Deutschland ist Europameister

Von am 28. Juli 2013 – 18.05 Uhr 77 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft hat zum achten Mal die Europameisterschaft gewonnen. Im Finale setzte sich die DFB-Auswahl mit 1:0 gegen Norwegen durch.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden und stolz auf diese Mannschaft“, so Bundestrainerin Silvia Neid nach dem Abpfiff. In der Gruppenphase hatte man noch mit 0:1 gegen die Norwegerinnen verloren, nun aber die Nase vorn – entscheidend dabei Nadine Angerer, die gleich zwei Elfmeter hielt.

Gute Anfangsphase
Die DFB-Elf erwischte einen guten Start in die Partie. Schon in der ersten Minute hatte Nadine Keßler die Möglichkeit zur Führung, scheiterte jedoch. Mit dem schnelleren und offensiveren Auftreten als noch in der Gruppenphase schafften es die Deutschen, Räume in der norwegischen Defensive zu schaffen. In der neunten Minute versuchte es Lena Lotzen mit einem Flachschuss aus halbrechter Position, Ingrid Hjelmseth im norwegischen Tor war jedoch zur Stelle. Die Norwegerinnen brauchten einige Zeit, um sich auf das deutsche Spiel einzustellen, was aber im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser funktionierte. Nach einer Flanke von der linken Seite sprang Caroline Graham Hansen nur knapp am Ball vorbei (11.).

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Elfmeter nach „Schwalbe“
Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Trine Rønning, die nach einer „Schwalbe“ von Dekkerhus zum Strafstoß antrat – Angerer parierte jedoch. Dennoch begann eine gute Phase der Norwegerinnen. Ingvild Stensland scheiterte in der 32. Minute an Leonie Maier und Angerer. In der Nachspielzeit hätte allerdings auch die DFB-Auswahl die Führung erzielen können, aber Dzsenifer Marozsáns Flachschuss war kein Problem für Hjelmseth.

Siegtor von Mittag
Nach dem Seitenwechsel begannen die Norwegerinnen druckvoll, und nach einem Eckball hätte Simone Laudehr per Kopf fast ein Eigentor erzielt (48.). Genau in diese Phase des norwegischen Übergewichts fiel die deutsche Führung. Célia Okoyino da Mbabi setzte sich auf der linken Seite durch, und ihre Hereingabe passierte gleich drei norwegische Abwehrspielerinnen. Die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Anja Mittag stand frei vor Hjelmseth und verwandelte zum 1:0.

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77 Kommentare »

  • Elvis sagt:

    Da für 99% der Fouls im Strafraum ein Elfmeter völlig unverhältnismäßig ist, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, Strafstöße abzuschaffen oder zumindest stark einzuschränken.

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  • gerd.karl sagt:

    dragonfly, frankreich hat viele tore geschossen, aus im viertelfinale gegen dänemark
    schweden hat auch viele tore geschossen, aus im halbfinale gegen deutschland

    silvia neid hat alles richtig gemacht, und deutschland ist verdient europameister geworden.
    und die mannschaft ist jung, leonie maier, jennifer cramer, luisa wensing, dzenifer marozsan, lena lotzen, sara däbritz, bella linden, melanie leipolz, benkrath, almuth schuldt, viele junge spielerinnen und die verletzten kommen auch noch zurück.

    und bitte, anna sarholz und bernd schröder die ihren hass gegen die deutsche frauennationalmannschaft unter decknamen ablassen, bitte hört doch damit auf. danke

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  • Altwolf sagt:

