Algarve Cup: DFB-Elf schlägt Japan

Von am 8. März 2013 – 15.06 Uhr 33 Kommentare

Nach dem Auftakt-Remis gegen Dänemark konnte die DFB-Elf ihr zweites Spiel beim Algarve Cup gegen Japan in Parchal gewinnen.

Beim 2:1 (1:1) im Estadio Municipal da Bela Vista war es Verena Faißt, die die zunächst überlegene DFB-Elf in der ersten Halbzeit in Führung brachte (7.), ehe Mina Tanaka nach einer Standardsituation der Ausgleich für die Japanerinnen gelang (18.). Dzsenifer Marozsán brachte die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid dann mit einem schönen Heber wieder auf die Siegerstraße (50.).

Bundestrainerin Silvia Neid war mit der Leistung ihres Teams zufrieden: „Wir haben gut begonnen, dann aber durch eine Unaufmerksamkeit das 1:1 erhalten. In der zweiten Halbzeit waren wir aber von Anfang an sehr dominant, und haben kaum etwas zugelassen. Wir haben auch unser aufgrund der Platzverhältnisse ein wenig geändert, das hat dem Ergebnis gut getan.“

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Früher Führungstreffer
Anders als noch im Spiel gegen Dänemark ging die DFB-Elf diesmal von Beginn an zielstrebiger zu Werke und wurde im strömenden Regen schnell belohnt, als Faißt, die nach Vorarbeit von Célia Okoyino da Mbabi aus dem Getümmel die frühe Führung gelang (7.). Faißt kam kurzfristig zum Einsatz, weil sich bei Linda Bresonik beim Aufwärmen die Symptome einer Bronchitis verstärkten. Einem weiteren Treffer von Anja Mittag wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. „Wir wollten von Anfang an aggressiver in die Zweikämpfe gehen und ich denke, das ist uns gut gelungen“, so Nadine Keßler, die zum dritten Mal in Folge in der Startaufstellung stand.

Tanaka düpiert deutsche Abwehr
Doch die schwungvolle deutsche Anfangsphase wurde durch den Ausgleichstreffer jäh gestoppt, Tanaka nutzte eine Unsicherheit der deutschen Abwehrreihe zum Ausgleich. Und fortan vermochten die Japanerinnen immer wieder Nadelstiche zu setzen, die die Viererkette vor Probleme stellte. Luisa Wensing hatte Pech bei einem Kopfball, auch Dzsenifer Marozsán ließ eine gute Torchance aus.

 

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Dzsenifer Marozsán gelang der Siegtreffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Dzsenifer Marozsán gelang der Siegtreffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Marozsán trifft mit Glück und Gefühl
Doch anfangs der zweiten Halbzeit gelang der DFB-Elf neuerlich ein schneller Treffer, Marozsán sah, dass die japanische Torhüterin Ayumi Kaihori ein wenig weit vor ihrem Tor stand und hob den Ball geschickt über sie zur 2:1-Führung hinweg (54.).

DFB-Elf kommt mit schwierigen Platzverhältnissen gut klar
Marozsán räumte jedoch freimütig ein: „Der Heber war nicht geplant, da war viel Glück dabei, der Wind hat mitgespielt und die Flugbahn hat sich so ergeben, dass die Torhüterin ihn falsch berechnet hat. Das war ein lustiges Tor.“ Die Deutschen hatten nun auf dem vom Regen völlig durchtränkten Rasen wieder Oberwasser, dennoch blieb Japan gefährlich, etwa als Nahomi Kawasumi Leonie Maier auf und davon lief, ihr Schuss aber knapp am Tor vorbeistrich (56.).

