Algarve Cup: DFB-Elf schlägt Japan
Nach dem Auftakt-Remis gegen Dänemark konnte die DFB-Elf ihr zweites Spiel beim Algarve Cup gegen Japan in Parchal gewinnen.
Beim 2:1 (1:1) im Estadio Municipal da Bela Vista war es Verena Faißt , die die zunächst überlegene DFB-Elf in der ersten Halbzeit in Führung brachte (7.), ehe Mina Tanaka nach einer Standardsituation der Ausgleich für die Japanerinnen gelang (18.). Dzsenifer Marozsán brachte die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid dann mit einem schönen Heber wieder auf die Siegerstraße (50.).
Bundestrainerin Silvia Neid war mit der Leistung ihres Teams zufrieden: “Wir haben gut begonnen, dann aber durch eine Unaufmerksamkeit das 1:1 erhalten. In der zweiten Halbzeit waren wir aber von Anfang an sehr dominant, und haben kaum etwas zugelassen. Wir haben auch unser aufgrund der Platzverhältnisse ein wenig geändert, das hat dem Ergebnis gut getan.”
Früher Führungstreffer Anders als noch im Spiel gegen Dänemark ging die DFB-Elf diesmal von Beginn an zielstrebiger zu Werke und wurde im strömenden Regen schnell belohnt, als Faißt, die nach Vorarbeit von Célia Okoyino da Mbabi aus dem Getümmel die frühe Führung gelang (7.). Faißt kam kurzfristig zum Einsatz, weil sich bei Linda Bresonik beim Aufwärmen die Symptome einer Bronchitis verstärkten. Einem weiteren Treffer von Anja Mittag wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. “Wir wollten von Anfang an aggressiver in die Zweikämpfe gehen und ich denke, das ist uns gut gelungen”, so Nadine Keßler , die zum dritten Mal in Folge in der Startaufstellung stand.
Tanaka düpiert deutsche Abwehr Doch die schwungvolle deutsche Anfangsphase wurde durch den Ausgleichstreffer jäh gestoppt, Tanaka nutzte eine Unsicherheit der deutschen Abwehrreihe zum Ausgleich. Und fortan vermochten die Japanerinnen immer wieder Nadelstiche zu setzen, die die Viererkette vor Probleme stellte. Luisa Wensing hatte Pech bei einem Kopfball, auch Dzsenifer Marozsán ließ eine gute Torchance aus.
Marozsán trifft mit Glück und Gefühl Doch anfangs der zweiten Halbzeit gelang der DFB-Elf neuerlich ein schneller Treffer, Marozsán sah, dass die japanische Torhüterin Ayumi Kaihori ein wenig weit vor ihrem Tor stand und hob den Ball geschickt über sie zur 2:1-Führung hinweg (54.).
DFB-Elf kommt mit schwierigen Platzverhältnissen gut klar Marozsán räumte jedoch freimütig ein: “Der Heber war nicht geplant, da war viel Glück dabei, der Wind hat mitgespielt und die Flugbahn hat sich so ergeben, dass die Torhüterin ihn falsch berechnet hat. Das war ein lustiges Tor.” Die Deutschen hatten nun auf dem vom Regen völlig durchtränkten Rasen wieder Oberwasser, dennoch blieb Japan gefährlich, etwa als Nahomi Kawasumi Leonie Maier auf und davon lief, ihr Schuss aber knapp am Tor vorbeistrich (56.).
Gute Chancen durch Peter und Okoyino da Mbabi Doch auch die DFB-Elf hatte weitere gute Chancen, durch Babett Peter die den Ball aus aussichtsreicher Position nicht an Kaihori vorbeibrachte (76.) oder bereits zuvor vor allem Célia Okoyino da Mbabi, die kurz vor ihrer Auswechslung an der glänzend per Fuß reagierenden Kaihori scheiterte (70.). Tanaka hatte bei einem Konter den Ausgleich für Japan auf dem Fuß, doch ihr Heber war zu flach, um Almuth Schult vor ernsthafte Probleme zu stellen, so dass es beim 2:1-Erfolg der Deutschen blieb.
Deutschland – Japan 2:1 (1:1)
Deutschland: Schult – Faißt (82. Huth), Wensing, Bartusiak, Peter – Keßler (46. Odebrecht), Goeßling – Mittag (73. Kerschowski), Marozsan, Maier – Okoyino da Mbabi (70. Popp)
Japan: Kaihori – Ariyoshi, Iwashimizu, Kumagai, Sameshima – Takase, A. Tanaka (46. Y. Tanaka), Utsugi, Kawasumi – Ogimi, M. Tanaka
Tore: 1:0 Faißt (7.), 1:1 M. Tanaka (18.), 2:1 Maroszan (54.)