    Aufgrund der vielen Kritiken und Anregungen insbes. auch der nun auffälligen medialen Wahrnehmung, eine Nachbetrachtung über den Zustand der N11 unter S.Neid.Ich bin weder Anhänger noch Gegener von der Bundestrainerin oder dem Trainerteam, da es mir eigentlich egal ist, wer da verantwortlich was oder wie macht.Entscheidend ist für mich, was dann beim Spiel auf dem Platz von den Spielerinnen gezeigt wird.So ist es schon mal als Zuschauer problematisch zu beurteilen, wie taktische Vorgaben von den einzelnen Spielerinnen oder Mannschaftsteilen umgesetzt werden, da ja wohl den Meisten diese nicht bekannt sind.
    Die Besetzung der Torhüterinnenposition war nach dieser spektakulären Leistung durch N.Angerer optimal.
    Auch wenn die IV durch A.Krahn u.S.Bartusiak stabil gestanden hat und sich insbes. auch im Verlauf des Turniers gesteigert hat, so bleiben doch die Defizite in der Spieleröffnung offensichtlich.Ob jedoch die vorhandene Alternative J.Hennig o.noch in Frage kommend L.Wensing o.J.Cramer es in dieser Phase besser gemacht hätten, bleibt doch fraglich.Einzig L.Gössling hätte man zutrauen können eine schnelle und strukturierte Spieleröffnung als IV hinzubekommen.Gibt es also eine wirkliche deutsche Alternative zu dieser Lösung? Eigentlich nicht,denn L.Gössling ist m.N.Keßler derzeit im DM nicht zu ersetzen, da alternativ V.Odebrecht u.a.K.Kulig durch Verletzungen gar nicht erst zur Verfügung standen.Genauso das Problem auf den Aussenbahnen.J.Cramer mußte aus der Not eine Tugend machen,was ihr bis auf das Finale, auch ordentlich gelang.Ob nun e.B.Peters das hätte besser lösen können,kann ich nicht so recht beurteilen,da ich sie zu wenig habe spielen sehen,aber einer V.Faißt hätte ich zugetraut deutlich mehr Druck über d.li.Seite zu machen,zumal sie auch die nötige Schnelligkeit hat Aussenstürmerinnen defensiv zu kontrollieren. Da haben wir dann auch das Hauptmanko dieser N11; es fehlen Aussenstürmerinnen, von denen einzig L.Bajramaj das Zeug hätte eine solche zu sein;die hier angebotene Besetzung mit L.Lotzen, A.Mittag oder S.Laudehr waren Notlösungen und somit von Spielerinnen besetzt,die das normal gar nicht spielen. Ich kenne nur A.Blässe als ausgewiesene Flügelspielerin mit etwas internationaler Erfahrung und deutschem Paß, denn bei den meisten Vereinen sind diese Positionen,wenn überhaupt, mit internationalen Spielerinnen besetzt.Käme da eine andere noch in Frage, die auch e.entsprechende Qualität hätte – vielleicht noch L.Magul, sollte aber bei d.U 19 spielen.L.Meier hat sicher als RV positiv überrascht u.ebenfalls aus d.Situation heraus ohne internationale Erfahrung das Beste daraus gemacht.Aber die „jungen“ Spielerinnen sind noch nicht konstant genug auf diesem Niveau zu spielen,was auch bei L.Wensing, zwar nicht im Verein,aber hier bei d.N11 zu erkennen war.Ein ganz kniffliges Problem dann die Kombination C.Mbabi u.D.Marozsan.Beide als Einzelspielerinnen nicht aus dem Kader herauszudenken, aber das Zusammenspiel paßt überhaupt nicht, da beide gestalten wollen und sich gegenseitig die Räume und Entscheidungen, bis auf wenige Ausnahmen, nehmen.Besser harmonierten da schon D.Marzsan und A.Mittag, wenn da natürlich auch mehr hätte herauskommen müssen; doch auch hier gab es nur die Alternative L.Lotzen, da A.Popp als MS nicht zur Verfügung stand.C.Mbabi muß sich abgewöhnen Alles vorne machen zu wollen – das war so bei BN offenbar erforderlich – sonst ist ein Zusammenspiel mit Mitspielerinnen auf Augenhöhe nicht möglich.Hier wäre dann auch ein besseres Miteinander von N.Keßler bzw. L.Gössling zur Offensive gegeben,denn nur dann sind Pässe in die Spitze bzw. in die freien Räume, in die zu laufen ist, machbar.
    Hier ist es dem Trainerteam nicht gelungen eine richtige Abstimmung zu finden, denn da hatte man Alternativen bzw. hätte taktische Vorgaben machen u.auf entsprechende Einhaltung achten müssen – auch während des Spieles!
    Zu allen anderen Problemen, denke ich, hatte S.Neid und ihr Team, was Defensive, Mittelfeld und Aussenbahnen betrifft, nicht viel Gestaltungsmöglichkeiten.Denn wer noch auf der Bank saß hat Talent und Zukunft,aber noch nicht die benötigte Qualität oder Fitness, in dieser Phase sicher helfen zu können.Selbst wenn S.Neid gewollt hätte, das Spiel „moderner“ , also mit schnellerem Kombinationsfußball bzw. Umschaltspiel gestalten zu lassen,waren ihr doch personell die Hände gebunden oder sie hätte die gesamte Mannschaftsstruktur ändern müssen mit einem doch zweifelhaftem Ausgang.Wenn die sicher notwendigen Änderungen erfolgen sollen, dann wird sich S.Neid entscheiden müssen, ob ihr das derzeitige Niveau ausreicht um sich für die WM qualifizieren zu können oder sie muß ein höheres Risiko eingehen und das Team umbauen, damit es eine bessere Perspektive hat und sich weiter an Europas Spitze halten kann.In beiden Fällen muß sie sich um Kritik nicht sorgen.