Gute Chancen durch Peter und Okoyino da Mbabi
Doch auch die DFB-Elf hatte weitere gute Chancen, durch Babett Peter die den Ball aus aussichtsreicher Position nicht an Kaihori vorbeibrachte (76.) oder bereits zuvor vor allem Célia Okoyino da Mbabi, die kurz vor ihrer Auswechslung an der glänzend per Fuß reagierenden Kaihori scheiterte (70.). Tanaka hatte bei einem Konter den Ausgleich für Japan auf dem Fuß, doch ihr Heber war zu flach, um Almuth Schult vor ernsthafte Probleme zu stellen, so dass es beim 2:1-Erfolg der Deutschen blieb.

Deutschland – Japan 2:1 (1:1)

Deutschland: Schult – Faißt (82. Huth), Wensing, Bartusiak, Peter – Keßler (46. Odebrecht), Goeßling – Mittag (73. Kerschowski), Marozsan, Maier – Okoyino da Mbabi (70. Popp)

Japan: Kaihori – Ariyoshi, Iwashimizu, Kumagai, Sameshima – Takase, A. Tanaka (46. Y. Tanaka), Utsugi, Kawasumi – Ogimi, M. Tanaka

Tore: 1:0 Faißt (7.), 1:1 M. Tanaka (18.), 2:1 Maroszan (54.)

Gelbe Karte: M. Tanaka

Schiedsrichterin: Margaret Domka (USA)

Algarve Cup, Ergebnisse Tag 2

Deutschland – Japan 2:1
Norwegen – Dänemark 0:0
China – USA 0:5
Island – Schweden 1:6
Portugal – Ungarn 0:2
Mexiko – Wales 0:1

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @metalCORE: Bleiben wir mal fair, zur Zeit gibt es auch keine Potsdamerin, die sich anbieten würde. Kemme, Elsig, Sarholz und Hanebeck sind alle nicht in Form bzw. lange Zeit verletzt gewesen. Eine Spielerin wie Bremer ist noch zu jung und muss sich noch beweisen. Mirlach, Doorsoun und Draws haben einfach nicht die Grundqualität, die sie brauchen, damit Neid was mit ihnen anfangen kann.

    Natürlich ist es auffällig, dass mittlerweile sogar schon Isabel Kershowski nominiert wird, die bei Potsdam schon gut gespielt hat, sich aber nun bei einem Abstiegskampf durchkämpft. Selbst wenn sie dort gute Leistungen bringt, für ne A-Elf ist das nicht genug.

    @Jan: Ich frage mich, wieso du Dänemark vergisst. Sollten sie mit 2 Toren Unterschied gegen Japan gewinnen, dann wird entweder Deutschland oder Norwegen auf Platz 3 durchgereicht. Das muss man immer bedenken! Dänemark ist nicht so schlecht, dass sie gegen Japan chancenlos wären. Auch gegen Deutschland hatten sie einige gefährliche Aktionen und das Spiel hätte auch gut und gerne 1:0 für Dänemark ausgehen können!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    SARA DOORSOUN ist auch noch nicht richtig fit, denn sie war lange verletzt!!!

    ULLA DRAWS ist wohl eine der am meisten unterschätzten Spielerinnen der Bundesliga!!!
    Solange Bartusiak und Krahn auch nur in die erweiterte Auswahl der Natio kommen, wäre ULLA jederzeit eine bessere Wahl!!!

    Und welche „Grundqualitäten“ eine Spielerin haben muß, damit Frau Bundesgöttin etwas mit ihr „anfangen“ kann, möchte ich auch nicht wirklich wissen!!!

