VfL Wolfsburg: Spatenstich für neues Stadion

Von am 31. Mai 2013 – 16.53 Uhr 31 Kommentare

Heute fand der Spatenstich für die neue Heimspielstätte des Frauenfußball-Bundesligisten und Triple-Siegers VfL Wolfsburg statt. Das neue VfL-Stadion soll bis zum Beginn der Saison 2014/2015 fertiggestellt sein und 5 200 Zuschauer fassen.

Die Plätze verteilen sich auf 1 700 Sitz- und 3 500 Stehplätze. Das Stadion, in dem auch die männliche U23 des VfL Wolfsburg seine Heimspiele bestreiten wird, verfügt über vier Tribünen, entsprechende Einrichtungen zur gastronomischen Versorgung der Zuschauer sowie Sanitäranlagen, Arbeitsbereiche für Medienvertreter und Mitarbeiter der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH.

Budget von fast 27 Millionen Euro
Gestalterisch passt sich der nach Plänen des Wolfsburger Architekturbüros Koller-Heitmann-Schütz gestaltete Bau in direkter Nachbarschaft zur Volkswagen Arena in das Ensemble an der zentralen Plaza des Allerparks ein. Zudem werden in den kommenden zwölf Monaten das VfL-Center und weitere Trainingsplätze entstehen. Das Gesamt-Investitionsbudget beträgt 26,8 Millionen Euro.

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Spatenstich für das neue Stadion des VfL Wolfsburg

Beim Spatenstich mit dabei waren auch Ralf Kellermann (li.) und Conny Pohlers (Mi.) © VfL Wolfsburg

Frauenfußball noch weiter nach vorne bringen
Klaus Allofs, Geschäftsführer der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, erklärt: „Wir werden mit dem, was im Allerpark entsteht, Maßstäbe setzen und zusammenführen, was zusammengehört. Denn im Allerpark ist unser Zuhause. Die Entscheidung, ein weiteres Stadion im Allerpark zu bauen, wird uns gerade nach dem tollen Erfolg in dieser Saison zweifelsohne auch im Frauenfußball noch einmal nach vorne bringen.“

Sympathien gewonnen
Dieses Engagement des Vereins würdigte unter anderen Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, in seiner Rede anlässlich des Spatenstichs. Mohrs weiter: „Durch ihren einzigartigen Dreifacherfolg haben die VfL-Frauen viele Sympathien für die Stadt Wolfsburg gewonnen. Das stärkt unser Ziel, unseren Bürgern ein attraktives Umfeld zu bieten und konsequent unsere Positionierung als Erlebnisstadt zu stärken.“

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Kellermann und Pohlers beim Spatenstich
Neben Mohrs und Allofs waren beim Spatenstich unter den rund 250 Gästen auch die VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann und Wolfgang Hotze sowie Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter und Trainer der VfL-Frauen, VfL-Spielerin Conny Pohlers und Pablo Thiam, Sportlicher Leiter der U23.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Ralf sagt:

    Also das neue Stadion kostet ja keine 27 Millionen, wie dort oben steht werden auch noch Trainingsplätze und ein VFL Center gebaut. Ich denke, dass ein Großteil in das Center fließen wird und das Stadion „nur“ 5 Millionen oder so kosten wird.
    Was natürlich immer noch verdammt viel Geld ist für ein Verein der 1000 Zuschauer hat.

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  • Detlef sagt:

    @Ralf,
    Das neue Stadion ist ja nicht nur für die Frauen gedacht, sondern auch für die männliche U23!!!

    Und 5 Millionen werden für das Stadion ganz sicher nicht reichen!!!

    Der Umbau und die Renovierungsarbeiten im und um das KARLI haben ja schon 8 Millionen verschlungen!!!
    Obwohl Vielen (mich eingeschlossen) bis heute nicht klar ist, wo das Geld wirklich „versickert“ ist!!!

    Frage an die WOB-Fans,
    Werden auch die zweite Mannschaft und die U17-Mädels die neue Spielstätte nutzen dürfen???

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef. Ist nicht so eindeutig bisher mitgeteit worden,jedoch wird direkt neben dem Stadion noch ein weiteres Fußballfeld entstehen, dort könnten die U17-Mädels ihre Spiele austragen.Ich kann nicht sagen ob der Rasen des neuen Stadions auch die 2.Buli-Spiele noch tolerieren kann.Trainiert wird jedoch wohl auch weiterhin am Elsterweg hinter dem alten Stadion, wo ja auch noch ein Kunstrasenplatz existiert.

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  • FF-Talent sagt:

    In der FF-BuLi müssen so viele Clubs in viel zu großen Stadien spielen (altes WOB-Stadion, Essen, Jena, Freiburg etc.), in viel zu untauglichen/ reizlosen (LEVs „Stadionnebenplatz“, München-Aschheim), kaum eins ist ohne Laufbahn als reines Fußballstadion und dann sind die meisten noch in Besitz ständig klammer Kommunen, an Renovierungen und Rasen wird gespart (z.B. Potsdam) …

    Wenn es VW und der VfL ernst meinen und jetzt Geld für ein anständiges Stadion mit angemessen(!) Zuschauerplätzen (nicht zu wenig, nicht zu viel) in die Hand nehmen, ist das für die FF-BuLi begrüßenswert, zwar nur für die obersten Branchenprimus-Kreise in diesen Finanzkategorien relevant, aber immerhin.

