Ordentliche Ausgangsposition für Wolfsburg

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Trotz einer 2:0-Führung und einer Spielerin mehr auf dem Platz musste sich der VfL Wolfsburg im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League gegen den WFC Rossiyanka am Ende mit einem 2:1-Sieg gegen den WFC Rossiyanka zufrieden geben. Dennoch reisen die Wolfsburgerinnen optimistisch zum Rückspiel in acht Tagen nach Moskau.

Vor 1 971 Zuschauern in der VfL Wolfsburg Arena schienen die Gastgeberinnen nach den Treffern von Alexandra Popp (5.) und Martina Müller (32.), überlegener Spielweise und dem Platzverweis gegen die Russin Olesya Mashina bereits mit einem Bein im Halbfinale zu stehen, doch ein Eigentor von Josephine Henning (46.) sowie die durch den Schneefall erschwerten Platzbedingungen brachten das Wolfsburger Spiel in der zweiten Halbzeit aus dem Konzept.

Popp trifft früh
Dabei hatten die Wolfsburgerinnen in der ersten Halbzeit gleich eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen gegen den zu Beginn der Partie mit dem hohem Tempo der Wolfsburgerinnen und dem Mittelfeld-Pressing nicht klar kommenden russischen Meister. Eingeleitet von Lena Goeßling traf Popp nach Pass von Luisa Wensing zur frühen Führung. Die Nationalspielerin kam weiteren Treffern nah, etwa bei einem Kopfball oder später einer Eins-zu-Eins-Situation gegen Torhüterin Elvira Todua.

Müller baut Führung aus
Der Gast kam nur selten vor das Wolfsburger Tor, doch wenn, wurde es gefährlich, etwa als Olga Petrova nach einem Freistoß freistehend zum Schuss kam und Alisa Vetterlein ihr ganzes Können aufbieten musste, um den Ausgleich zu verhindern. Doch es war erneut Wolfsburg, das ins Schwarze traf. Müller verwertete aus kurzer Distanz eine Hereingabe von Zsanett Jakabfi – eine Kopie des ersten Tores, eine im Training oft eingeübte Variante. Popp zog sich noch vor der Pause eine schmerzhafte Verletzung an der Hand zu, erst eine genauere Untersuchung am Donnerstag wird die Schwere der Verletzung enthüllen.

Martina Müller
Martina Müller erzielte den zweiten Wolfsburger Treffer © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Eigentor und Schnee bringen Wolfsburg aus dem Konzept
Als Mashina dann nach einer Notbremse gegen Popp vom Feld musste, schien alles in die Karten der Wolfsburgerinnen zu spielen, doch Faißt hatte Pech, als sie kurz vor der Pause nur die Latte traf. Eine kalte Dusche gab es dann nach wenigen Sekunden in Halbzeit zwei: Henning lenkte einen Schuss von Nompumelelo Nyandeni ins eigene Tor, der Gegentreffer in Überzahl traf die Wolfsburgerinnen im Mark. Der immer schwerer bespielbare Rasen erschwerte das Kombinationsspiel der Wolfsburgerinnen sichtlich, Rossiyanka stand nun auch besser organisiert.

Chancenarme zweite Halbzeit
In der an hochkarätigen Chancen eher armen zweiten Halbzeit warf Wolfsburg zwar in der Schlussviertelstunde noch einmal alles nach vorne, doch auch die eingewechselten Stürmerinnen Conny Pohlers und Lina Magull konnten an diesem Abend keine Glanzlichter mehr setzen, so dass der VfL Wolfsburg am Ende nur mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel reist, das am kommenden Donnerstag im Luzhniki-Stadion von Moskau ausgetragen wird.

UEFA Women’s Champions League, Viertelfinale, Hinspiele, Ergebnisse

VfL Wolfsburg – WFC Rossiyanka 2:1 (2:0)
Arsenal LFC – ASD Torres Calcio 3:1 (2:0)
Olympique Lyonnais – LdB Malmö 5:0 (2:0)
FCF Juvisy – Kopparberg/Göteborgs FC 1:0 (1:0)

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  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 14.12.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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MatzeDer KönigAliceSheldonH2O Neueste Kommentartoren
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enthusio
enthusio