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  • Jan sagt:

    @Sheldon,
    mir ging’s lediglich um die Möglichkeit dieser reizvollen Derbys; weniger darum, dass Dänemark noch 1., 2. od. 3. des Turniers werden könnte. Sollten aber die Nadeshikos Dänemark nicht bezwingen u. Gruppenletzter werden, blüht ihnen vllt. nicht nur die Kirschblüte, oder? 😉

    Erfreulich fand ich auch die sofortige Kompromisslosigkeit der dt. Abwehr bei heiklen Situationen; od. wie Schult bei einer jap. Riesenchance sich nicht hat tunneln lassen. 🙂

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  • fisch sagt:

    @metalCORE „…was auf jeden Fall augenscheinlich wird: Sobald eine Spielerin Turbine Potsdam verlässt, erhöhen sich die Chancen signifikant, für die Nationalelf berufen zu werden.“

    Ich kann Dir nur voll zustimmen. Dazu habe ich eine lange Namensliste von ehemaligen Turbinespielerinnen im Sinn. Vor allem, wenn diese dann in F oder WOB angelangt waren, ging’s mit der Natio-Berufung ganz schnell. Selbst Desi Schumann wurde als Ersatztorhüterin von F schon mal nominiert, als Potsdamer Nr.2 niemals. Klar hat @Sheldon recht, in Potsdam gibts augenblicklich wirklich keine echte Kandidatin.
    Cramer ist nur ein Feigenblatt für Frau Neid, die hat eh keine reale Chance.

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  • wrack sagt:

    @ Detlef: „Aber gut im Sinne von EM-Topfavorit, da melde ich mal berechtigte Zweifel an!!!“

    Ich denke schon, dass man Deutschland als einen der Topfavoriten bezeichnen kann. Oder würdest du nun Frankreich auch ausschließen ?
    Die haben seit September (gegen Schottland) nicht mehr gewonnen. 6 Remis in Folge gegen England, Niederlande und je zweimal Deutschland und Brasilien (Und das mit einem Team, dass sich kaum noch ändert). Gegen Brasilien gestern (1:1) ein Eigentor, ein verschossener Elfmeter und der Ausgleich durch Elfmeter in Minute 90+5′. Gegen die Niederlande lief das ähnlich. Und doch bleibt Frankreich für mich einer der drei (Schweden) Topfavoriten.
    Und damit bin ich beim zweiten Thema, denn natürlich ist es egal, wann der Ausgleich fällt und wie, ob der Strafstoß berechtigt ist oder nicht, ob es strafwürdiges Handspiel war oder nicht. Du hast offensichtlich meine Haltung zu diesem Thema nicht verstanden, denn:

    Detlef schrieb: „Bevor die “uralte inoffizielle Regel” zur Anwendung kommt, sollten doch bevorzugt die offiziellen FIFA-Regel gelten!!!
    Es war keine natürliche Armhaltung bei ANJA, und der Ball bekam dadurch erst die entscheidende Richtungsänderung zu Faißt!!!“

    Ich hatte vorher geschrieben: „Klares Handspiel, ja. Und keiner hätte etwas sagen können, wenn das Tor nicht gegeben worden wäre. Aber irregulär ? Nein, denn es gilt die uralte inoffizielle Regel: Tor ist es, wenn die Schiri es gibt…Der Nutzen solcher Betrachtungen leuchtet mir nicht ein…“

    Beim Fußball zählt in allererster Linie das Ergebnis. Deswegen u.a. ist Japan Weltmeister (durch ein reguläres Tor natürlich), obwohl Deutschland im Viertelfinale die „bessere“(ANFÜHRUNGSZEICHEN!) Mannschaft war.

    Egal, ob ein Tor „unberechtigt“ fällt – wenn der Schiri pfeift, zählt es. Natürlich gibt es „Ungerechtigkeiten“ – aber da muss man sich trösten, dass, wenn man lange genug spielt, sich diese irgendwann ausgleichen. Und so kann auch schon einmal ein schlechter Schiedsrichter die Leistung eines Teams aufwerten. Dafür hat ein anderer Schiri sie früher einmal abgewertet 🙂

