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2013

Wolfsburg festigt Spitze, Frankfurt auf Platz zwei

Nur drei Tage nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League hat der VfL Wolfsburg am 17. Spieltag der Frauen- Bundesliga mit einem fulminanten Sieg gegen die SGS Essen seine Spitzenposition gefestigt. Der 1. FFC Frankfurt verbesserte sich mit einem Kantersieg gegen den VfL Sindelfingen auf den zweiten Platz.

Wolfsburg gibt sich keine Blöße Vor 616 Zuschauern kamen die Wölfinnen auch ohne die verletzten Mittelfeldspielerinnen Viola Odebrecht und Lena Goeßling im heimischen Stadion am Elsterweg zu einem 6:0 (2:0)-Sieg, es war der 23. Heimsieg in einem Pflichtspiel in Folge. Kapitänin Nadine Keßler eröffnete mit einem Abstauber den Torreigen (15.), ehe Anna Blässe den Halbzeitstand herstellte (44.). In der zweiten Halbzeit schraubten Laura Vetterlein (59.), Navina Omilade-Keller mit ihrem ersten Saisontreffer (70.) und zweimal Conny Pohlers (77., 79.) das Ergebnis in die Höhe. Wolfsburg hat mit 38 Punkten somit weiterhin vier Punkte Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger, der seit heute 1. FFC Frankfurt heißt.

Sieg dank individueller Klasse Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt. Zum Glück haben wir unsere individuelle Klasse ausspielen können und die Situationen eiskalt zu Toren genutzt. Das 2:0 vor dem Pausenpfiff war für uns Gold wert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gespielt, wie wir es können.” Gäste-Trainer Markus Högner meinte: „Ich bin sehr unzufrieden. Insgesamt, muss ich sagen, hatten wir über 90 Minuten gesehen keine richtige Torchance. Der VfL war unglaublich effektiv und hat mit seiner großen individuellen Klasse die Tore gemacht.”

Weltmeisterin Ando trifft dreimal Die Frankfurterinnen kamen in ihrem Heimspiel gegen Aufsteiger VfL Sindelfingen vor 1 340 Zuschauern im Stadion am Brentanobad zu einem 7:0 (2:0)-Erfolg und liegen nun dank eines mehr ausgetragenen Spiels drei Punkte vor dem 1. FFC Turbine Potsdam , der bereits am Samstag mit 0:2 beim FC Bayern München unterlag . Dabei war die japanische Weltmeisterin Kozue Ando, die erst in der Winterpause verpflichtet wurde , mit drei Toren (26., 68., 88.) beste Torschützin. Die weiteren Treffer gegen die überforderten Gäste erzielten Babett Peter (20.), Sandrine Brétigny (48.), Kim Kulig (56.) und Saskia Bartusiak (75.).

Leverkusen feiert dreckigen Sieg Trotz einer durchwachsenen Leistung setzte Bayer 04 Leverkusen mit einem 2:0 (0:0)-Sieg beim FF USV Jena seinen Aufwärtstrend fort. Für die Werkself war es der dritte Sieg in Folge, die Treffer erzielten Lisa Schwab (72.) und Kathrin Hendrich (85.). „Ich bin nach dem Spiel zu meinem Trainerkollegen gegangen und habe mich für das Ergebnis entschuldigt. Viel schmutziger und dreckiger als wir heute, kann man nämlich kaum gewinnen“, so Leverkusens Trainer Thomas Obliers .

Entwarnung bei Isabelle Linden Die mit einer leichten Zerrung ins Spiel gegangene Isabelle Linden wurde bereits nach einer knappen halben Stunde für Francesca Weber vom Feld genommen. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, sie hat sich bereits letzte Woche eine Zerrung zugezogen und wir wolltem im Hinblick auf die Nationalmannschaft kein Risiko eingehen”, so Obliers auf Womensoccer-Anfrage. Jenas Trainer Daniel Kraus war hingegen trotz der Niederlage zufrieden: „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen.“

Duisburg siegt erneut – Groenen verletzt Ein weiteres Erfolgserlebnis gab es für den finanziell angeschlagenen FCR 2001 Duisburg. Nach dem Erfolg in Sindelfingen kamen die Duisburgerinnen zu einem 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg und haben nun bereits zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Mandy Islacker (41.) und Gülhiye Cengiz (44.) stellten die Weichen auf Sieg, den Gästen aus dem Breisgau gelang durch die Ex-Duisburgerin Hasret Kayikci nur noch der Ehrentreffer (73.). Wermutstropfen für die Duisburgerinnen: Jackie Groenen zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk, eine genaue Diagnose steht noch aus.

Freiburg spendet 2 000 Euro Duisburgs Trainer Sven Kahlert meinte: „Wir haben am Ende verdient gewonnen – mit ein wenig mehr Glück und viel, viel Kampf. Allerdings hat mir überhaupt nicht gefallen, dass wir in der ersten Halbzeit viel zu viele Bälle her geschenkt haben.“ SC-Trainer Milorad Pilipovic meinte: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, haben zweimal geschlafen und sind bestraft worden. In der zweiten Halbzeit war der Auftritt des Teams um einiges besser.” Freiburgs Abteilungsleiterin Birgit Bauer überreichte den Duisburgerinnen einen Scheck in Höhe von 2 000 Euro. „Wir sind seit vielen Jahren mit dem FCR 2001 eng verbunden und wünschen den Duisburgerinnen von Herzen, dass sie ihre Probleme lösen können.“

Mühsamer Erfolg für Bad Neuenahr Der SC 07 Bad Neuenahr tat sich lange schwer, ehe ein schwer erkämpfter 1:0 (0:0)-Sieg gegen Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 in trockenen Tüchern war. Den Treffer des Tages erzielte die neuseeländische Nationalspielerin Sarah Gregorius (67.). Bei den Gästen sah Franziska Bröckl in der Schlussphase wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (80.).