Birgit Prinz führt Hoffenheim in die erste Liga

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Die TSG 1899 Hoffenheim wird nach einem dramatischen Remis gegen den 1. FC Köln am letzten Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd in der nächsten Saison erstklassig spielen. Dabei lagen die Gastgeberinnen zur Pause im Rückstand, doch die Einwechslung von Birgit Prinz brachte die Wende, Kölns Antwort kam zu spät.

Mehr als 3 000 Zuschauer
Am Ende reichte der Elf aus dem Kraichgau vor der stattlichen Kulissen von 3 050 Zuschauern, darunter Ex-DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, im Dietmar-Hopp-Stadion ein 3:3 (1:2), um den schärfsten Konkurrenten auf Distanz zu halten, Hoffenheim steht somit nach dem BV Cloppenburg aus der Zweiten Frauenfußball-Bundesliga Nord als Aufsteiger in die Frauenfußball-Bundesliga fest.

Frauenfußball - Birgit Prinz
Die Einwechslung von Birgit Prinz brachte  im Spiel gegen den 1. FC Köln die Wende

Spannender Schlagabtausch
Jasmin Stümper brachte die Gäste aus Köln im Dauerregen mit einem Kopfball in Führung (20.), ehe Theresa Betz mit einem 25-Meter-Schuss der Ausgleich gelang (42.). Doch postwendend hatten die Kölnerinnen wieder eine Antwort parat, Bilgin Defterli sorgte noch vor der Pause im direkten Gegenzug für die neuerliche Führung (43.). Hoffenheim benötigte zumindest einen Punkt für den Bundesliga-Aufstieg. „Ich habe die ganze Zeit gespürt, dass wir noch das eine Tor machen“, so Trainer Jürgen Ehrmann nach der Partie. Und er sollte Recht behalten.

Prinz kommt, Hartel sorgt für Entscheidung
Denn mit der Einwechslung von Ex-Nationalspielerin Birgit Prinz kehrten die Gastgeberinnen auf die Erfolgsstraße zurück (53.). Nur zehn Minuten später gelang der Schweizer Nationalspielerin Martina Moser nach einem wilden Gestocher im Strafraum der Ausgleich (63.) und Susanne Hartel beseitigte in der Schlussviertelstunde alle Zweifel, als sie den Ball über die Linie bugsierte (78.).

Kölner Comeback kommt zu spät
Tugba Tekkal gelang zwar in der Schlussminute noch das 3:3 (90.), doch ein weiterer Treffer wollte den Kölnerinnen nicht mehr gelingen, auch wenn Kölns Torhüterin Lena Nuding sich in der Nachspielzeit noch mit nach vorne begab, als ein Freistoß Hoffenheims Aufstieg noch einmal bedrohte. Somit sicherte sich die TSG 1899 Hoffenheim (56 Punkte) mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Köln die Meisterschaft.

Letzte Aktualisierung am 22.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Sheldon
Sheldon

Schade…

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Tja, ich schreibe da nur -> Sieger-Gen! Birgit mit ihrer ganzen Persönlichkeit und Erfahrung ist dafür explizit prädestiniert.
Glückwunsch an Hoffe und eine gute Saison, in der sie zu einer Bereicherung der Liga werden könnten.

Speedy75
Speedy75

Dieses Jahr hat es also geklappt mit dem Aufstieg.
Für Köln ist es schade allerdings führt der Fraufußball auch beim FC weiterhin ein Schattendasein.

Jetzt bin ich gespannt welche Transfers außer der Dongus-Zwillinge die dort noch vornehmen werden zur neuen Saison.

Lucy
Lucy

Glückwunsch Hoffe 🙂

Marcel
Marcel

Glückwunsch zum Aufstieg Hoffe-Mädels 🙂

So selbstverständlich war das auch nicht mit dem Aufstieg wenn man bedenkt wie jung das Team ist, wenn man mal von Prinz absieht.
Bin mal gespannt ob man da jetzt denn Geldbeutel von Herrn Hopp öffnen darf und ein paar erfahrene Spielerinnen holt.
Der Klassenerhalt wird auf jedenfall nicht leicht sein.

xXx
xXx

Schade für den FC!

Jetzt ist Hoffenheim also auch bei den Frauen in der 1. Bundesliga angekommen, naja. Freuen muss man sich sicherlich nicht darüber.

