit braucht. Ich hoffe hier allerdings eher auf die Genesung von Leiding, die vor ihrer schweren Verletzung ja bereits gute Spiele in der IV abgeliefert hat.

    Auffälligste Änderung zur Vorsaison war im Cloppenburg-Spiel für mich die Systemumstellung vom 4-2-3-1 mit der Doppel-6 Hoffmann/Mester und der „10“ Dallmann, hin zu einem System mit 2 Spitzen und Dallmann und Mester in der Mittelfeldzentrale. Abgesehen von der teils fehlenden defensiven Abstimmung hatte mir das gegen Cloppenburg recht gut gefallen: Sowohl Dallmann in der im Vergleich zur Vorsaison etwas defensiveren Position, als auch Mann als zweite Spitze neben Wolf, und Oliveira Leite und Doorsoun auf den Außenbahnen. Ich weiß nicht inwieweit dies gegen Frankfurt eventuell wieder geändert wurde – offenbar hat ja Hartmann dort wieder von Beginn an gespielt – aber im Cloppenburg-Spiel sah das spielerisch über weite Strecken ganz gut aus. Bin sehr gespannt auf das alljährliche Pokal-Duell mit Potsdam.

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  • enthusio sagt:

    @noworever:

    die „gesunde Zweikampfhärte“ gegen Top-Spielerinnen wie Celia möchte ich noch mit einem interessanten Högner-Zitat unterstreichen. Bei „Reviersport“ war vor einigen Tagen über die jungen Essener Spielerinnen zu lesen:
    „Vor allem aber von den eigenen Nachwuchskräften ist er begeistert. Lena Ostermeier (16) hat sich in sein Herz gespielt und könnte schon am Sonntag in der Innenverteidigung auflaufen. Denn er hat beobachtet: „Im Training haben die Mädels Schiss vor ihr, die spielt immer richtig aggressiv.“ 🙂
    Es lohnt sich also, nach Essen zu fahren und zu beobachten, welche Potsdamer Spielerinnen im nächsten Spiel mit ihr Bekanntschaft machen werden.

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  • noworever sagt:

    @enthusio

    „Es lohnt sich also, nach Essen zu fahren …“

    … is e bissl weit … aber, ich freu‘ mich mit dir!!! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @holly: U ist etwas ganz anderes als A. In der U profitieren die deutschen Mädels vor allem von der körperlichen Überlegenheit, sodass sie in Kondition und Spritzigkeit dem Gegner weit überlegen sind und ihn entweder totrennen oder gleich sofort einen einschenken und das Ding ist gelaufen!

    Der Fußball steht vor einer Umstrukturierung: Ich für meinen Teil würde mir für den Sturm zwei absolute Brecher mit Torinstinkt holen und dahinter versuchen, den besten Spielmacher zu installieren, der auf dem Markt ist.
    Die Nahtstelle vieler Vereine ist nunmal die IV, ob nun Wolfsburg, Bayern etc. Das heißt, Flügelspielerinnen a la Jakabfi, Bajramaj, Blässe, Jakobsson usw. werden nicht mehr gebraucht, da diese von der Verteidigung viel zu leicht zu eliminieren sind. Das Vorbild „Werderraute“ mit 4 Abwehrspielern, 3 defensiven Mittelfeldspielern und vorne Ailton, Klasnic, Micoud sehe ich als das Erfolgversprechendste an.

    Deswegen würde ich in meiner Mannschaft vorne Islacker und Lotzen und dahinter Andonova spielen. Im DM würde ich dann auf absolute Zerstörung mit Behringer als „6“er setzen, auf den Halbposition mit Göransson und Bürki auf zwei Spielstarke, Torgefährliche, aber vor allem defensiv eingestellte Spielerinnen setzen, und in der Abwehr mit Baunach, Maier, Elsig und Wesely absoluten Beton anrühren.

    Wie ihr seht, eine Mischung aus Potsdam und Bayern mit Behringer und Islacker als Zugaben. Das Spiel läuft vor allem über Dominanz in den Zweikämpfen und den schnellen Torabschluss. Das ist zwar nicht schön, aber effektiv. Andonova, Lotzen und Islacker sind allesamt höchst torgefährlich, Bürki und Göransson haben ihre Torgefahr auch schon unter Beweis gestellt.
    Baunach ist für die Standards zuständig, für die man dann mit Wesely und Elsig zwei kopfballstarke Spielerinnen vorne hat!

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  • holly sagt:

    @ Seldon

    das hast du noch oben geschrieben:

    Das zeigt auch die Entwicklung der deutschen Jugend: Offensivfußball ist nahezu ein Fremdwort geworden, und wirklich gute, durchsetzungsfähige Offensivspielerinnen sind im deutschen Fußball Fehlanzeige.

    ich empfehle dir echt mal U N11 Spiele der Mädels live vor Ort anzusehen. Dann wirst du ganz schnell eine andere Meinung haben.
    Wie ich oben schon geschrieben hatte wenn ein Gegner schwächer ist spielt man gegen einen älteren Jahrgang des Gegners.

