DFB-Elf für EM in Schweden gerüstet
Die deutsche Frauenfußball- Nationalelf hat ihre EM-Generalprobe erfolgreich bestanden. Gegen Weltmeister Japan gab es vor der europäischen Rekordkulisse von 46 104 Zuschauern einen Sieg gegen Japan, der trotz dominanten Spiels erst in der Schlussphase unter Dach und Fach gebracht wurde.
Beim 4:2 (1:1)-Erfolg in der Münchener Allianz-Arena brachte Leonie Maier die DFB-Elf in Führung (16.), Shinobu Ohno erzielte noch vor der Pause den Ausgleich (40.). Ein verwandelter Foulelfmeter von Célia Okoyino da Mbabi brachte Deutschland wieder in Führung (46.), doch Yuki Ogimi gelang der neuerliche Ausgleich (60.). In der Schlussphase machten Okoyino da Mbabi (87.) und die eingewechselte Simone Laudehr per Foulelfmeter den Erfolg perfekt (90.).
Maier erzielt Führung Von Beginn an dominierte die DFB-Elf, die mit Luisa Wensing für die an einer Oberschenkelverletzung leidenden Annike Krahn in die Innenverteidigung rückte, die Partie und Okoyino da Mbabi wäre nach Doppelpass mit Lena Goeßling um ein Haar früh der Führungstreffer gelungen (4.). Doch den machte einmal mehr der Shootingstar der vergangenen Monate, Leonie Maier. Die Neu-Münchnerinnen überwand Japans Torhüterin Miho Fuhumoto mit einem schön platzierten Schuss von der Strafraumgrenze (17.). Die DFB-Elf hatte die Partie im Griff gegen Japanerinnen, die zwar gewohnt gut kombinierten, aber physisch mit den deutschen Spielerinnen an diesem Tag nicht mithalten konnten.
Okoyino da Mbabi trifft vom Punkt Doch von ihrer Effizienz hat das Team nichts eingebüßt, Shinobu Ohno traf mit der ersten japanischen Chance des Spiels nach Vorarbeit von Yuki Ogimi aus elf Metern, Nadine Angerer glitt der Ball durch die Hände (40.). Doch auch in der zweiten Halbzeit blieb die DFB-Elf dominant und ging früh erneut in Führung, als Okoyino da Mbabi einen an Nadine Keßler verschuldeten Foulelfmeter sicher verwandelte (46.).
Ogimi schlägt zurück Japan ließ sich jedoch nicht abschütteln und kam erneut zum Ausgleich: Kapitänin Aya Miyama setzte einen Freistoß von der Strafraumgrenze an den Pfosten, beim Abpraller reagierte Ogimi schneller als die deutschen Spielerinnen und staubte zum schmeichelhaften 2:2-Ausgleich ab (60.).
Debüt von Däbritz und späte Entscheidung Beide Teams wechselten in der Folge munter durch, in der DFB-Elf feierte Sara Däbritz vom SC Freiburg ein gelungenes Debüt in der A-Nationalelf. Als die Partie in den Schlussminuten einem Remis entgegenzusteuern schien, konnte die DFB-Elf noch einmal nachlegen: Erst traf Okoyino da Mbabi mit einem abgefälschten Schuss zum zweiten Mal ins Tor (87.), dann verwandelte die eingewechselte Simone Laudehr einen an ihr selbst verschuldeten Foulelfmeter zum 4:2-Endstand (90.).
Zufriedene Neid Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Ich bin heute natürlich zufrieden, denn wir haben den Weltmeister 4:2 geschlagen. Man muss ja immer schauen, gegen wen man spielt und wir waren heute auf einer ganz anderen Ebene gefordert und das war heute auf jeden Fall schon 100 Prozent. Wir hatten heute auch das Quäntchen Glück, zur rechten Zeit das 3:2 und das 4:2 zu machen.“
Sasaki lobt DFB-Elf Japans Trainer Norio Sasaki meinte: „Wir haben gegen eine sehr gute deutsche Mannschaft gespielt, die wie man gesehen hat uns in puncto Kondition und körperlicher Verfassung überlegen war. Ein Remis hätte die momentanen Kräfteverhältnisse nicht widergespiegelt.“
Deutschland – Japan 4:2 (1:1)
Deutschland: Angerer – Maier (89. Huth), Wensing, Bartusiak, Cramer (46. Henning) – Keßler (78. Däbritz), Goeßling – Lotzen (61. Bajramaj), Marozsan (68. Laudehr), Mittag (61. Leupolz) – Okoyino da Mbabi
Japan: Fukumoto – Ariyoshi, Iwashimizu, A. Tanaka (71. Utsugi), Kumagai – Sakaguchi, Miyama – Ando (89. Iwabuchi), Kawasumi, Ohno (71. Maruyama) – Ogimi
Tore: 1:0 Maier (17.), 1:1 Ohno (40.), 2:1 Okoyino da Mbabi (46., Elfmeter), 2:2 Ogimi (60.), 3:2 Okoyino da Mbabi (87.), 4:2 Laudehr (90., Elfmeter)