    Wird die vielzitierte Rasenheizung dann im Ernstfall tatsächlich benutzt, ist doch alles i.O. … oft wird ja über vorhandene Heizungen geredet, die dann doch ganz überraschend (aus finanziellen Gründen) kalt bleiben. Aber bei WOB sollte das (mittlerweile) kein ernsthaftes Problem mehr sein (hoffentlich).

    PS: Im Männerbereich haben z.B. Ingolstadt und Paderborn 15.000 Plätze fassende Stadien neugebaut, für unter 25 Mio. inklusive Umgebung, Parkplätze etc. … zwar absolut hässliche Funktionsbauten, aber WOB kann da für ein nur Drittel so großes Stadion plus Trainingszentrum etc. durchaus bei unter 30 Mio. (trotz evtl. Mehrkosten) bleiben. Der Preis scheint für manchen hoch, ist für den geplanten Gesamtrahmen aber eher gutes bis sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

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  • Zaunreiter sagt:

    FF-Talent, ich muß dir widersprechen!
    Du verfolgst einen neoliberalen Ansatz (soviele Stadion in Besitz ständig klammer Kommunen). Wie hätte es der Herr denn gerne? Ein Investor kauft so ein Stadion, baut es anständig um und vermietet es dann an die Kommune zurück, getreu dem PPP-Prinzip? Ich finde das obszön!
    Du nutzt doch auch den ÖPNV. Du nutzt die Straßenstrukturen. Du nutzt das Gesundheitssystem. Du nutzt vielleicht auch Schwimmbäder, Bibliotheken oder sonstwas, was in öffentlicher Hand ist. Soll das alles privatisiert werden? Sei mal ein bischen mehr dankbar, daß du das alles nutzen kannst.

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  • Meta sagt:

    @ Detlef:

    Nein, das Stadion ist „nur“ für die U23 (Männer) und I. Frauen (wenn man mal von einem gelegentlichen Freundschaftsspiel der Profis absieht). Die II. Frauen und B-Juniorinnen werden auch weiterhin da spielen, wo sie jetzt spielen.

    Und trainiert wird auch weiterhin am Elsterweg.

    Ich denke, dass das Stadion am Elsterweg einfach zu alt ist. Es gibt nur 1 x Toiletten für alle, die Kabinen sind noch „aus Kaisers Zeiten“, der Presse- und VIP-Raum ist zu klein und hat nur Stehtische. Und die Liste ließe sich endlos verlängern. Dazu kommt noch die Stimmung. Gegen Bad Neuenahr war weitaus mehr Stimmung als im Hinspiel gegen Frankfurt. Und das, obwohl gegen Frankfurt ca. 4.000 Zuschauer mehr im Stadion waren. Aber die VW-Arena hat halt keine Laufbahn und Tribünen auf allen Seiten. Das ist halt etwas schade am Elsterweg: Ob nun 500 oder 10.000 Zuschauer im Stadion sind, ändert an der Stimmung wenig. UND DAMIT MEINE ICH NICHT, DASS DIE 9.500 KEINE STIMMUNG MACHEN WÜRDEN. Sie kommt halt in einem „richtigen“ Stadion weitaus besser rüber.

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  • Sheldon sagt:

    @Matze: Dass gegen Bad Neuenahr mehr Stimmung im Stadion war als gegen Frankfurt, wundert nicht wirklich, oder?

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  • FFFan sagt:

    @ Meta:
    „Gegen Bad Neuenahr war weitaus mehr Stimmung als im Hinspiel gegen Frankfurt. Und das, obwohl gegen Frankfurt ca. 4.000 Zuschauer mehr im Stadion waren.“

    Beim Heimspiel gegen Frankfurt waren gut 4.000 Zuschauer WENIGER im Stadion als gegen Bad Neuenahr, nämlich nur 1.493!

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  • Matze sagt:

    @Sheldon: Ich wars nicht. 😉

    @FFFan: Meta meint vielleicht das Rückrunden-Spiel in der Saison 2011-2012 gegen Frankfurt. Das mit dem Zuschauerrekord. 😉

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  • Meta sagt:

    @FFFan:

    Ich meinte das Spiel aus der letzten Saison mit 9.000 Zuschauern

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  • FFFan sagt:

    @ Meta:
    „Ich meinte das Spiel aus der letzten Saison mit 9.000 Zuschauern.“

    Ach so, das konnte ich natürlich nicht wissen, zumal von „Hinspiel“ die Rede war. Die rund 8.700 Zuschauer damals waren auch ’nur‘ knapp 3.000 mehr als dieses Jahr gegen Bad Neuenahr.
    Dass die Stimmung in der VW-Arena so gut war, hat wahrscheinlich weniger mit der Bauart des Stadions zu tun als mit der Tatsache, dass es eine Meisterschaft zu feiern gab…

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