    Zu den Verschwörungstheorien um Potsdam und die Bundestrainerin habe ich früher schon kritisch Stellung genommen. Wenn euch die eigenen Widersprüche nicht auffallen, ich bin es inzwischen leid, noch darauf hinzuweisen. Cramer tut mir aber ein wenig leid, dass sie hier als Argument („Feigenblatt“) gegen Neid herhalten muss und dies nicht zum erstenmal. Passt sie für einige Potsdamer Fans nicht mehr in die „Weltauswahl“ ? Immerhin ist sie jetzt doch auch Nationalspielerin 😉

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  • fisch sagt:

    Turbine ist ja an deutschen Nationalspielerinnen auch ratzeputz-mausetot leergekauft. Und immer ist es wie mit dem 7-köpfigen Drachen, dem man einen Kopf nach dem anderen abschlägt. Genau das ist ja auch die hochprofessionelle, vom DFB gehuldigte und geförderte Wettbewerbsphilosophie der Geldclubs F und WOB. Deshalb lieben wir Turbinefans diese beiden auch so inniglich.
    Niemand hätte was dagegen, wenn diese Clubs diesbezüglich international agieren würden und nicht Jahr für Jahr so den nationalen Wettbewerb verzerren würden.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Mit Grundqualitäten meine ich, dass Schröder aus manch einer Spielerin eine bestimmte Leistung durch die Art, wie er sie einsetzt, herausholen kann. Diese Leistung könnte Neid aus ihr nicht herausholen und sie würde in der Nationalelf versagen. In Potsdam kann vieles durch den Teamgeist und den unermüdlichen Einsatz füreinander abgefangen. Diese Gruppendynamik hat man in der N11 nicht. Da kommt es nur auf die Leistung des Einzelnen an, was bei 3-4 Tagen Vorbereitungszeit auch verständlich ist.

    Deswegen sehe ich einfach bestimmte Kandidatinnen vorn, und dazu gehören zur Zeit die Potsdamer Spielerinnen nicht. Werden allerdings eine Johanna Elsig, eine Anna-Felicitas Sarholz oder eine Patricia Hanebeck wieder richtig fit und kommen in Form, dann sind das in jedem Fall Alternativen auf ihren Positionen.

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  • never-rest sagt:

    Also ich vermisse seit langem eine Spielidee oder eine besser noch einen Spielsystem in der Frauen-Nationalmannschaft. Damit meine ich nicht nur die Frage, ob mit 4-2-3-1 oder 4-3-3 oder sonstwie aufgestellt wird. Der Aufstellung muss eben auch ein Spielplan zugrunde liegen, wie z.B. Japan (in Topform) mit Ihrem technisch anspruchsvollen Ballbesitzfußball oder Tempo-Umschaltspiel aus einer gesicherten Defensive oder ständiges Gegenpressing und Umschalten über die Flügel oder oder. Gerade im Spielaufbau kommen mir manchmal die Tränen angesichts der vielen leichten Abspielfehler, irgendwie auch kein Wunder bei dem Durcheinander gerade im Mittelfeld, und dass trotz teils herausragender Einzelspielerinnen wie Maroszan, Keßler und Bresonik. Ohne Spielplan entsteht auch kein Spielfluß.

    Dazu gehört dann auch, dass die Trainerin nicht nur nach dem Namen und der aktuellen Form der Spielerinnen aufstellt werden, egal wohin, sondern dannach, welche Postition die Spielerin in dem Spielsystem optimal ausfüllen kann. Wie z.B. Bresonik, Faißt, Behringer, u.a. mit ihren Aufgaben und Positionen ständig auf dem Platz verschoben werden, ohne Rücksicht auf ihre Fähigkeiten, nervt einfach. Wahrscheinlich auch die damit überforderten Spielerinnen selbst.

    Das Spielerinnenpotenzial der Nationalmannschaft ist jedenfalls sehr gut, aber was nützt das, wenn dieses wie beim 1FFC in der Liga mangels spieltaktischer Grundidee nicht optimal auf dem Platz umgesetzt werden kann.