Sagenhaft, welche Überlegenheit Lyon in diesem Wettbewerb auch diesmal wieder an den Tag legt: Malmö wird mal eben mit 5:0 abgefertigt und kann das Rückspiel schon ganz locker wie ein Testspiel vor der Saisoneröffnung angehen. Arsenal dürfte nach dem 3:1 gegen Torres auch eine Runde weiter sein. Wolfsburg schließlich wird im Rückspiel mit Keßler – trotz Kunstrasen – bestimmt nicht noch einmal soviele Chancen liegen lassen und kann sich im Halbfinale schon mal innerlich auf „die Rache für Potsdam“ vorbereiten. Und Juvisy würde auch ein Weiterkommen gegen Göteborg nach dem heutigen 1:0 nicht viel nützen, denn im Halbfinale wäre gegen… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Nach diesem Spiel stellen sich mir einige Fragen: 1. Wie kann man ein solches Spiel überhaupt austragen? Der Boden wurde immer schlechter, der Ball stoppte in der zentimeterhohen Schneeschicht, vernünftiger, technisch sauberer Fußball war nicht zu leisten. Hieß es nicht, es gäbe eine Rasenheizung? Ein Dach wäre nächstens vielleicht besser. 2. Wie kann man von einer ordentlichen Ausgangsposition für Wolfsburg sprechen? Eine ordentliche Ausgangsposition für Wolfsburg wäre ein 3:0, 4:0 gewesen, nicht so ein dahingezittertes 2:1. Das kann noch ordentlich nach hinten losgehen. Am Ende konnte man sogar noch froh sein, dass Vetterlein eins, zwei Male ordentlich aufgepasst hat, sonst… Weiterlesen »

kunigunde
kunigunde

Rache für Potsdam? Das wird nicht eintreffen. Lyon wird Wolfsburg die Grenzen aufzeigen.

gerd.karl
gerd.karl

malmö hat eine sehr schlechte abwehr, deshalb hat man ja ratke geholt.
die muss sich aber erst mal einspielen.

und immer wieder das selbe, hat sheldon das spiel wolfsburg- rossyanka überhaupt gesehen.
es hat nur eine mannschaft nach vorne gespielt und das war wolfsburg, mit kessler im rückspiel machen sie alles klar.

es wird aber deutlich , das wolfsburg in der zweiten reihe verstärkt werden muss.

hartmann kann kessler nicht ersetztn, da muss wolfsburg ein bisschen geld in die hand nehmen und einkaufen, das werden die wolfsburger in der neuen saison auch tun.
rapinoe oder heath wären gut, man hört gerüchte in einigen blogs.

enthusio
enthusio

@gerd.karl:
Hartmann hat Keßler nicht ersetzt, sondern in der Innenverteidigung gespielt. Goeßling hat dagegen die Keßler-Position übernommen, Blässe und Müller die Außenpositionen besetzt, Jakabfi neben Popp im Sturm gespielt.

Dadurch daß Popp letztlich mehrere Torchancen ausgelassen hat, ist der von mir im Vorfeld erwartete höhere Wolfsburger Sieg ausgeblieben. Ein Sieg Rossiyankas im Rückspiel käme für mich aber bei der Wolfsburger Spielstärke schon fast einer Sensation gleich.

Sheldon
Sheldon

@enthusio/gerd karl: Natürlich wäre ein Sieg von Rossiyanka eine Überraschung, aber wieso sollte es dazu nicht kommen? 1. auch Rossiyanka hatte seine beste Scorerin auf der Bank. 2. ein einziges Tor reicht und schon ist es vorbei. Ich erinnere mich nur an Bayern-Arsenal. Bayern hat das Spiel gemacht, Arsenal die Tore. Und das Rossiyanka überraschend treffen kann, hat man gesehen. Ich sage nicht, dass es wahrscheinlich ist. Ich sage aber, dass es durchaus möglich ist, dass Rossiyanka diese Ausgangssituation nutzen kann. Die waren viermal vorm Tor, zweimal wurde es richtig gefährlich. Einmal Tor, einmal sensationell gehalten. Und wenn Wolfsburg weiter… Weiterlesen »

H2O
H2O

Ein kurzer Bericht zum Spiel. Das Spiel in die VW-Arena zu verlegen war eine sehr gute Idee. Die Stimmung vor, während und nach dem Spiel war richtig gut. Bitte die Championsleaguespiele jetzt immer hier austragen. 🙂 Zu den Platzverhältnissen: Absolut in Ordnung. Während des Spiels hat sich gerade die Seite zur Haupttribüne weiß gefärbt. Der Ball wurde dadurch etwas langsamer, aber das waren normale Bedingungen. @Sheldon: Nach dem Verlassen des Stadiums hat man den Unterschied gesehen. Alles war mit einer mehrere Zentimeter dicken Schneeschicht überzogen, so dass viele erstaunt waren wie wenig Schnee auf das Spielfeld gelang (oder zumindest dort… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

Zusammenfassung der wichtigsten Szenen des Spiels:

Frieda
Frieda

@ Sheldon
„Wie kann man von einer ordentlichen Ausgangsposition für Wolfsburg sprechen?“

Ganz einfach, weil es eine *ordentliche* Ausgangsposition ist! Im Gegenteil zu einer *guten* Ausgangsposition (z.B. 3:1) oder einer *machbaren* Ausgangsposition (z.B. 0:0) oder einer *schweren* Ausgangsposition (z.B. 0:2).

Sie haben gewonnen!

Winter
Winter

Ich finde von Henning kommt nicht viel. Popp wird für meine Belange auch überschätzt (Chancentod).

