Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2013

DFB-Elf greift nach dem achten EM-Titel

Die deutsche Nationalmannschaft möchte die Europameisterschaft in Schweden heute (16 Uhr, live auf Eurosport und in der ARD) mit dem achten Titelgewinn beenden. Das Turnier wurde gestern von UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino als bisher beste EM bezeichnet, und in der Tat wurden einige neue Bestmarken aufgestellt.

Allein bei den Zuschauerzahlen vor den TV-Geräten haben die Titelkämpfe deutlich zugelegt und die Marke von 50 Millionen schon vor dem Finale geknackt.

Erfreuliche TV-Zahlen Bei der Europameisterschaft 2005 in England schauten vor den Fernsehern 39 Millionen Menschen zu, vier Jahre später in Finnland waren es 47,2 Millionen. Hier in Schweden sind es bereits jetzt 55,2 Millionen, wobei Eurosport noch keine genauen Zahlen eingereicht hat, und darüber hinaus erwartet man für das Finale zwischen Deutschen und Norwegen am Nachmittag noch etwa 10,5 Millionen.

In Deutschland war das Halbfinale gegen Schweden die Partie mit den höchsten Einschaltquoten . 8,22 Millionen Menschen verfolgten im ZDF die packende Partie gegen den EM-Gastgeber. Damit landete das Spiel in der bisherigen Jahresliste der Sportevents mit der höchsten Einschaltquote auf Rang 16. Die durchschnittliche Einschaltquote bei ARD und ZDF lagen bei 5,56 Millionen – vor vier Jahren waren es noch 3,38 Millionen.

“Ein historischer Moment” Aber nicht nur die Einschaltquoten sind erfreulich. Es hat auch noch nie so viele Stadionbesucher bei einer Frauen-EM gegeben. “Wir sind glücklich, wir sind stolz”, freut sich Turnierdirektor Göran Havik, denn mit dem Finale “werden wir die 200 000er-Marke an verkauften Tickets knacken. Das bedeutet, dass durchschnittlich 8 000 Zuschauer zu den Spielen kamen – und 20 der 25 Partien wurden immerhin ohne schwedische Beteiligung ausgetragen. Aber auch in den Fan-Zonen hatten wir bislang etwa 243 000 Besucher. Also sind es insgesamt etwa eine halbe Million Menschen, die die Euro verfolgt haben – das ist unglaublich.”

Etwa 400 Medienvertreter aus 16 Ländern werden heute Nachmittag beim Finale dabei sein. “Das Finale einer Europameisterschaft auszutragen – es wird einige Zeit dauern, bevor wir dies wieder tun können. Es wird ein historischer Moment sein.”

Ein 50:50-Spiel Ein solcher Moment soll es auch für die deutsche Elf werden, die nach dem achten EM-Titel, dem sechsten in Serie, greift. In der Gruppenphase unterlag die DFB-Elf den Norwegerinnen.”Wir hatten einen Rumpelstart”, beschreibt Torhüterin Nadine Angerer die ersten Spiele in Schweden. “Aber ich finde es fantastisch, wie wir uns in das Turnier reingekämpft haben.” Die Vorrunde sei nun raus aus den Köpfen, schaut man im DFB-Lager nach vorne. “Ein 50:50-Spiel”, sagt Angerer – und eines, bei dem die Tagesform entscheide, so Bundestrainerin Silvia Neid .