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  • laasee sagt:

    @dragonfly

    „Deutschland ist in Europa der Einäugige unter Blinden!“

    That is very true.

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  • waiiy sagt:

    @gerd.karl: Schön, dass es jemand mit Humor nimmt. Danke! 🙂

    @Altwolf: Ja, sehe ich im Großen und Ganzen auch so. Bei manchen kann man halt wirklich nicht die Trainingseindrücke sehen. Sonst hätten sich in meinen Augen Wensing, Henning in der Defensive als Alternative anbieten können. Aber da muss man einfach vertrauen, dass das eine Trainerin auch einschätzen kann. Leider kann man Goeßling nicht klonen und Odebrecht und Faißt haben wirklich gefehlt. Cramer kann in linken Mittelfeld spielen. Aber es gab keine Alternative hinten.

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  • Karl sagt:

    @altwolf: Das ist eine sehr gute Nachbetrachtung. Volle Zustimmung! Das sich Maro und Mbabi in die Quere kommen(hab ich nicht so sehr als Problem gesehen, ist aber im nachhinein nachvollziehbar) muss ja schon der Frankfurter Trainer in der naechsten Saison loesen und das koennte sich auch positiv auf die N11 auswirken, ich bin da sehr zuversichtlich.

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  • Jan sagt:

    Ob die Wenigen hier, die die 2 Elfer als gerechtfertigt ansehen, ebenso darüber urteilen würden, wenn Deutschland mit 2 solchen 11m Europameister geworden wäre? Wohl kaum! Denn das bezweifle sicher nicht nur ich ganz stark! Denn es wäre unverdient gewesen! Im Umkehrschluss wäre es demnach genauso unwürdig gewesen, wenn Norwegen durch 2 solch äußerst fragwürdige 11m das Finale gewonnen hätte!

    Beim Zustandekommen des 1. Elfers berührt Celias Schuh den der Norwegerin höchstens minimal. Beim Zustandekommen des 2. Elfers wird die Norwegerin auch kaum in die Zange genommen, wie behauptet – sondern sie tankt sich zwischen 2 eigtl. zu eng stehenden dt. Spielerinnen durch, berührt dabei zwangsläufig ein wenig ein dt. Bein – das dort aber bereits steht u. nur minimal Richtung norweg. Bein zielt. Es ist genau andersrum: Vielmehr schrammt das norweg. Bein das dt. Bein ca. im Kräfte-Verhältnis 2:1. Anschl. lässt sich die Norwegerin mit zugegeben guten Haltungsnoten auffällig u. lehrbuchmäßig fallen.