Alice
Alice

@H2O: Ich schliße mich deiner Zusammenfassung vollens an. Aber wo saßt du denn bitte? Ich scheine mich falsch hingesetzt zu haben und rege mich dann über die mundfaulen Fans auf. Man merkt schon, dass sie voll dabei sind und mitfiebern, aber anstatt mal geschlossen die Stimme zu erheben und die Handschuhe zum angemessenen Klatschen auszuziehen… naja ausbaufähig 😉 Ich will mal nicht progostizieren, dass es am fehlenden alkeholhaltigem Bier lag 😉 Ich freu mich schon lange wieder auf die Sonne als Stimmungsaufheller. @Winter: Josi hatte sicher nicht ihren besten Tag, aber das der VfL über den bisherigen Saisonverlauf nicht mehr… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

@Sheldon: Wie kann man ein solches Spiel überhaupt austragen? –> gemäß den Statuten der UEFA und der Entscheidung de Schiedsrichterin, die diese umsetzt. Der Boden wurde immer schlechter, der Ball stoppte in der zentimeterhohen Schneeschicht, vernünftiger, technisch sauberer Fußball war nicht zu leisten. –> Nirgendwo steht, dass Fußball technisch sauber sein muss. Es muss nur gewährleistet sein, dass die Bedingungen ein Spiel zulassen und für beide Mannschaften gleich sind. Das war gegeben. Hieß es nicht, es gäbe eine Rasenheizung? –> Ja gibt es. Aber wie heiß müsste eine Rasenheizung, die 20 cm unter der Oberfläche liegt, sein, damit frisch gefallener… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

Beim Spiel in Lyon spricht das 5:0 zwar eine deutliche Sprache, ist aber, wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet, sicher 2 Tore zu hoch ausgefallen. Wenn man bedenkt, dass Malmö noch nicht in der laufenden Saison ist, haben sie sich phasenweise ganz ordentlich aus der Affäre gezogen, auch wenn der Sieg von Lyon insgesamt nie gefährdet war. Dramaturgisch lief aber auch alles für den Titelverteidiger. Kurz nach dem sehenswerten 1:0 vergibt Mittag die wunderbar heraus kombinierte erste Großchance für Malmö – im direkten Gegenzug vertändelt Radtke am eigenen Sechzehner den eigentlich schon eroberten Ball, und lädt Schelin somit förmlich zum… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

@Winter: Ich denke, bei Popp muss man differenzieren. Dass sie (derzeit) sehr viele Chancen braucht, ist richtig. An der Effektivität sollte man bei ihr echt arbeiten. Aber sie hat Qualitäten, die keine andere deutsche bzw. in der deutschen Liga spielende Stürmerin hat. Diese körperliche Robustheit, gepaart mit Schnelligkeit, dem Riecher, an der richtigen Position zu erscheinen und überhaupt keine Angst vor Fouls zu haben, dazu der unbändige Wille und auch die Fähigkeit, mal auszuteilen und sich zu wehren – das alles gibt es in dieser Kombination nicht noch einmal. Dazu kommt das vielleicht beste Kopfballspiel mit Keßler zusammen. Wenn man… Weiterlesen »

H2O
H2O

@Alice
Ich saß direkt an der Mittellinie in der fünften oder sechsten Reihe. Also da wo es richtig voll war. 🙂

Wo saßt du?

Sheldon
Sheldon

@Frieda: Von Wolfsburg hätte ich mehr erwartet. In Russland ist es immer schwer zu spielen, egal ob Männer oder Frauen. Ich hätte mir eine bessere Ausgangslage erhofft, damit man sich keine Sorgen mehr machen braucht. Rossiyanka ist extrem giftig und die Torhüterin in der Strafraumbeherrschung sehr gut und robust. In der zweiten Halbzeit wurde nahezu jede Flanke und jede Ecke von ihr abgefangen. Sich nur auf Keßler zu verlassen, diesen Trugschluss sollte man nicht begehen. Man muss endlich an der Chancenauswertung arbeiten und kaltschnäuziger vor dem Tor werden. Und defensiv geht das nicht so wie gestern. Es kann nicht sein,… Weiterlesen »

Alice
Alice

@H2O: Mist, wär ich mal in der Mitte geblieben. Ich saß weiter rechts bei den Trommlern. Hab mir von denen mehr Enthusiasmus erhofft 😉 Naja bei dem Wetter würdem wohl jedem irgendwann die Finger einfrieren.

Der König
Der König

Die Bindung zwischen Mittelfeld und Sturm war manchmal nicht vorhanden.Die fehlende Keßler kann nicht nur nur der Grund gewesen sein und alles auf das Wetter zu schieben ist schwach. Die Chancenverwertung war katastrophal.Popp muss lernen ihren Körper schlau zu nutzen. In jedem Spiel liegt sie mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Boden. Wenn sie so weiter macht ist ihre Karriere in 5 Jahren vorbei. So eine Leistung reicht vielleicht noch im Rückspiel, aber nicht gegen Arsenal.

Der König hat gesprochen.

Matze
Matze

@Alice: Noch mehr Enthusiasmus? 🙂
Ich stand direkt daneben und mir dröhnten die Ohren…..