Homer-Simpson
Homer-Simpson

Ab morgen Abend hat dann Hoffenheim wieder einen Zweitligisten.

Detlef
Detlef

Glückwunsch Hoffenheim!!!
Endlich haben sie es geschafft!!!
Man darf in der Tat gespannt sein, wie viel die Frauen vom großen TSG-Kuchen abbekommen, vor allem dann wenn die Herren absteigen sollten!!!

Für die gleichmäßigere Verteilung der FF-Erstklassigkeit ist es ganz sicher von Vorteil, wenn es keinen weiteren „West-Verein“ mehr in Liga Eins gibt!!!

Mit Cloppenburg im Norden, und Hoffenheim im Süden sieht die Landkarte der ersten Liga schon viel freundlicher aus!!!

sitac
sitac

Ich hier im Süden freue mich : Gratulation an Hoffenheim und vor allem auch an Birgit Prinz. Sie ist für mich eine der sympathischsten und bescheidensten Sportlerinnen überhaupt. Sie ist, soweit ich es mitbekommen habe, ja hauptsächlich als Sportpsychologin in Hoffenheim tätig und ist quasi nur nebenbei in die Spielerliste eingetragen. Tatsächlich hatte sie insgesamt nur sehr wenig Einsätze bisher. Dass sie heute mitgeholfen hat, finde ich super. Ich wünsche Hoffenheim, dass sie das Gesetz „Aufsteiger=sofortiger Wiederabsteiger“ durchbrechen können. Und 3050 Zuschauer sind auch eine Hausnummer. Mal schauen, welche Zahlen der Ligabetrieb mit sich bringt. @Sheldon: Dieses Jahr war jetzt… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Ich bezweifle, dass Hoffenheim in der nächsten Saison irgendeine Rolle spielen wird. Dafür fehlt dem gesamten Team das Know-How für die erste Liga. Das sieht bei Cloppenburg nicht viel anders aus, allerdings haben sie schon deutlich mehr Spielerinnen, die durchaus in der Bundesliga bestehen können und auch schon Bundesliga gespielt haben. @Detlef: Ich frage mich ernsthaft: Wie kann jemand, der von sich behauptet, Turbine-Fan zu sein, ernsthaft mit einem – sagen wir es, wie es ist – Retortenclub wie Hoffenheim sympathisieren? Dafür fehlt mir jedes Verständnis! Ich weiß, dass ich da selbst nicht viel besser bin, als Werder-Fan, der mit… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

Glückwunsch nach Hoffenheim, auch zu der beeindruckenden Zuschauerzahl! Man darf gespannt sein, wie sich die Kraichgauerinnen nächste Saison in der höchsten Spielklasse präsentieren werden.

Die Frauen der TSG sind jedenfalls schon „1899% erstklassig“, ob das auch für die Männer gilt, wird sich heute zeigen…

P.S.: Schande über den SWR, dem der Aufstieg in die Frauen-Bundesliga in seiner Sportsendung keine Meldung wert war; da sind einige andere Regionalprogramme deutlich FF-freundlicher eingestellt!

Karl
Karl

@sheldon: Ich finde es nicht ganz einleuchtend 1899 Hoffenheim einen Retortenverein zu nennen waehrend zum Beispiel Schalke 1904 ein Traditionsverein sein soll ???. Turbine Potsdam und der 1.FFC Frankfurt sind doch auch hoechstens 40 bzw 15 Jahre alt und keine Retortenvereine , wieso also dann Hoffenheim ?

Hullu poro
Hullu poro

Glückwünsche nach Cloppenburg und Hoffenheim zum Aufstieg. Beide Vereine werden es sicherlich schwer haben, aber ich denke, dass Hoffenheim evtl. leichte Vorteile hat. Ob´s für beide zum Klassenerhalt reicht?

Ich habe das Gefühl, dass die Bundesliga und die 2. Bundesliga immer weiter auseinander driften. Eine eingleisige 2. Bundesliga mit 14 Mannschaften wäre wünschenswert.

