Babett Peter fällt für EM aus

Von am 17. Juni 2013 – 21.56 Uhr 51 Kommentare

Die schlechten Nachrichten für die deutsche Frauenfußball-Nationalelf reißen nicht ab. Nachdem bereits fünf Spielerinnen wegen Verletzung oder Krankheit nicht an der EM in Schweden (10. bis 28. Juli) teilnehmen können, muss nun sogar eine sechste wichtige Spielerin das Turnier absagen.

Denn bei einer MRT-Untersuchung wurde am Montag bei Linksverteidigerin Babett Peter eine Ermüdungsfraktur des Kahnbeines des linken Fußes festgestellt, die nach Belastung immer wieder Schmerzen verursacht hatte.

Ältere Verletzung
Teamarzt Ulrich Schmieden erklärt: „Anhand der MRT-Bilder kann man erkennen, dass es sich um eine ältere Verletzung handelt, da der Knochen bereits Heilungsreaktionen aufweist. Durch die Mehrbelastung in den EM-Vorbereitungslehrgängen verstärkten sich die Beschwerden.“

Anzeige
Babett Peter

Bitter enttäuscht: Babett Peter © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Riesengroße Enttäuschung
Peter meint: „Die Enttäuschung ist für mich riesengroß. Ich habe zwar schon seit Längerem leichte Beschwerden, aber das habe ich nicht als gravierend empfunden. Dass beim MRT eine so schwerwiegende Verletzung diagnostiziert wird, war für mich ein Schock.“

Ein halbes Dutzend Ausfälle
Die 25-Jährige vom 1. FFC Frankfurt ist nach Viola Odebrecht (Knie-OP), Verena Faißt (Pfeiffersches Drüsenfieber), Alexandra Popp (Außenbandriss im Sprunggelenk), Linda Bresonik (Achillessehnenentzündung) und Kim Kulig (Knie) mittlerweile die sechste Spielerin der DFB-Auswahl, die bei der EM nicht zur Verfügung stehen wird.ch

Jetzt lesen
U17-EM: DFB-Elf stürmt ins Finale

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

51 Kommentare »

  • Jennifer sagt:

    Hier noch ein Artikel aus der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung zu oben diskutierten Themen:

    „Grenzwertige Opferbereitschaft“

    https://www.berliner-zeitung.de/sport/frauenfussball-nadine-kessler-grenzwertige-opferbereitschaft,10808794,23418412.html

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    Danke Detlef, für deine konkreten Aussagen! 😉

    Und wenn du schon Frau Schmidt erwähnst, dann wüsst ich auch gern, was mit einer Jennifer Meier ist.

    @Meta: Sorry, die war mir zu dem Zeitpunkt entfallen. Ich hab das gern gesehen, wenn Anna Blässe die Linie rauf und runter lief.

    (0)
  • Detlef sagt:

    karl schrieb;
    „Gegen “richtige Abwehrspielerinnen” (ich nehme an dass Detlef damit so Kaliber wie Georges und Renard oder Buehler meint) haben alle Stuermerinnen massive Probleme, wie zum Beispiel das CL Finale gezeigt hat, bei dem die Wolfsburger Stuermerinnen soweit ich mich erinnere keinen Stich gemacht haben.“

    Bitte bedenke, daß WOB 5 Tage vor dem CL-Finale schon gegen TURBINE im DFB-Pokalfinale in den letzten 20 Minuten auf dem allerletzten Loch pfiff!!!
    Und keinen Stich ist jetzt auch nur insofern richtig, als das ihnen kein (reguläres) Tor gelang!!!
    Chancen hatte auch WOB für 2-3 Tore!!!
    Dann hätte aber auch Lyon keinen Stich gegen WOB gemacht, was ich angesichts der Tatsachen nun aber nicht behaupten würde!!!
    Bei der EM wird es zwischen Deutschland und Frankreich vermutlich auch um die letzten Kraftreserven gehen!!!

