Champions League: Wolfsburg will Grundstein fürs Halbfinale legen
Heute Abend empfängt der VfL Wolfsburg im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League den WFC Rossiyanka (ab 18 Uhr live auf Eurosport). Mit einem guten Ergebnis will der Favorit in der VfL-Arena die Weichen fürs Weiterkommen stellen.
Während im Süden zweistellige Temperaturen einen ersten Hauch von Frühling verbreiten, hat der Winter den Norden noch fest im Griff. Aus diesem Grund mussten die Niedersachsen vom Stadion am Elsterweg in die große VfL-Arena umziehen , die über eine Rasenheizung verfügt.
Umzug in die Arena Die Vorfreude auf das Duell mit dem vom ehemaligen HSV-Trainer Achim Feifel trainierten russischen Meister ist groß. „Wir freuen uns alle sehr darauf. Und es ist dazu noch ein schöner Bonus, dass wir jetzt in der Arena spielen können. Ich glaube schon, dass es motivierend ist“, sagt Lena Goeßling . Es ist ein Zeichen der Anerkennung, aber sicherlich auch dem dicht gedrängten Terminkalender geschuldet, dass der Umzug in die Arena einer Spielabsage vorgezogen wurde.
Kapitänin Keßler fehlt Nadine Keßler , die wegen ihrer im Finale des Algarve Cups erlittenen Verletzung nicht mitwirken kann, warnt im Video-Interview auf UEFA.com vor dem auf europäischer Bühne erfahrenen Gegner. „Wir wissen natürlich, dass russische Mannschaften generell eine sehr robuste Spielweise haben. Rossiyanka ist gespickt mit guten Einzelspielerinnen und immer für eine Überraschung gut. Mit ihrem neuen deutschen Trainer werden sie gut auf uns eingestellt sein. Das wird definitiv eine harte Partie.“
Popp: „Haben keinen Druck“ Alexandra Popp gab sich vor dem neuerlichen Auftritt auf europäischer Bühne gelassen. „Wir können als Neuling ohne Druck in die Partien gehen, wir haben niemandem etwas zu beweisen.“ Und sie erklärt weiter: „Unser Ziel war es, ins Viertelfinale zu kommen, das haben wir erreicht. Jetzt heißt es weiter darauf aufbauen. Und mit einem Quäntchen Glück kommen wir auch eine Runde weiter.“
Wolfsburg nur schwer ausrechenbar Zumal sie glaubt, dass der VfL für den Gegner nur schwer auszurechnen ist: „Wir stehen defensiv gut und sind offensiv sehr flexibel, auch unsere Abwehr- und Mittelfeldspielerinnen sind torgefährlich, da kann sich der Gegner nur schwer darauf einstellen.“ Ein Ausscheiden der Wolfsburgerinnen wäre eine Überraschung, denn schon längst wird der VfL quer durch Europa als ein heißer Anwärter auf den Champions-League-Titel gehandelt.
Feifel: „Wolfsburg auf einem Niveau mit Lyon“ „Den VfL sehe ich auf einem Niveau mit Olympique Lyon“, sagt etwa Rossiyanka-Trainer Achim Feifel voller Anerkennung und nicht aus purem Understatement. Rossiyanka bereitete sich mit einem Trainingslager auf Zypern und in Wuppertal sowie einigen Testspielen, unter anderem gegen Bayer 04 Leverkusen , auf die Champions-League-Partien vor. Im letzten Ligaspiel reichte es für den Tabellenzweiten Anfang des Monats nur zu einem 1:1 gegen den Vorletzten der Liga.
Fünf vorbelastet Fünf Spielerinnen gehen mit einer Gelben Karte vorbelastet in das Hinspiel. Dennoch versprüht Feifel Optimismus: „Natürlich rechne ich mir für uns trotzdem Chancen aus. Ich weiß, dass meine Spielerinnen alles geben werden. Wir sind ein tolles Tam und wollen ins Halbfinale einziehen.“
Vorteil Rossiyanka Doch ein Vorteil liegt klar auf Seiten Rossiyankas: Während Feifel den VfL Wolfsburg und seine Spielerinnen in- und auswändig kennt, konnte Ralf Kellermann nur beschränkt Eindrücke vom Gegner sammeln. Denn zum Zeitpunkt der Auslosung ging die russische Meisterschaft in die Winterpause, so dass nur wenig aktuelles Videomaterial gesichtet werden konnte. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir optimal auf das Spiel gegen den Russischen Meister vorbereitet sind”, ist sich Kellermann dennoch sicher, dass seine Elf bestehen wird .