Detlef
Detlef

@Sheldon, Ich behaupte mal, daß Du überhaupt keinen Schimmer hast, welche Arbeit in den letzten Jahren in Hoffenheim gemacht wurde!!! Ich frage mich nur, wie Du ständig solch abstruse Behauptungen aufstellen kannst??? Und es will mir nicht in den Kopf, warum man ständig von „Retortenklubs“ spricht??? Warum heißt der Verein wohl 1899 Hoffenheim??? Weil der Verein genau in diesem Jahr gegründet wurde!!! TURBINE POTSDAM gibt es erst seit 1955!!! Merkst Du was??? Und die Tatsache, daß es wahrscheinlich nicht von Beginn an schon eine Fußballabteilung gegeben hat, geschweige denn eine Frauenmannschaft, macht doch daraus keinen Retortenverein!!! Als TURBINE-Fan freut es… Weiterlesen »

Averna13
Averna13

Kopf hoch Kölnerinnen! Das war eine super Saison. Nächstes Jahr seid Ihr dran!

hannibal
hannibal

Averna13: „Kopf hoch Kölnerinnen! Das war eine super Saison. Nächstes Jahr seid Ihr dran!“

Ich hoffe für den 1.FC Köln, dass denen nächste Saison nicht der SC Sand in die Quere kommt. Das wäre dann so ähnlich wie früher der FCR Duisburg in der 1. Liga: Der ewige Zweite.

Zaunreiter
Zaunreiter

Mich nervt die ewige Diskussion um Traditionsverein, Plastikverein oder Retortenverein. Tradition alleine macht mir meinen Kühlschrank nicht voll. Ich finde es gut, dass der VfL Wolfsburg die CL gewonnen hat, finde es interessant, wie sich Leverkusen mit Obliers in der Bundesliga eingerichtet hat und beglückwünsche Hoffenheim zum Aufstieg. Ebenso beglückwünsche ich Cloppenburg. Ich hätts halt für den Westen besser gefunden, wenn die „Geissen“ (so als Pendant zu den „Geissböcken“ 😉 ) aufgestiegen wären und es da jetzt ein paar mehr Derbys gegeben hätte. Und wenn der Herr Hopp die Schatulle weiter aufmacht, hätt ich auch nichts dagegen. Und – ein… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

@Detlef: Nicht einmal die Retorte ist das Problem. Retorten sind künstlich erzeugte Produkte. Das Problem sind ihre Nebenwirkungen. Sie gehen nicht den klassischen Weg, indem sie sich durch sehr viel und langwierige Arbeit Stück für Stück den Weg nach oben kämpfen (wie es beispielsweise in Sandhausen der Fall ist), sondern sie werden über Geld und damit den Transfer von massig Spielern und Trainern von außerhalb in kürzester Zeit hochgepusht, um dann schnell wieder zu fallen. Symbol dafür sind nunmal im deutschen Fußball Mannschaften wie Wolfsburg und Hoffenheim. Durch den fehlenden Unterbau im Jugendbereich wirken sich kleinste Veränderungen fatal aus, auch… Weiterlesen »

Linda
Linda

Den VfL Wolfsburg gibts seit 1945, Frauenfußball gibt es in Wolfsburg seit 1973, es begann mit dem VfR Eintracht Wolfsburg. Die Herren stiegen 1997 in die Bundesliga auf ohne Volkswagen zu gehören, sie hatten einen mittelmäßigen Zweitligaetat, aber große Kicker mit viel Identifikation wie Präger oder den heutigen Fanbeauftragten Ballwanz. Verwende bitte den Begriff Retortenclub nicht in Verbindung mit unserem Verein, schon gar nicht mit der Beschreibung „exemplarisch“. Das ist absurd, genauso wie deine Argumentation, denn der VfL Wolfsburg hat eine der besten Jugendarbeiten Deutschlands (z.B. A-Jugendmeister 2011), was noch fehlte war die Durchlässigkeit, aber das sieht ja nun auch… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Sheldon schrieb; „Mir ist auch ehrlich gesagt, ziemlich egal, wie in Hoffenheim in den letzten Jahren gearbeitet wurde. Solange dieser Verein diesen Namen trägt, ist alles, was dort geschieht, absolut irrelevant.“ Für Dich mag das so sein!!! Aber nicht für die vielen Leute bei Hoffe, die seit Jahren an diesem Erfolg gearbeitet haben!!! Und Deine Argumente aus der Männer-Buli sind ja geradezu lächerlich!!! Du bringst hier Hoffenheim und Wolfsburg als Beispiele für Erfolg und Mißerfolg!!! Was ist denn mit Bremen, oder dem FCK??? Alle beide waren schon mal Meister bzw Pokalsieger, und wo stehen sie jetzt??? Sind das jetzt auch… Weiterlesen »