Das Spitzentrio will auswärts punkten
Am 16. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga kämpft das Spitzentrio in Fernduellen um den Erhalt der Meisterschaftschancen. Dabei müssen alle drei Teams auswärts antreten – die Frankfurterinnen bei der Mannschaft, die ihnen in der Hinrunde überraschend einen Punkt abnahm. Die Partie des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg wird live auf DFB-TV übertragen.
Um 14 Uhr ist Anstoß im Freiburger Möslestadion, wo es zu einer Neuauflage des Pokalhalbfinals kommt, das der VfL vor drei Wochen klar mit 5:0 für sich entscheiden konnte .
Popp einsatzbereit „Wir werden versuchen, aus dem Pokalspiel unsere Lehren zu ziehen und werden verändert auftreten“, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic. „Wir wollen gut dagegen halten und Wolfsburg Paroli bieten. Vielleicht gelingt uns dann eine Überraschung.“ Verzichten muss Pilipovic dabei auf Fiona O’Sullivan, Sonja Giraud, Selina Nowak und die Langzeitverletzte Jobina Lahr. „Das ist für uns eine zusätzliche Motivation und Herausforderung. Wir wollen natürlich trotz der angespannten personellen Situation alles aus dem Spiel herausholen,“ gibt sich Pilipovic kämpferisch. Auf Wolfsburger Seite steht Alexandra Popp zur Verfügung. „Alex Popp hat sich gegen Rossiyanka nichts gebrochen. Die Hand ist zwar noch geschwollen, aber mit einem entsprechenden Verband wird sie am Sonntag einsatzfähig sein“, so VfL-Trainer Ralf Kellermann.
Turbine reist ins Ahrtal Der Tabellenzweite aus Potsdam reist unterdessen zum SC 07 Bad Neuenahr . Momentan haben die Potsdamerinnen 28 Punkte auf dem Konto und liegen damit – bei noch einem Spiel in der Hinterhand – vier Zähler hinter Spitzenreiter Wolfsburg. Punktgleich mit Potsdam auf dem dritten Rang liegt der 1. FFC Frankfurt, der allerdings ebenfalls bereits eine Partie mehr absolviert hat als Potsdam.
Frankfurt ist gewarnt Die Frankfurterinnen treten beim FSV Gütersloh 2009 an – jenem Team, das im Hinrundenspiel beim 1:1 einen überraschenden Punktgewinn in Frankfurt feiern konnte. Gleichzeitig ist dies aber auch der bislang letzte Zähler, den die Ostwestfälinnen sammeln konnten. Im Anschluss musste der Aufsteiger ausschließlich Niederlagen einstecken. Dennoch zeigt der FFC Respekt und bereitete sich unter der Woche mit intensiven Einheiten auf Kunstrasen auf die Begebenheiten in der Tönnies-Arena vor.
„Dass eine solche Partie allerdings auch gegen einen Aufsteiger kein Selbstläufer ist, haben wir gerade beim 1:1 im Hinspiel gesehen. Der Kader besteht aus etlichen erstligaerfahrenen Spielerinnen. FSV-Trainer Markus Graskamp hat eine sehr klare Linie und deutliche Vorstellungen davon, Fußball spielen zu lassen. Wir werden aber hochkonzentriert und -motiviert in diese Begegnung gehen, um die nächsten drei wichtigen Punkte zu verbuchen,“ sagt FFC-Trainer Philipp Dahm, der auf Fatmire Bajramaj, Simone Laudehr und Bianca Schmidt verzichten muss.
Kellerduell in Sindelfingen Am anderen Ende der Tabelle spielt sich das Duell zwischen dem VfL Sindelfingen und dem FCR 2001 Duisburg ab. Duisburgs Trainer Sven Kahlert hat sich am vergangenen Wochenende den Punktgewinn der Sindelfingerinnen beim SC Freiburg angeschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass „uns in Sindelfingen ein heißer Kampf erwartet, den wir auf keinen Fall verlieren wollen.“ Bislang sind die Duisburgerinnen allerdings auswärts noch nie als Sieger vom Platz gegangen, verletzungsbedingte Ausfälle beklagen sie aber zumindest nicht. Lediglich Barbara Müller und Dolores Silva fehlen gelbgesperrt.
Essen empfängt den USV Unterdessen reist der FF USV Jena zur SGS Essen. Die Essenerinnen stehen mit derzeit 18 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang, haben vor der Partie gegen die Thüringerinnen jedoch insgesamt neun verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams ins Jena 1:1.
Bayern vor Sprung auf Rang vier Außerdem empfängt Bayer 04 Leverkusen den FC Bayern München . Während es für die Rheinländerinnen vor allem darum geht, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter zu vergrößern, könnte der FCB mit einem Sieg auf den vierten Tabellenplatz klettern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der SC Freiburg nicht gegen den VfL Wolfsburg gewinnt.