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2013

Bayern siegt gegen Freiburg

Der FC Bayern München hat am zweiten Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga sein erstes Heimspiel in der neuen Heimspielstätte Grünwalder Stadion gegen den SC Freiburg gewonnen. Den Grundstein für den Erfolg legten die Münchnerinnen bereits in der ersten Halbzeit.

Beim 2:1 (2:0)-Sieg vor der enttäuschenden Kulisse von 1 465 Zuschauern, darunter DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg , Bundestrainerin Silvia Neid und Ex-Bundestrainerin Tina Theune, erzielten Europameisterin Lena Lotzen (23.) und US-Spielerin Amber Brooks (35.) jeweils per Kopf die Treffer für die Gastgeberinnen, kurz nach der Pause traf Sandra Starke für die Elf aus dem Breisgau (50.).

Die Bayern eroberten sich von Beginn an größere Spielanteile und hätten früh in Führung gehen können, doch Sarah Hagen setzte nach nur 55 Sekunden einen Kopfball knapp übers Tor.

Führung durch Lotzen In der Folge setzten die Münchnerinnen bei leichtem Regen zwar keine spielerische Glanzlichter, doch gegen harmlose Freiburgerinnen erarbeitete sich das Team von Trainer Thomas Wörle zahlreiche Eckbälle. Eine dieser von Katharina Baunach getretenen Ecken führte zur Führung, Lotzen traf per Kopf am langen Pfosten (23.).

Schöner Flugkopfball von Brooks Bayerns Selbstbewusstsein wuchs, nur Augenblicke nach der Führung schoss Brooks nur knapp übers Tor (24.). Es war bezeichnend, dass auch der zweite Münchner Treffer aus einem Standard resultierte. Einen Freistoß von Baunach verwertete Brooks per Flugkopfball zum 2:0 (35.).

Starke verkürzt Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es für die Münchnerinnen in die Halbzeit, doch die Freiburgerinnen gaben sich noch längst nicht geschlagen. Nach einer Ecke von Sara Däbritz erzielte Starke aus heiterem Himmel den Anschlusstreffer (50.). Freiburg witterte nun etwas Morgenluft, ohne sich zunächst allerdings klare Torgelegenheiten zu erspielen, auf der anderen Seite streift ein Baunach-Eckball die Oberkante der Latte (66.).

Gefahr vor dem Bayern-Tor Im Gegenzug versuchte es Sylvia Arnold mit einem Heber, doch Bayern-Torhüterin Kathrin Längert war auf der Hut (67.), beim anschließenden Eckball hatte Bayern allerdings Glück, sich nicht den Ausgleich einzufangen. Starke setzte sich wenige Minuten später am rechten Flügel gegen Baunach durch, doch Längert konnte den Schuss parieren (74.).

Ereignisarme Schlussphase Auch in der Schlussphase kamen die Gäste zu Chancen, Freiburgs Kapitänin Juliane Maier schoss aus der zweiten Reihe knapp übers Tor (82.). Auch Brooks versuchte es für die Bayern noch einmal aus der Distanz (86.). Hagens Schuss kurz vor Ende aus aussichtsreicher Position wurde von Myriam Krüger geblock (90.). Durch den Erfolg übernahm der FC Bayern München vorerst mit vier Punkten die Tabellenspitze, während der SC Freiburg mit 0 Punkten aus zwei Spielen Tabellenvorletzter ist.

Trainerstimmen Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: “Wir haben in der ersten Halbzeit gegen eine defensiv gut eingestellte Mannschaft gespielt, die uns nur wenig Raum gelassen hat, zu kombinieren. Wir hatten das Spiel aber im Griff und waren die dominante Mannschaft. Wir waren gut im Spiel, die Standards sind eine Qualität von uns. Ab dem Gegentreffer wurde es schwierig für uns, da sind wir ins Wanken geraten und Freiburg ist ein bisschen aufgekommen, wir haben dann den einen oder anderen Fehler gemacht. Trotzdem haben wir im Laufe des Spiels wieder mehr Kontrolle erlangt, aber wir mussten schon ein bisschen zittern. Wir nehmen den Sieg gerne mit, haben aber auch gesehen, dass wir weiterarbeiten müssen. Alles in allem ist die Heimspielpremiere gelungen.”

SC Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meinte: “Wir haben in der ersten Halbzeit einen dominanten FC Bayern München gesehen, der durch Standards gefährlich war. Das waren richtig tolle Aktionen, da mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf. DIe Halbzeitführung war verdient, unser Anschlusstreffer kam überraschend, obwohl wir das in der Halbzeitpause natürlich als Ziel augegeben hatten. Das Spiel war in der zweiten Halbzeit dann offener und verteilter, wir waren aber nach vorne insgesamt nicht zielstrebig genug, um noch das 2:2 zu machen. Ich bin nicht zufrieden, dass wir verloren haben, als Trainer will man natürlich immer gewinnen, aber es geht langsam in die Richtung, in die wir wollen.”