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2013

Vor dem EM-Finale: die Presseschau

Mit dem – im wahrsten Sinn des Wortes – Spitzenspiel gegen Schweden hat die DFB-Elf nicht nur sich, sondern auch sämtliche Kritiker/innen in Euphorie versetzt. Die Presseschau mit Stimmen zum Halbfinalsieg der Deutschen und der Ausblick aufs Finale am Sonntag gegen Norwegen.

“Reifeprüfung bestanden”, titelt Sportschau.de , Hanno Bode widmet sich in dem Artikel dem geschlossenen Auftritt der jungen Mannschaft gegen Schweden.

Lorbeeren bekam Innenverteidigerin Saskia Bartusiak nicht nur von der Uefa mit der Auszeichnung als beste Spielerin des Spiels, sondern auch von Daniel Meuren von der FAZ : “Gerade Saskia Bartusiak war immer wieder zur Stelle. Sie unterband das schwedische Kombinationsspiel mit mutigem Eingreifen im richtigen Moment. Oder sie blockte Schüsse von Schwedens Superstar Lotta Schelin und trug somit maßgeblich dazu bei, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.”

Das ZDF hat das temporeiche Spiel in seiner 3-D-Analyse noch einmal unter die (Zeit-)Lupe genommen. Und Gregor Derichs urteilt für Spiegel online : “Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen steht im Finale der EM – und hat endlich zu alter Klasse gefunden. Besonders Sieg-Torschützin Dzsenifer Marozsan spielte gegen Schweden groß auf.”

Die Berliner Morgenpost befasst sich unterdessen mit der Kritik an der Mannschaft im Turnierverlauf. Autor Lutz Wöckener stellt fest: “Mit dem Sieg der deutschen Elf gegen EM-Gastgeber Schweden hat sich der Wind gedreht. Nach der überzogenen Kritik an der Bundestrainerin ist die öffentliche Meinung ins andere Extrem gewechselt.”

Kathrin Steinbichler verfolgt für die Süddeutsche Zeitung auch das Randgeschehen in Schweden und stellte vor dem Halbfinale fest: Die Nachricht aus Deutschland, das Bayern-Testspiel der Männer gegen Barcelona werde wegen der Übertragung des Frauen-Halbfinales vorverlegt, verwunderte die Gastgeber – aus ganz anderen Gründen als man hierzulande vermuten würde. “Die Frauen verdrängen die Männer vom besten Sendeplatz? Was deutschen Fußballfans wie eine Sensation vorkommen mag, löst bei schwedischen Beobachtern eine andere Art von Verwunderung aus: Wie konnte es überhaupt zu der Terminkollision kommen?”

Interessant auch der Vergleich, den Zeit Online zum Standing des Frauenfußballs in Schweden, Norwegen, Dänemark und Deutschland vor den Halbfinalspielen veröffentlicht hat. Von TV-Quoten bis zur Berichterstattung über die nationale Liga: Sören Maunz hat interessante Details zusammengetragen.

Die Lage im DFB-Lager vor dem Finale fasst die dpa zusammen: “Kaputt, aber glücklich – DFB-Frauen leben ihren EM-Finaltraum”.

Die ARD , die am Sonntag (ab 15.20 Uhr) ebenso wie Eurosport (ab 15.15 Uhr) überträgt, blickt auf den Gegner: “Norwegens ‘Grashüpfer’ haben ein Turnier-Gen” stellt Sportschau.de fest und hat einen 1:1-Teamvergleich der Finalistinnen zusammengestellt.