    Der Schiri möchte ich aber weniger die Schuld daran geben, denn sie hat es vermutlich dramatischer gesehen – sondern eher der UEFA/FIFA, die gerade bei großen Turnieren, wo es um so viel geht, bislang keinen Video-Beweis zulässt, wie es z.B. im Eishockey bei solch entscheidenden u. umstrittenen Situationen längst üblich u. damit für alle TV-Zuschauer demokratisch eindeutig nachvollziehbar ist. (Auch auf Einspruch/Reklamation des betroffenen Teams?) Nichtsdestotrotz sollten dt. National-Spielerinnen professioneller gegen gegnerische Schwalben geschult u. trainiert werden, da diese im hohen FF eher noch zunehmen dürften.

    Altwolfs Urteil teile ich u. möchte ergänzen: Die Norwegerinnen standen stets anspielbereit u. harmonierten etwas besser; u. meist waren die individuellen Aktionen der erfrischend aufspielenden Norwegerinnen energischer u. erfolgreicher: ob Finte, Dribbling od. Pass – was Freude machte anzuschauen. Bei der Balleroberung war’s pari. Die Norwegerinnen deckten Gegenspielerinnen auch enger als die Deutschinnen – aus welchen unerfindlichen Neidschen Gründen auch immer. Das wird sich wohl nie ändern. 2011 ging das ja auch gründlich schief gegen Japan.

    Das Endspiel hatte was vom Film „Cincinnati Kid“, wo der langjährige Meister (GER) sich gegen den Triumph eines erfolgreichen ehrgeizigen Herausforderers (NOR) stemmt. Und im Alles entscheidenden Moment knockt der angeschlagen scheinende Altmeister den frechen sympathischen Emporkömmling aus! Das hat was Schicksalhaftes.

    Daher war der 2013er Titel neben dem vom 1989 der vllt. unverhoffteste u. wie jener auch mit wertvollste.(?) Denn Norwegen, Schweden u. Frankreich spielten im Grunde besser. Mind. ebenbürtig spielten tlw. Dänemark, Italien u. Spanien (u. Niederlande vs. Deutschland. Italien z.B. war zur WM-Quali 2011 nach aufopferungsvollem Kampf den USA 2mal nur denkbar knapp 0:1 unterlegen. D.h., auch die USA benötigten letztlich 2 Geniestreiche od. Glückstreffer.) Ein Richtung weisendes Tor der EM war sicher Englands später verdienter Ausgleich gegen Russland; wenngleich ich Russland den Einzug ins VF gegönnt hätte, die ja schon 2009 nach der Vorrunde ausscheiden mussten. Doch dann hätte Dänemark nicht Frankreich aus dem Turnier werfen können.

    Die großen Enttäuschten der EM sind sicher England, Holland, Finnland u. Russland – alle raus in der Gruppenphase. Nachdem gleich im 1. VF mit Island auch das vorletzte „-land“ ausgeschieden war, stand es ja der Wahrscheinlichkeit nach schlecht um das letzte verbliebene „-land“: also Deutschland. Doch mutig durchbrach das dt. Team diese unselige „Land-Statistik“! – Wer 2017 die 4 zusätzlichen EM-Plätze ergattert? Kandidaten wären: Schweiz, Schottland, Belgien, Ukraine, Polen, Österreich, Rumänien, Tschechien.

    Auch wenn die jungen Spielerinnen noch nicht ganz überzeugen konnten, so war diese schwierige EM eine wertvollere Erfahrung für sie, als wenn Deutschland zum Titel durchspatziert wäre – besonders im Hinblick auf die WM 2015. Genau darauf dürfte es Frau Neid nebenbei angekommen sein! Auf Norwegen u. Deutschland darf man sich in Kanada hoffentlich freuen! 🙂 Naja, letztlich gibt es wichtigere Themen, um die wir Erdlinge uns eigtl. mehr einbringen sollten als um Medien&Massensport-Veranstaltungen, Mega-Popmusik-Events, Volksbelustigung, Kochsendungen, Krimiserien u.ä. Und ich hoffe, viele womensoccer-User wissen, leben u. beherzigen das längst. 🙂

    Und ob ‚Natze‘ schon ein paar „Öchsle“ spendieren musste?