    Und ich bin mir sogar absolut sicher, daß der Kader bei Bernd Schröder zB um einiges jünger aussehen würde!!!
    Auch in Schweden und den USA werden Spielerinnen ausgetauscht, wenn es zu Trainerwechseln kommt!!!
    So wurde Hedvig Lindahl von Pia Sundhage endlich „abgesägt“!!!
    Und allein die Tatsache, daß ALYSSA Naeher zur Natio eingeladen wurde, zeigt schon, daß man den Druck auf Frau Solo erhöhen möchte!!!

    @Bernd Zeller,
    Der „Druck“ wird sich in ertragbaren Grenzen halten, weil diesmal nur Insider davon wissen werden, daß es eine EM in Schweden geben wird!!!
    Und als ewiger Titelträger bist Du automatisch Favorit Nummer Eins, selbst wenn Du lange nicht mehr die Klasse von früher hast, und andere Nationen längst aufgeschlossen haben!!!

    @enthusio,
    Ich bin mir absolut sicher, daß ANJA schon von ihrer deutschen Mitspielerin geschwärmt hat!!!
    Aber Katrin hat nun mal ihr „Handwerk“ hauptsächlich in Schweden gelernt, und ist somit auch nicht durch die „göttliche“ Kaderschmiede des DFB gegangen!!!

    Allein das Beispiel JOSI HENNING zeigt sehr deutlich, wie suspekt es dem Göttinnenrat ist, wenn eine Spielerin erst in der U19 ihre Natio-Karriere startet!!!
    Diesen „Makel“ wird sie wohl nie wieder loswerden, egal wie gut sie ihren Job verrichtet!!!

    Es tut mir leid, daß meine Formulierung von Dir als „Abwertung“ interpretiert wurde!!!
    Im Gegenteil war ich immer ein großer Bewunderer und Befürworter von „unserem TURBO“!!!
    Ich habe nur das Spiel in Potsdam von Leverkusen gesehen, und da blieb ISY eher unter ihren Möglichkeiten!!!

    Aber es war wohl schon bei ihrer Nominierung klar, daß ISY nur als Streichkandidatin in den Kader geholt wurde!!!
    Sie hat absolut Null Standing bei der Bundesgöttin, und dürfte die wenigsten Diskussionen bei einer Streichung auslösen!!!
    Ich hoffe trotzdem, daß ISY es etwas genießen konnte, bei der A-Natio dabeigewesen zu sein!!!
    Vielleicht rückt sie ja erneut in den Fokus des Göttinnenrates, wenn Leverkusen in der kommenden Saison eine obere Platzierung (3-5) erreicht???

    @Zaunreiter,
    Jenny Meier hat ihre Töppen an den berühmten Nagel gehängt, und verkauft (wenn meine Info noch aktuell ist) jetzt sauteure Handtaschen!!!
    Ich habe sie letztes Jahr beim Meisterschafts-Entscheidungsspiel in Malmö kurz gesehen!!!

    (0)
  • speedy75 sagt:

    @Jennifer
    Schönen Dank für den Bericht. Wenn man sich damit nicht auseinandersetzt mag das so manchem Frauenfußballfan gar nicht bewusst sein wie viel die Mädels doch eingehen.

    (0)
  • holly sagt:

    es ist schon komisch wie auf einmal die Welt zusammenbricht wegen ein paar verletzter N11 Spielerinnen. Gut Faißt und Odebrecht sind wirklich ein Verlust für das dt.Team. Aber die anderen, bitte die waren entweder ewig verletzt oder haben die Saison nicht so gut gespielt.
    Wie wurde den im Laufe der Saison oder nach den LSP auf genau den Spielerinnen rumgehakt.
    Warum manche hier Luisa Wensing als Streichkandidatin gesehen hätten wenn die Verletztenmisere nicht gewesen wäre kann ich garnicht nachvollziehen. Sie hat im Verein und in der N11 Topleistungen gebracht.
    Das Isabell Kerschowski kein Standing hat ist sehr schade, sie ist für mich eine ganz wichtige Spielerin. Selbst wenn sie nur eingewechselt werden würden sie belebt jedes Spiel.