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  • cujo31 sagt:

    Bei Essen muß man beide Spiele zusammen bewerten.Und da wurde faktisch 1 Punkt zuwenig erzielt.
    Gegen Cloppenburg war die Defensive sehr sehr unsortiert und wenn das ein Team wie Frankfurt nicht nutzt sind sie selber Schuld.Gegen Topteams gut war letztes Jahr auch schon oft,aber es gibt halt genug Spiele gegen Teams der gleichen Stärke und dort haperte es auch schon letzte Saison.Einstellung,wille man weiß es einfach nicht.Gegen cloppenburg hatte man nach dem 3:1 scheinbar schon abgeschaltet.Unbeständigkeit heißt das Zauberwort.

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  • FF-Talent sagt:

    @ enthusio (und die anderen Essen-Kommentatoren):
    Danke für den Einblick in die „SGS-Welt“. Die kleinen soliden FF-Clubs (nicht nur Essen) gehen ja allgemein nach wie vor noch oft eher unter im FF-Alltag (es wird aber deutlich besser).
    Interessant wird wirklich zu sehen, wie sich Essen mit seiner hauseigenen Jugend dieses Jahr präsentiert und entwickelt. Die z.B. beiden Aufsteiger dieses Jahr bieten ja leider gerade in dieser Hinsicht nicht allzu viel potenzielles Anschauungsmaterial.

    Schade um C. Janitzki, dass sie schon wieder weg ist.
    Von Leipzig diesen Sommer gewechselt und nach wenigen Wochen wieder zurückgegangen: Lübcke beim SC Sand exakt das gleiche vor wenigen Wochen! Zwei eigentlich gute Perspektivspielerinnen im jeweils neuen Club. Mysteriös dieses „Wechseltheater“.

    @ Sheldon: Wer mehr als nur DFB-TV-Torschau guckt weiß, dass 1. FF-BuLi und Catenaccio nicht so viel miteinander zu tun haben. Gerade Essens und Jenas aktuelle Spielweisen bei den Punktgewinnen zeigen das! Also keine Angst vor unattraktivem defensiven Abwehrriegelfußball.
    Und 2.: Warum schon wieder so ein hanebüchenes Zitat Sheldon „Jeder kann gegen jeden gewinnen“? Natürlich gibt es auch Gründe auf Seiten von WOB/Potsd./FFM, warum sie teilw. in dieser Saison „nur“ Unentschieden gespielt haben. Andererseits: Was ist daran so schwer, einfach zu akzeptieren, dass sich auch langjährige(!!) BuLi-Vereine wie Essen oder Jena weiterentwickelt haben? Die Zahl der Mannschaften (v.a. die kleinen Clubs), die dieses Jahr Potsdam oder WOB noch Punkte abtrotzen werden, wird nicht mehr sehr hoch ausfallen.

    Sie haben sich doch beschwert, dass hier so viel kritisiert wird von einigen über den jeweils eigenen Verein: Wer aber negativ kritisiert, hat meistens aber auch die Fähigkeit auch einmal sachlich Leistungen positiv zu honorieren.
    Deshalb: Ein nach wie vor wiederholtes Verleugnen der erbrachten Leistungen von BuLi-Mannschaften wie Essen und Jena ist doch viel kontraproduktiver als so manche hier geäußerte Kritik! Noch mehr: Das ist doch geradezu lächerlich!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Die meisten Deiner letzten Posts habe ich noch kopfschüttelnd ertragen!!!
    Aber jetzt muß ich mal was entgegensetzen!!!

    In welcher Zeit lebst Du eigentlich???
    Den Gegner „totrennen oder gleich sofort einen einschenken“ war gestern und vorgestern!!!
    Sinnbildlich dafür stehen Spielerinnen wie Birgit Prinz, Sandra Smisek, Martina Müller und Kerstin Stegemann!!!
    Aber schon damals waren uns die US-Girls und die Skandinavierinnen immer dicht auf den Fersen, weil auch ihr Spiel von der Geschwindigkeit, der Ausdauer und ihrer Schußstärke lebte!!!
    Filigrantechnikerinnen wie Idgie Lingor und Maren Meinert waren damals absolute Unikate, da sie eher von ihren technischen Fähigkeiten profitiert haben, und fürs „Grobe“ immer ihre Wasserträgerinnen brauchten!!!

    Die Zeiten sind längst vorbei!!!
    Heutige Nachwuchskickerinnen werden in den Fußballschulen der Vereine schon frühzeitig allumfassend ausgebildet, und das sieht man ihnen auch an!!!
    Ich bin immer ganz begeistert, wenn ich unseren U17-Mädels zugucke!!!
    Die spielen oft einen erfrischenderen- und schöneren Fußball als unsere Erste!!!

