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2013

Wolfsburg zittert, Potsdam und Frankfurt souverän

Am 16. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga hat sich das Spitzentrio keine Blöße gegeben. Doch während der 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam souveräne Siege feierten, musste der VfL Wolfsburg bis in die Nachspielzeit zittern.

Beim 2:1 (0:1)-Sieg beim SC Freiburg geriet Tabellenführer Wolfsburg nach einem von Juliane Maier verwandelten Foulelfmeter (28.) nach vorhergehendem Foul von Luisa Wensing an Marina Makanza sogar mit 0:1 in Rückstand und verlor den Spielfluss.

Wolfsburg kommt ins Schwimmen „Wir haben die ersten zehn bis 15 Minuten ordentlich angefangen, aber mit dem Elfer völlig die Linie verloren“, urteilte VfL-Trainer Ralf Kellermann. „Der Elfmeter hat uns das Genick gebrochen“, wurde Stürmerin Conny Pohlers noch drastischer. Die Gastgeberinnen hatten bis zur Pause sogar die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, verpassten es aber, nachzulegen.

Müller kommt, foult und trifft Das rächte sich nach dem Seitenwechsel, denn Kellermann schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Auch die Einwechselung von Nationalspielerin Lena Goeßling zeigte Wirkung. In der 53. Minute traf Alexandra Popp nach einer Ecke nur die Latte. Kurz darauf wurde Martina Müller eingewechselt. Deren erste Handlung war zwar nach nicht einmal 60 Sekunden ein Foul an Melanie Leupolz, für das es die Gelbe Karte gab. Doch die Umstellung auf die Doppelspitze mit Conny Pohlers und Müller sollte sich auszahlen.

Viele Chancen in der Nachspielzeit In der 64. Minute behielt SC-Torfrau Laura Benkarth beim Schuss von Viola Odebrecht noch die Oberhand, gegen den Nachschuss von Müller war sie machtlos. Es stand 1:1. In der Folge hatten die Gastgeberinnen Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. In der 79. Minute setzte Pohlers einen Flugkopfball am Tor vorbei. In der Nachspielzeit ließ zunächst Müller die Möglichkeit zur Führung aus, als sie freistehend am Tor vorbei schoss, kurz darauf köpfte Pohlers am Kasten vorbei. Kurz darauf machte sie es jedoch besser, als sie frei zum Schuss kommend zur 2:1-Führung einnetzte (90.+4).

Potsdam gewinnt in der Kurstadt Auch die Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam und 1. FFC Frankfurt feierten Auswärtssiege. Die Potsdamerinnen kamen zu einem klaren 3:0 (2:0)-Sieg beim SC 07 Bad Neuenahr. Weltmeisterin Yuki Ogimi brachte den Deutschen Meister vor 405 Zuschauern in der 13. Minute in Führung. Antonia Göransson (24.) erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel gelang Genoveva Anonma (83.) der 3:0-Endstand.

Garefrekes trifft dreifach Der 1. FFC Frankfurt gewann beim FSV Gütersloh 2009 mit 5:2 (4:1). Vor 1303 Zuschauern gelang Kerstin Garefrekes bereits in der fünften Minute die Führung. Die konnte Maren Wallenhorst jedoch nur sieben Minuten später egalisieren. Bis zur Pause sorgten die Tore von Tameka Butt (13.), Kim Kulig (27.) und Garefrekes (30.) jedoch für die Entscheidung. In der zweiten Halbzeit machte die im Sturm aufgebotene Garefrekes (49.) mit dem 4:1 ihren dritten Treffer. Nina Claassen konnte für die Gastgeberinnen in der 63. Minute nur noch auf 2:5 verkürzen.

Erster Auswärtssieg für Duisburg Durch die neuerliche Niederlage des FSV konnte der FCR 2001 Duisburg seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge auf sieben Punkte vergrößern. Denn der FCR feierte beim 3:0 (1:0) bei Schlusslicht VfL Sindelfingen den ersten Auswärtserfolg der Saison. Für die Duisburgerinnen, die kurzfristig auf die verletzte Lieke Martens verzichten mussten, traf Jennifer Oster (13.) aus 14 Metern von halbrechts zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Mandy Islacker (75.) und Jackie Groenen (89.) vor lediglich 80 Zuschauern auf 3:0. Bei den Gastgeberinnen sah Nicole Loipersberger wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Torhüterin Bellinghoven zurück „Wir gehen hier nach den vielen Ausfällen personell auf dem Zahnfleisch und hatten nur noch elf bundesligaerfahrene Spielerinnen im Kader. Bedenkt man dann noch den sehr schwierigen Platz, dann kann man diesen Sieg gar nicht hoch genug einschätzen. Jetzt können wir etwas beruhigender arbeiten“, zeigte sich FCR-Trainer Sven Kahlert nach dem Spiel erleichtert. Überraschung auf der Bank: Dort saß die frühere Torhüterin Christina Bellinghoven , die nach einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt wieder in Duisburg ist und bis zum Saisonende aushelfen wird.

FCB verliert in Leverkusen Unterdessen besiegte Bayer 04 Leverkusen den offensiv ausgerichteten FC Bayern München mit 2:1 (0:1). Ivana Rudelic hatte in der 28. Minute für die Gästeführung gesorgt, doch nur Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit glich Carolin Simon für die Werkself aus. In der 78. Minute gelang Lisa Schwab der Siegtreffer zum 2:1.

Remis in Essen Mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden endete die Begegnung zwischen der SGS Essen und dem FF USV Jena. Vor 530 Zuschauern brachte Carolin Schiewe die Gäste per Foulelfmeter in der 36. Minute in Führung. Doch die hielt keine sechzig Sekunden, dann glich Irini Ioannidou für die SGS aus. In der zweiten Halbzeit umgekehrte Vorzeichen: Diesmal waren es die Essenerinnen, die durch ein Elfmetertor von Sabrina Dörpinghaus (66.) vorlegten. In der 84. Minute traf die neuseeländische Nationalspielerin Ria Percival jedoch zum Ausgleich.

Kraus lobt Moral „Mit dem Punkt heute können wir zufrieden sein. Die Mannschaft hat nach dem Rückstand eine sehr gute Moral gezeigt. Allerdings haben wir die nötige Zweikampfstärke vermissen lassen und waren oft zu spät am Ball. Das müssen wir in den nächsten zwei Heimspielen verbessern“, so Jenas Trainer Daniel Kraus.