    Wenn man Leupolz und Däbritz oder nur eine mit nimmt, dann sollte man ihnen die U19 EM im August in Wales nicht mehr zumuten. Damit sie sich erholen können. Selbst wenn sie in Schweden nicht viel spielen sollten es doch trotzdem eine enorme Belastung.
    Falls die Mission Titelverteidigung in die Hose geht hat man wengistens wegen der vielen Ausfälle schon eine gute Entschuldigung.
    Das Finale sollte aber trotzdem möglich sein, aber auf jeden Fall das Halbfinale. Alles andere wäre eine Enttäuschung

    (0)
  • waiiy sagt:

    @Bernd Zeller: Ich denke nicht, dass Insider die Mannschaft als EM-Favoriten sehen. Ich halte die Mannschaften von Frankreich und Schweden für stärker, vielleicht sogar Norwegen.

    Die „breite“ Öffentlichkeit wird natürlich von den letzten Erfolgen bei den vorherigen Titelkämpfen ausgehen, sieht aber auch das Abschneiden des Teams bei der letzten WM und die Nichtqualifikation für Olympia.

    @Karl: Ich denke auch, dass Silvia Neid keine große Wahl hat bei der Nominierung, auch wenn ich sonst zu ihren Kritikern zähle. Das bezieht sich aber nicht so sehr auf die Nominierungen (dass man da bei einzelnen Personen Differenzen sieht, ist eher normal) sondern auf die Spielweise mit den Spielerinnen, die zur Verfügung stehen. Da darf man jetzt gespannt sein, was sie daraus machen wird. So blöd, wie die Verletzungsmisere ist, es ist DIE Chance für Silvia Neid zu beweisen, dass sie eine gute TRAINERIN ist, wenn sie daraus ein Team und ein System basteln kann, dass in Schweden besteht. Dabei ist das Spiel gegen Norwegen in der Gruppenphase richtungsweisend und ob man das Halbfinale erreicht oder nicht.

    @wrack: Ich denke nicht, dass es hier gerade ein „Sarholz“- Syndrom gibt. Soweit ich erkennen kann, will hier keiner eine Spielerin von Potsdam „in die Mannschaft quatschen“, ob genügend Turbine Fans mitdiskutieren. Es wurde einmal (eher halbherzig) auf Kemme hingewiesen. Aber im Prinzip ist Cramer die Einzige, die vom Vizemeister wirklich eine Einladung verdient hat. Deshalb solltest Du in dieser Hinsicht nicht irgendetwas beschwören, was nicht da ist. Sonst könnte man im Gegenzug ja von einem „Anti-Potsdam“-Syndrom sprechen…

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Also, wenn ich mich hier mal zu Wort melden darf, möchte ich hier zu einigen Sachen Stellung nehmen:

    1. Wenn ich es hier richtig sehe, dann sieht die wahrscheinliche Aufstellung doch so aus:

    Angerer/Schult – Schmidt/Huth, Krahn/Henning, Bartusiak/Wensing, Maier/Cramer – Goeßling/Laudehr, Keßler/Behringer – Mittag/Leupolz, Marozsan/Linden, Bajramaj/Kershowski – Celia/Lotzen

    Wenn man sich einmal die Startaufstellung anschaut, so sollte das meines Erachtens nicht gegen einen EM-Titel sprechen, zumal viele Spielerinnen wie Maier, Goeßling, Henning, Wensing, Keßler, Huth oder Mittag vielseitig einsetzbar sind. Selbst mit den Verletzten sehe ich also keinen Grund dafür, vom Anspruch des Europameisters abzukommen.

    2. Darüber hinaus ist es natürlich völlig richtig, hier einmal die nicht genutzten Alternativen anzusprechen, von denen allerdings auch einige der potentiellen Kandidatinnen noch verletzt sind.
    Ich werde sie einmal nach Positionen durchgehen, viele wurden bereits oben erwähnt:

    Tor – Über die 4 im Kader befindlichen sind sicher noch Sarholz, Schumann, Vetterlein und Weiß zu nennen. Hier besteht also tatsächlich keine Not und es gibt genug Alternativen für drei deutsche Kader

    Abwehr – Über die oben in der Aufstellung genannten 8 möglichen Spielerinnen und die Verletzten Faißt und Peter hinaus:

    Auf den Außenbahnen: Kemme, Mirlach, Tetzlaff, Schöne, Baunach, Huyleur und Simon. Leider haben viele von diesen Spielerinnen in ihren Vereinen nicht viel Spielpraxis oder waren lange verletzt. Dennoch könnte man auch hier locker mal drei Nationalmannschaften besetzen, wenn alle Spielerinnen fit sind.