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  • H2O sagt:

    @dragonfly
    Ich stimme dir zu 100% zu. 🙂

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  • enthusio sagt:

    Mir hat Bajramaj gefehlt. Warum kam sie in nur einem Spiel als Einwechselspielerin zum Zuge ? Komisch, dass niemand hier im Forum ihre Ersatzbankrolle thematisiert, stattdessen aber mehrfach lauthals der deutsche „Rumpelfußball“ beklagt wurde.

    @gerd.karl
    Dein letzter Satz ist einfach genial :-).

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  • noworever sagt:

    @Jan
    „Ob die Wenigen hier, die die 2 Elfer als gerechtfertigt ansehen, ebenso darüber urteilen würden, wenn Deutschland mit 2 solchen 11m Europameister geworden wäre? Wohl kaum!“

    sehr gut! 😉

    @enthusio:
    „Mir hat Bajramaj gefehlt. Warum kam sie in nur einem Spiel als Einwechselspielerin zum Zuge …“

    sie war wahrscheinlich noch nicht so weit … wie man bei ihrer letzten einwechslung eigentlich auch sehen konnte.
    ein paar zusätzliche (heilungs)wochen sind garnicht hoch genug zu bewerten, und, im nachhinein sollte man auch dankbar sein … es hat ja auch so (ohne sie) gereicht. 🙂

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  • balea sagt:

    @gerd.karl

    Ja das mit den Doppel ID’s ist schon eine praktische Sache. Auf der Facebook – Seite von Turbine Potsdam gibts auch Einträge, bei denen ich wetten könnte, diesen Schreibstil kenne ich von irgendwo her…

    Zitat:
    Andreas Metje da musste frau bieneCk jetzt durch, sie musste einen artikel über die in potsdam verhasste deutsche frauennationalmannschaft schreiben. das hat sie natürlich so gemacht, als ob norwegen den titel gewonnen hat. die norwegerinnen haben aufopferungsvoll gekämpft und die deutsche mannschaft hat in der nase gebohrt. turbine sollte entlich aufhören seinen hass gegen die deutsche frauen nationalmannschaftso zu pflegen. DIE DEUTSCHE FRAUENNATIONALMANNSCHAFT IST VERDIENT EUROPAMEISTER GEWORDEN, DAS SOLLTE AUCH TURBINE UND FRAU BIENECK ANERKENNEN.


    Langsam wirds peinlich.

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  • laasee sagt:

    @gerd.karl

    „silvia neid hat alles richtig gemacht…..“

    Sie haben gute Laune.

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  • Sheldon sagt:

    So, nachdem ich nahezu die gesamte EM verpasst habe (aus verschiedenen Gründen), will ich hier auch einmal meine Glückwünsche an die deutsche Elf abgeben. Das, was ich gesehen habe, war zwar sehr schwach, dennoch gehört einiges dazu, so innerhalb eines Turniers zurückzukommen.

    Angerer ist allein von den äußeren Fakten her die Spielerin des Turniers schlechthin. Das Tor gegen Norwegen war nicht zu verhindern, zwei Elfmeter zu halten in einem Spiel mehr als Weltklasse und ansonsten eine ganze Menge hochkarätiger Torchancen zu verhindern, ist eine Leistung bei einem Turnier, die mit der von 2007 gleichzusetzen ist.
    Ihren Anspruch auf die Torhüterposition hat sie diesmal wirklich mit Taten untermauert. Das ist beeindruckt und verdient Respekt, denn gerade bei den Frauen ist vieles in der N11 leider heiße Luft.

    Auch Neid scheint mit der Idee, Laudehr auf Linksaußen auflaufen zu lassen, diesmal auch im taktischen Bereich vieles richtig gemacht zu haben. Dennoch zeigt das Interview von Gestern im aktuellen Sportstudio, dass ihre eigene Eitelkeit dem Erfolg im FF in Deutschland auch in Zukunft gefährlich sein könnte. Klar, man hat die EM gewonnen, doch man hat dabei gerade einmal 6 Tore in 6 Spielen geschossen. Das hat Schweden fast in einem Spiel geschossen.