    Sheldon schrieb;
    „Die Nahtstelle vieler Vereine ist nunmal die IV, ob nun Wolfsburg, Bayern etc. Das heißt, Flügelspielerinnen a la Jakabfi, Bajramaj, Blässe, Jakobsson usw. werden nicht mehr gebraucht, da diese von der Verteidigung viel zu leicht zu eliminieren sind.“

    Ohje, genau daß kritisiere ich immer und immer wieder bei meinen TURBINEN!!!
    Den Ball immer dort durchschieben wollen, wo sich die gegnerische Abwehr zu Klumpen „zusammenrotten“ kann, weil die ja mittlerweile ganz genau wissen, daß Potsdam immer brav durch die Mitte spielt!!!

    Das ist jetzt also Dein ultimativer Lösungsansatz???
    Hättest Du so auch gegen Sindelfingens Neunerkette spielen lassen???
    Bernd Schröder hatte sich zum Glück doch noch daran erinnert, daß wir ja auch noch ein paar Flügelspielerinnen haben, die die gegnerische Abwehr in die Breite ziehen können, damit dann in der Mitte die Löcher entstehen, die LISA und AYOMA brauchen!!!

    Du würdest Bürki und TONI in Deine Mannschaft wählen, obwohl Du komplett auf das Flügelspiel verzichten willst???
    Beide sind aber genau dort Zuhause, und sind eher nicht die zentralen Stoßstürmerinnen!!!
    Schröder hat es gegen Jena getestet, als er JULIA rausnahm, und ZIETZENS JENNY brachte!!!
    Die ging dann auf TONIS Position, während die Schwedin zur Mittelstürmerin mutierte!!!
    Das Ergebnis war mehr als ernüchternd, und das wird sicher auch nicht ihre Lieblingsposition werden!!!

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  • O. Christ sagt:

    sitac schrieb:
    „Das Interview mit Michel zeigt, dass MVT ihre Jenaerinnen nicht hängen lässt.“

    Umgekehrt wird ein noch größerer Schuh draus: MVT bringt möglichst viele ihrer Schweizerinnen in der stärkeren – spielerisch wie finanziell – deutschen Liga unter.

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  • Dummkopf sagt:

    Schön, dass viele hier @enthusio für seinen Bericht danken.
    Leider enthält dieser aber sheldonische Züge. Zumindest scheint hier rechts und links ein wenig unsortiert, was man alleine dem TV-Kurzbericht entnehmen konnte.
    Wenn A gegen B spielt, spielen die auf der rechten Seite von A meist gegen die auf der linken Seite von B, zum Bleistift.
    Hoffentlich sind die anderen geschilderten Beobachtungen ein wenig zutreffender.

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  • waiiy sagt:

    @fisch: Nein. Ich habe auch keine weitergehenden Informationen, Tabbi betreffend. Aber mir ist schon beim Testspiel aufgefallen, dass sie nicht die Binde hatte, obwohl sie auf dem Platz stand.

    Meiner Meinung nach wird sie es ganz schwer haben, in die 1. Mannschaft zu kommen, wenn Wesely, Mirlach und Elsig neben Draws und Singer längere Zeit fit sein werden und Gas geben. Vielleicht zeigt sich das jetzt auch schon langsam. Körperlich haben die anderen Genannten doch erhebliche Vorteile.

    Ich kann mir vorstellen, dass sich bei Tabbi was in der Position tun wird. Sie war ja nicht immer Außenverteidigerin und muss dort auch nicht festgelegt sein. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung und sie muss auch bei weitem nicht richtig sein. Aber ich denke, sie kann für das Team vom reinen Auftreten her sehr wichtig sein. Ob sie aber die Abwehr bei den gegebenen Alternativen verbessern kann, bezweifle ich.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon,

    warum taucht denn Peggy nicht in deinem Dreamteam auf. Denke Du hälst sie für eine der besten deutschen IVrinnen?

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Halte ich sie auch. Zur Zeit noch. Aber auf lange Zeit dürften Wesely und Elsig, wenn sie zu ihrer alten Form zurückfinden, gegenüber ihr einen kleinen Vorsprung haben.

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  • DAWIDenko sagt:

    @ enthusio:
    Vielen Dank für den sehr interessenten Artikel aus der WAZ zur SG Essen.

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  • enthusio sagt:

    @DAWIDenko:

    Die WAZ hatte zeitgleich auch einen Artikel zum FCR Duisburg veröffentlicht, vielleicht interessiert er Dich auch. 🙂

    https://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/das-ende-einer-erfolgsgeschichte-id8402465.html

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  • Heidelore Tschurtschenthaler sagt:

    Auf om-sport ist ein kleiner Bericht, ca. 5. Minuten vom Spiel BVC-Leverkusen. Filmbericht nur vom Einlaufen, Bilder aus dem Stadion, Gespräch mit der Trainerin usw. Ansonsten nur Standbilder. Schade, dass nicht mehr gezeigt werden darf, ich finde es nicht schön vom DFB. Ja, ich weiß,die Verträge, aber es ist hirnrissig!

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