    In der Innenverteidigung: Hartmann, Elsig, Draws, Savin und Kuznik. Hier sind die Ressourcen etwas knapper gesät, doch hier besteht meines Erachtens auch der wenigste Bedarf, da neben Henning, Wensing, Krahn und Bartusiak auch Peter, Cramer, Maier und Goeßling Innenverteidigung spielen könnten.

    Auf der Doppel-„6“ – Neben den 4 oben genannten und den 3 Verletzten: Romert, J.Maier, Däbritz, Hoffmann, Petzelberger, K. Schmidt; auch hier gäbe es also mehr als genug Alternativen, um auch wieder 3 Kader vollzubekommen.

    Auf der „10“ haben wir neben Marozsan und Keßler zumindest Lina Magull und bald hoffentlich wieder eine Julia Simic und eine Selina Wagner, ansonsten können dort auch Leupolz, Mittag und Celia eingesetzt werden.

    Im Sturm (drei Offensivpositionen) haben wir neben den 6 oben genannten, der verletzten Alex Popp sowie den anderweitig eingesetzten Leo Maier und Svenja Huth noch Anna Blässe, Conny Pohlers, Mandy Islacker, Pauline Bremer, Ivana Rudelic, Sylvia Arnold, Anja Hegenauer, Silvana Chojnowski und nicht zu vergessen Nikki Rolser ebenfalls eine ganze Armada an Spielerinnen, mit denen man ebenfalls locker mal 3 Kader besetzen könnte.

    Insgesamt zähle ich 58 Spielerinnen, die zumindest einmal getestet werden könnten. Man kann sich über die N11-Tauglichkeit der ein oder anderen mit mir gerne streiten und klar sind viele auch zur Zeit verletzt, dennoch sollte jede die Chance haben, erstmal selbst beweisen zu dürfen, ob sie N11-tauglich ist.

    Hier wäre es tatsächlich mal eine Überlegung wert, ob man nicht unter Leitung der Co-Trainerin hin und wieder eine zweite N11 parallel zur normalen Natio beruft, um den Spielerinnen mehr Spielpraxis auf internationalem Niveau zu vermitteln. So könnte man viel mehr Spielerinnen vorab schon einmal testen.
    Generell denke ich aber, dass man auch mal im 23er Kader schön durchwechseln kann. Dann sitzt eben mal eine Celia 90 Minuten auf der Bank oder eine Marozsan. Dann spielt man mal ohne Bartusiak und Krahn. Und dann schickt man auch nicht immer dieselben Ersatzspielerinnen aufs Feld, sondern nominiert halt jedes Mal mindestens 5 Neue. Dafür sind Tests doch da, dass man möglichst viele Spielerinnen anschauen kann.

    3. Unter Bezugnahme auf Jennifers Artikel (vielen Dank dafür) möchte ich noch einmal auf die „Opferbereitschaft“ der Spielerinnen eingehen. Es scheint eine weitverbreitete Krankheit unter den Spielerinnen sein, seinen Körper über die Maße zu beanspruchen. Und das Fatale ist, dass die Vereine hier meines Erachtens viel zu wenig medizinische Prävention betreiben. Es bleibt zu hoffen, dass die Vereine aus dem Fall Kulig lernen, wo jetzt wirklich die Reißleine gezogen werden musste, um keine Sportinvalidität zu riskieren.

    Es sei noch einmal daran erinnert, dass wir uns hier im Leistungssport befinden, einem Sport, in dem der Körper jede Woche mindestens einmal zu 100% belastungsfähig sein muss. Da ist die Ignorierung jedes einzelnen Schmerzes von der Spielerin höchst fahrlässig.

    Hier muss ich einmal der N11-Trainerin ein großes Lob aussprechen, die sich nicht davor scheut, jede Spielerin nach Hause zu schicken, die nicht vollständig belastungsfähig ist. Bei aller Kritik, die man sonst an ihr berechtigter Weise haben kann, hier arbeitet sie sehr vorbildlich.