    Eine Trainerin, die sich lieber verkriechen würde, als sich der Kritik der Presse zu stellen, kann nicht die erste FF-Dame der Nation sein. So leid es mir auch tut, aber das funktioniert nicht.
    Wenn wir wirklich eine positive Entwicklung des FFs wollen, dann geht dies nur über eine erhörte Aufmerksamkeit der Medien gegenüber Neid. Entweder, sie lernt und beweist Charakter und kann ihre Kritiker auch spielerisch überzeugen, oder sie bricht ein und tritt zurück. Solange Neid sich aufgrund mangelnden Interesses und mangelndem Druck immer aus der Affäre ziehen kann, solange wird sie bleiben, egal, wie Deutschland spielt.
    Denn qualitativ unterscheidet uns von Dänemark letztlich eigentlich nur noch eine Nadine Angerer. Tore schießen können die auch, wie gesehen (gegen Frankreich, Norwegen und Schweden).

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  • Kika sagt:

    @ Sheldon: „Denn qualitativ unterscheidet uns von Dänemark letztlich eigentlich nur noch eine Nadine Angerer.“

    Dänemark hatte die Elfmetertöterin Lykke Petersen, gegen die Schweden gleich zu Beginn zwei Elfer nicht rein bekam. Außerdem hat sie die Französinnen rausgeschmissen. Konntest du nicht wissen, weil du es nicht gesehen hast. Aber du musst einen anderen Unterschied suchen.

    „Klar, man hat die EM gewonnen, doch man hat dabei gerade einmal 6 Tore in 6 Spielen geschossen. Das hat Schweden fast in einem Spiel geschossen.“

    Es wurden mehr als 20 Tor weniger geschossen als bei der EM 2009. Die Torhüterinnen waren heuer besser, die Abwehr doppelte auf den Flügeln besser und die Stürmerinnen haben sich nicht verbessert oder darauf eingestellt.
    Insgesamt wurde viel mehr gelaufen als 2009, leider hat die Passgenauigkeit sich dem höheren Tempo noch nicht angepasst. Deswegen die Fehlpassorgien.

    Deutschland gewann dreimal mit 1-0, aber bei der EM 2009 waren einige Spiele auch ganz knapp. Damals stand es im Eröffungsspiel gegen Norwegen bis zur 90. Minute durch einen Foulelfmeter 1-0, dann wurden noch drei Tore geschossen. Gegen Italien hat man damals 2-1 gewonnen, gegen Island 1-0.
    Es war nicht alles soooo gut damals und heuer nicht alles sooo schlecht.

    Der Auftritt Neids im Aktuellen Sportstudio warf eine Frage auf: Warum wird sie trotz der EM immer noch so scharf kritisiert ? Neids Antwort: Erfolgs-Neid.

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  • Augustus sagt:

    Aufderen Erfolg bin ich nicht neidisch.

    Frau Celia ist keine Torjägerin. Aber die durfte auch nur mit weil sie ein Liebling der Trainerin ist.onden verletzten rechtfertigtn lediglich Laudehr und Krahn die Nominierung.

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  • Augustus sagt:

    Luisa Wensing hat als Stammspielerin des VFL Wolfsburg das TRIPLE gewonnen. Sie technischbeser als Krahn oder Bartusiak.

    Celia hatzum1. Mal in einem Finale gestanden. Im Verein hat diese Person nichts erreicht. Popp dagegen schon. Sowohlmit dem FCR als auch mitdem VFL. Das schafft die Celia nie.

    POPP und wensing sind keine ALTERNATIVEN, sondern STAMM!

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  • Karl sagt:

    @augustus: Das seh ich anders. Zumindest war sie schon 3 mal beim Algarve cup finale und soweit ich weis auch bei der u19wm. Und sollte es tatsaechlich das erste finale gewesen sein dann hat sie das doch bestens bestanden mit dem Pass zum Siegtreffer. Vereinsfussball ist sowieso was voellig anderes als Nationalelf , aber mit dem FFC Frankfurt koennte es ja auch bald mit einem Vereinstitel klappen.

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