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2013

Bayern München gelingt Pokal-Revanche

Der FC Bayern München erweist sich in der Frauenfußball- Bundesliga weiter als Favoritenschreck: Am 17. Spieltag gewannen die Münchnerinnen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und revanchierten sich somit für die Niederlage im DFB-Pokal -Halbfinale vor knapp vier Wochen.

Beim 2:0 (0:0)-Sieg vor 860 Zuschauern im Sportpark Aschheim wurde Nationalspielerin Lena Lotzen bei nasskalter Witterung mit zwei Treffern (46., 72.) zur Matchwinnerin.

Bayern kämpferisch überragend „Wir haben kämpferisch überragend gespielt“, freute sich Lotzen nach der Partie über die Leistung ihrer Mannschaft. Dabei war es der Gast aus Potsdam, der in der ersten Halbzeit die klareren Torchancen hatte. So musste Bayern-Verteidigerin Amber Brooks bereits früh in letzter Sekunde eine Aktion von Genoveva Anonma unterbinden (2.).

Lotzen im Mittelpunkt Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Münchnerinnen war Lena Lotzen, die bei der ersten guten Gelegenheit der Gastgeberinnen im Strafraum von Pauline Bremer von den Beinen geholt wurde, der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer blieb aber aus (12.). Kurz darauf stand erneut Lotzen im Mittelpunkt, ihren abgefälschten Schuss konnte Naeher jedoch parieren (15.).

Turbine vergibt beste Chancen Die beste Chance der ersten Halbzeit ließ jedoch Anonma aus. Nach einem weiten Abschlag von Naeher verschätzte sich Laura Feiersinger, die Afrikanerin ging allein auf Bayern-Torhüterin Kathrin Längert zu, doch sie schob den Ball am Pfosten vorbei (19.). Bei einem weiten Pass von Yuki Ogimi auf Antonia Göransson war die aufmerksame Längert auf der Hut und kam rechtzeitig aus dem Tor heraus (25.). Und auch bei einem Schuss von Bremer zeigte Längert ihr ganzes Können. Und kurz vor der Pause musste Carina Wenninger in höchster Not klären, als Patricia Hanebeck Längert bereits ausgespielt hatte (42.).

Turbine-Abwehr schläft beim Gegentreffer Doch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ging der FC Bayern München in Führung, nach einer Flanke von Feiersinger nutzte Lotzen eine Unachtsamkeit in der Potsdamer Hintermannschaft eiskalt zur Führung aus (46.). „Da haben nach dem Anstoß gleich drei unserer Spielerinnen geschlafen“, monierte Turbine-Trainer Bernd Schröder, während die Torschützin konstatierte: „Nach der Führung lief es für uns fast von allein.“

Bayern immer sicherer Die Gäste wirkten nun geschockt, die Bayern bekamen das Spiel immer besser unter Kontrolle. Nach einer knappen Stunde hatte Vanessa Bürki nach tollem Pass von Vicki Schnaderbeck den zweiten Bayern-Treffer auf dem Fuß, doch Naeher klärte per Fußabwehr und Feiersinger traf den Nachschuss nicht richtig (59.). Die Gäste waren zwar bemüht, ihrem Offensivspiel etwas mehr Struktur zu verleihen, doch insgesamt blieben die Aktionen harmlos und verpufften.

Lotzen sorgt für Entscheidung Besser machten es die Münchnerinnen, Lotzen fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und traf mit einem sehenswerten Treffer zum 2:0 (72.). In der Schlussphase kam Potsdam einem Treffer noch einmal nahe, doch Längert drehte einen Anonma-Schuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten (86.).

Starke Längert Bayern-Torhüterin Längert, die sich mit ihrer fehlerfreien Leistung für einen Länderspiel-Einsatz empfahl, meinte nach der Partie: „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, das ist lange nicht mehr passiert gegen Potsdam. Einziger Wermutstropfen ist, dass wir letzte Woche in Leverkusen verloren haben, sonst wäre der Dreier heute doppelt schön.“

Schröder: „Nicht unverdient verloren” Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: „Wir haben nicht unverdient verloren, denn wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt. Es war ein würdiges Spitzenspiel und die Mannschaft, die ihre Chancen genutzt hat, hat heute gewonnen. Wir haben nach dem Gegentreffer nicht mehr ins Spiel gefunden.“

FC Bayern München – 1. FFC Turbine Potsdam 2:0 (0:0) 1. FFC Frankfurt – VfL Sindelfingen (31.3., 11 Uhr) FF USV Jena – Bayer 04 Leverkusen (31.3., 11 Uhr) VfL Wolfsburg – SGS Essen (31.3., 13 Uhr) FCR 2001 Duisburg – SC Freiburg (31.3., 14 Uhr) SC 07 Bad Neuenahr – FSV Gütersloh 2009 (31.3., 14 Uhr)