    Ich wünschte mir, dass es solch ein verantwortungsbewusstes Verhalten auch in den Vereinen öfter geben würde.

    Dabei würde ich die Verletzungen nicht einmal auf die große Anzahl von Spielen schieben. Das mag vielleicht für die Wolfsburgerinnen gelten, da kann es sein, dass das Immunsystem irgendwann einfach angreifbarer war, doch eine Spielerin wie Luisa Wensing, die am Samstag ihr 50. Saisonspiel bestritten hat (U20-WM miteingerechnet) macht vor, wie man das Ganze ohne Verletzung überstehen kann.
    Ebenso weitere Spielerinnen wie Josephine Henning (36), Maier (37), Marozsan (34), Goeßling (42), Lotzen (37), Keßler (38) oder Cramer (38) haben ein ähnliches Pensum absolviert wie die Wolfsburger Spielerinnen Popp, Faißt und Odebrecht, die anderen Spielerinnen Bresonik, Kulig und Peter liegen von der körperlichen Belastung zum Teil weit darunter.

    Es hängt also nicht ausschließlich an der rein physischen Belastung, man kann auch mit 50 und mehr Saisonspielen durchaus verletzungsfrei bleiben, wenn man sich immer gut schont!

    (0)
  • wrack sagt:

    @ waiiy: „Ich denke nicht, dass es hier gerade ein “Sarholz”- Syndrom gibt.“

    Mein Fehler, dass ich das nicht näher definiert habe. Zur Erklärung:
    Zaunreiter schrieb: „Dann muß man aber auch mal sagen dürfen, daß der DFB-Trainerstab selbst schuld ist, wenn immer nur die gleichen 12 – 14 Spielerinnen eingesetzt werden…. Oder sich auch nur ein einziges mal in ihrer Jugend bzw. jungen Erwachsenenzeit einen Fauxpas geleistet haben, der sie dann ins DFB-Nirwana befördert hat.“

    Daraufhin zählte ich 23 in 2012 eingesetzte Spielerinnen auf, um Zaunreiters offensichtlich verzerrte Wahrnehmung von 12-14 Spielerinnen zu widerlegen und fand, dass sein letzter Satz über die Unerbittlichkeit des „DFB-Nirwanas“ sehr gut zur hier oft gegebenen „Sarholz-Legende“ passte, wonach die Potsdamer Torhüterin sich damals angeblich nur einen Fehler erlaubte und DESWEGEN nicht mehr berücksichtigt wurde. Offensichtlich schien dieser letzte Satz Zaunreiters die Ursache für sein kurzzeitig ausgefallenes Zähl-Vermögen zu enthüllen, nämlich die Vorstellung, beim DFB oder dem Trainerstab gebe es Spielerinnen non grata. Deswegen die Benennung. Ich hätte es auch Sarholz-Banecki-Syndrom benennen können, weil er auch schrieb:

    „Nicole Banecki hätte auch das Zeug dazu, wurde aber rechtzeitig psychisch destabilisiert“

    Hört sich etwas paranoid an, oder ?

    Nein, ich glaube nicht, dass hier die meisten eine Spielerin in die Natio quatschen wollen. Wenn viele (Nicht alle !) hier Alternativ-Spielerinnen nennen, tun sie das, um zu kritisieren und nicht, weil sie Fans der speziellen Spielerin oder auch nur von ihrem höherem Wert überzeugt wären oder auch nur ein einziges Spiel von dieser Spielerin gesehen hätten.

    @ Detlef: „…ANJA schon als “Chancentod” abgestempelt!!!“

    Ich hatte es schon einmal im anderen Thread korrigiert. Niemand hat Anja hier oder dort als Chancentod abgestempelt, soweit ich lesen kann. Zitat oder Dementi, bitte !

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    @waiiy: Ich stimme dir völlig zu bzgl. der Antwort an karl, dass Madame jetzt eine Chance hat, sich zu beweisen. Denn bisher hat sie ja nur von dem gelebt, was ihr Bisanz und TTM vererbt haben.

    Im Prinzip müsste so jemand wie Sammer her, der nicht nur bei Männern sondern auch bei Frauen mal kräftig für Unruhe sorgt. Es liegt eine bleierne Zeit über dem DFB und seinen Auswahlmannschaften.