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  • Detlef sagt:

    @wrack,

    Natürlich wird Deutschland als Serieneuropameister im Sommer als Favorit an den Start gehen!!!
    Meine Formulierung sollte lediglich Zweifel daran anmelden, daß wir jetzt schon diese Favoritenrolle mit Substanz ausfüllen!!!
    Das ist definitiv noch nicht der Fall, und die Zeit läuft der Bundesgöttin so langsam davon!!!
    Die wenigen guten Ansätze müssen in den wenigen noch zur Verfügung stehenden Lehrgängen und Testspielen noch weiter gefestigt und verstärkt werden!!!

    Man muß mit den Spielerinnen auskommen die man jetzt zur Verfügung hat!!!
    Auf LIRA und Simon brauchen wir gar nicht erst spekulieren, denn sie werden zur EM definitiv nicht fit und schon gar nicht eingespielt sein!!!
    Für Kulig und SCHMIDTI könnte die Zeit noch reichen, und dafür ist es gut, daß sie für die Algarve geschont werden!!!

    Was jetzt JENNY CRAMER angeht, so dürfte es wohl keinen echten TURBINE-Fan geben, der ihr diese Nominierung nicht von ganzem Herzen gönnen würde!!!
    Die Bezeichnungen „Feigenblatt“, oder wie ich es genannt habe „Quotenpotsdamerin“, waren hauptsächlich auf ihren Einsatzzweck als Krahn-Ersatz gemünzt!!!
    Das ist nicht ihr Spezialgebiet, und da kann sie eigentlich nur schlecht aussehen!!!
    Die Frage darf/muß also erlaubt sein, was man mit so einer völlig deplatzierten Nominierung eigentlich erreichen möchte???

    Hätte man JENNY als Backup für Faißt, bzw als Motivationsverstärker für Behringer ins Team geholt, hätte ich Frau Bundesgöttin Applaus gespendet!!!
    Das ist die Position, auf der sie den größtmöglichen Nutzen fürs Team bringen würde!!!
    Und das Thema Vielseitigkeit muß man hier nicht bemühen, denn JENNY kann auch als Linksfuß auf der rechten Mittelfeldseite, und zur Not auch Abwehr (außen) spielen!!!
    Von Frau Behringer wurde ja auch noch nie verlangt, daß sie sich mal als Abwehrspielerin (zumal noch in der IV) versucht!!!

    @never-rest,
    Ich stimme Dir absolut zu!!!
    Deine Schilderungen beinhalten das, was ich oben als Substanz bezeichnete!!!

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  • Aldur sagt:

    fisch sagt:
    „Dazu habe ich eine lange Namensliste von ehemaligen Turbinespielerinnen im Sinn. Vor allem, wenn diese dann in F oder WOB angelangt waren, ging’s mit der Natio-Berufung ganz schnell.“

    Die Liste würde mich mal interessieren. Außer der angesprochenen Schumann fällt mir da niemand ein, auf den diese Behauptung zutrifft, und deren einmalige Berufung war ja auch eher einem kurzfristigen verletzungsbedingten Torhüterinnen-Engpass geschuldet, und hat sich seither nicht wiederholt.

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  • waiiy sagt:

    Ich verstehe einfach nicht, warum man dem Duo Keßler / Marozsan nicht die Chance gibt, sich langfristig einzuspielen und aneinander zu gewöhnen. Das war gegen Frankreich ganz ordentlich und ausbaufähig. Aber jetzt beim Algarve Cup wird Keßler zurecht gestutzt, indem sie 2 Mal nach 45 Minuten auf die Bank gesetzt wird.

    Dazu wird Marozsan dann auch noch im 1. Spiel im Sturm eingesetzt, was schon an Schwachsinn grenzender Unsinn ist.

