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2013

DFB-Elf will den Gruppensieg

Der Viertelfinaleinzug ist der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Schweden nicht mehr zu nehmen. Um auch als Gruppensieger in die nächste Runde einzuziehen, würde der DFB-Auswahl im Spiel gegen Norwegen (18 Uhr, ARD) heute Abend bereits ein Unentschieden reichen. Aber „wir wollen unbedingt gewinnen, um die Gruppe souverän als Erster abzuschließen“, so Mittelfeldspielerin Nadine Keßler .

„Auf Unentschieden zu spielen hat noch nie irgendjemandem etwas gebracht – der Schuss geht meistens nach hinten los“, denkt Keßler. Diesmal könnte zwar nur der Fall auf den dritten Rang drohen, aber dann könnten zumindest schwerere Gegner drohen.

Hotel auf der Ferieninsel Sollte Deutschland die Gruppe hingegen gewinnen, würden sie im Viertelfinale am Montag auf den Zweiten der Gruppe C treffen – hinzu kommt, dass die Mannschaft nicht reisen müsste, denn auch das Viertelfinale findet in Kalmar statt. „Es ist natürlich immer schön, wenn man bleiben darf“, so Bundestrainerin Silvia Neid , die mit der Mannschaft auf der Ferieninsel Öland Quartier bezogen hat.

Häufiges Duell Die Norwegerinnen, die nach einem 1:1 gegen Island und einem 1:0-Erfolg gegen die Niederlande ebenfalls bereits im Viertelfinale stehen, sind den Deutschen so gut bekannt, wie kaum ein anderes Team. Gegen kein anderes Nationalteam hat die DFB-Elf so viele Länderspiele bestritten wie gegen den Weltmeister von 1995. 35 Mal standen sich beide Mannschaften gegenüber, 17 deutschen Siegen, stehen fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

Starker norwegischer Sturm „Norwegen ist ein richtig starker Gegner, der seine Stärken ganz klar vorne bei seinen drei Spitzen hat. Sie sind robust und zweikampfstark. Wir müssen dagegen halten, schauen, dass wir den Ball schnell flach machen, dass wir unser Kombinationsspiel aufziehen und uns nicht überraschen lassen von deren weiträumigen, guten Spiel“, sagt die Bundestrainerin.

Cramer gesperrt Verzichten muss sie dabei heute Abend auf die gelbgesperrte Jennifer Cramer . Wer die Linksverteidigerin vertreten wird, steht noch nicht fest. Gegen Japan wurde in der Vorbereitung bereits die Variante getestet, Leonie Maier auf die linke Seite zu ziehen und Luisa Wensing auf rechts spielen zu lassen. Das könnte auch diesmal der Fall sein, so Neid, die aber noch eine Alternative in Bianca Schmidt sieht. „Beide (Maier und Schmidt) haben ein sehr gutes Zweikampfverhalten und sind sehr schnell – das brauchen wir gegen die schnellen Stürmerinnen von Norwegen“, sagt die Bundestrainerin. Für Wensing spricht allerdings die Spielpraxis. Schmidt hat aufgrund von Knieproblemen im Vorfeld der EM nur wenig gespielt.

Die Partie heute Abend wird von der Schweizerin Esther Straubli geleitet.