    Mir fällt aber noch eine nette Geschichte ein, zur medialen Arbeitsweise der Madame. Frau Bundesgöttin wurde nach dem Pokalhalbfinale 2008 zwischen den damaligen Saarbrücker Himmelsstürmerinnen und den rechtsrheinischen Tussen und jetzigen Leverkusenerinnen vom Reporter nach Nadine Kessler befragt. Spröde und spärlich war ihre Antwort gewesen, so nach dem Motto: „Die ist noch zu frech. Die muß ich mir erst mal zu recht biegen.“

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @wrack: 23 Spielerinnen, das ist einfach viel zu wenig für eine Saison! Das ist gerade mal ein EM-Kader voll! Und wenn du dir dann mal die Einsatzzeiten der ein oder anderen Spielerin anschaust, landest du am Ende wirklich wieder bei den, na sagen wir mal 15-16 Spielerinnen, die zum erweiterten Kreis der N11-Erfahrenen gehören.

    Mir wäre folgendes System lieb (ohne eine bestimmte Spielerin nennen zu wollen):

    Man macht drei N11-Freundschaftsspiel-Reisen pro Jahr (Algarve (im März), USA (im September), Europa (nach Saisonende)). Auf allen diesen Reisen macht man je 3 oder 4 Spiele. Zu jeder dieser Reisen nimmt man 25-28 Spielerinnen mit, davon 12-14 Stammspielerinnen, darüber hinaus 11-16 Spielerinnen, die nicht fest im Kader gesetzt sind, sondern die sich je nach Saisonform (besondere Leistung, Konstanz) in den Fokus gespielt haben. Da können hier und da dieselben sein, doch am Ende hat man sicherlich 40-45 Spielerinnen, die man in einem Jahr berufen hat. Bei diesen Freundschaftsspielen sollte man versuchen, wirklich jede Spielerin möglichst zumindest einmal zum Zuge kommen zu lassen, was bei 18 auflaufenden Spielerinnen pro Spiel durchaus denkbar ist.

    Welchen Spielerinnen ich eine Chance geben würde, habe ich oben geschrieben, Stamm wären zur Zeit für mich: Maier, Celia, Marozsan, Mittag, Goeßling, Bartusiak, Angerer, Wensing, Keßler, Odebrecht und Faißt. Alle anderen sind meines Erachtens nicht unentbehrlich und damit rotationsbedürftig.

    So könnte man gewährleisten, dass es schon eine eingeschworene Truppe gibt und eine gewisse Konstanz vorhanden ist. Dennoch könnte man die größtmögliche Anzahl von Spielerinnen mal testen und dann auch begründet aus der N11-Erfahrung eine Entscheidung treffen, welche Spielerin mit darf.

    In diesem Jahr muss man sagen, dass der Kader so in Ordnung geht, da der Großteil der Ersatzspielerinnen sowieso ebenfalls langzeitverletzt war/ist oder außer Form, sodass auf viele Spielerinnen nicht zurückgreifen konnte. Deswegen hält sich meine Kritik auch in Grenzen. Nach der EM sollte man sich aber schleunigst daran machen, wenn denn die meisten Spielerinnen übern Damm sind, wieder verstärkt innerhalb der N11 ins Rotieren zu kommen, damit wirklich alle Spielerinnen unter Leistungsdruck kommen und keine ihren Stammplatz wirklich sicher hat!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Zaunreiter: Natürlich, so einen wie den Sammer braucht man. Das hat man ja bei den männlichen Junioren gesehen. Solange er da war, lief es, nachdem er gegangen ist, bricht alles zusammen. Ebenso bei Bayern: Seit er da ist, purzeln die Titel.

    Nur, wo herkriegen? Bayern wird den Teufel tun, ihn wieder herzugeben. Und er ist leider noch ein Unikat…

    Aber vielleicht profitieren ja wenigstens die Bayern-Mädels von ihm, dann aber können wir uns im Vereinsfußball bei den Frauen auf noch langweiligere Zeiten als bei den Männern einstellen, denn wenn der einmal da durchgefegt ist, wird an die Maßstäbe, die er setzt, auf sehr lange Zeit keiner mehr rankommen!

    (0)