    Wie letztes Jahr bei den Olympia-Teilnehmern sehe ich das diesjährige Turnier vor allem als Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Und da wäre es schon sehr wünschenswert, wenn die Kreativität im deutschen Spiel nicht nur den Namen Marozsan trägt, zumal sie den Hang hat, abzutauchen, wenn die Gegenspielerin körperlich härter spielt und konditionell besser ist (was man Beides bei der EM erwarten darf).

    Die Mannschaft sollte sich hier einspielen und vor allem an den Rhythmus gewöhnen, dass man innerhalb weniger Tage immer wieder ein Spiel hat. Da wäre es gerade bei dem Duo wünschenswert, wenn sie das tun dürften. Langfristig werden sie das Herz der Mannschaft sein, wenn man denn Bajramaj auf eine der Außenbahnen schickt, wenn sie wieder fit ist.

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Ich verstehe einfach nicht, warum man dem Duo Keßler / Marozsan nicht die Chance gibt, sich langfristig einzuspielen und aneinander zu gewöhnen.“

    Mich würde eher das Duo Keßler/Odebrecht interessieren. In Wolfsburg ergänzen sich beide auf der ‚Doppel-Sechs‘ nahezu ideal. In der defensiven Phase hat meist Keßler den ‚jagenden‘ und Odebrecht den absichernden Part, während in der offensiven Phase Odebrecht mit ihren strategischen Fähigkeiten aus der Tiefe das Spiel lenkt und Keßler eher ‚zwischen den Linien‘ agiert, den finalen Pass in die Spitze spielt oder selbst torgefährlich wird.
    An der Algarve haben wir diese Kombination bisher noch gar nicht gesehen, da beide nie gleichzeitig auf dem Platz standen. Das Spiel gegen Norwegen könnte also eine gute Gelegenheit sein, das auch in der Nationalmannschaft einmal zu testen.

    „Dazu wird Marozsan dann auch noch im 1. Spiel im Sturm eingesetzt, was schon an Schwachsinn grenzender Unsinn ist.“

    Anders als in ihrem Verein wurde Marozsan bis auf ein, zwei Ausnahmen in der Nationalmannschaft immer als ‚hängende‘ Spitze eingesetzt. Sie hat also gegen Dänemark auf keiner anderen Position gespielt als in den Spielen gegen Frankreich und Japan. Es kann aber sein, dass es unterschiedlich wirkt, je nachdem, ob sie mit Celia oder mit Anja Mittag den Angriff bildet.
    Ob das auf Dauer ihre Position sein wird, muss man sehen; bisher sind die Erfahrungen damit aber nicht schlecht, weswegen ich dein Urteil auch zu hart finde.

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke auch, dass Maro eine Art Messi-Spielerin sein könnte. Sie hat nen guten Abschluss und trifft in wichtigen Spielen. Daher plädiere ich seit langem für ein 4-3-3 bzw. 4-1-2-1-2 mit Maro jeweils als hängender Spitze. Wir haben für dieses System exakt die richtigen Spielerinnen, identisch zu Barca. Defensiv Odebrecht (Busquets), Halbpositionen Keßler und Bresonik/Kulig/Laudehr/Faißt (Xavi und Iniesta/Fabregas) und im Sturm sogar noch überragender mit Mittag/Celia (Villa – Pedro/Iniesta/Tello).
    Die Spielerinnen wurden exakt so ausgebildet, wie man es braucht, Bresonik auf rechts spielte sowohl defensiv als auch offensiv und auch schon im DM, die Position RM wäre für sie die Kombination aller drei Positionen. Ebenso Faißt auf links, die offensiv und defensiv schon zum Zug kam. Keßler und Kulig sind dagegen Spielerinnen, die stärker ins Zentrum ziehen würden, was Platz für die Außenverteidigerinnen schaffen würde. Laudehr kann darüber hinaus sogar als Außenstürmerin agieren. Und selbst Behringer könntest du in dieses System integrieren. Wieso also immer dieses rückständige 4-2-3-1, wo sich „10“er und Mittelstürmer ständig den Platz wegnehmen…

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