USA wiederholen Erfolg gegen Schottland
Nach dem 4:1 in der Nacht zu Sonntag haben die US-Amerikanerinnen auch das zweite Testspiel gegen Schottland gewonnen. In Nashville kam der Olympiasieger zu einem 3:1-Erfolg, wenngleich sich die Schottinnen im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen steigern konnten.
Schottlands Nationaltrainerin Anna Signeul verzichtete in ihrer Startformation auf die Bundesliga -Akteurinnen Emma Mitchell und Lisa Evans. Mitchell wurde in der 67. Minute eingewechselt, Evans kam nicht zum Einsatz. Dem Spiel taten diese Personalentscheidungen jedoch zunächst keinen Abbruch.
Guter Beginn von Schottland Während die Schottinnen im ersten Spiel eine schwache erste Halbzeit gezeigt hatten, versuchten sie diesmal, von Beginn an mitzuspielen. In den ersten zehn Spielminuten waren die Gäste vermutlich so oft in der gegnerischen Hälfte, wie in der gesamten ersten Halbzeit am Samstag. Doch die Zuspiele vorne waren zu unpräzise, und den Schottinnen fehlte die letzte Konsequenz. Auch aus zwei Eckbällen innerhalb der ersten neun Minuten konnten sie keinen Profit schlagen.
Routinierte Amerikanerinnen Stattdessen kamen die US-Amerikanerinnen in der Folge besser ins Spiel. In der 16. Minute hatte Lauren Cheney die erste Möglichkeit für die Gastgeberinnen, schoss jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Der Olympiasieger zeigte sich in keinem Mannschaftsteil von der besten Seite, im Vergleich zu den Schottinnen wurde jedoch die größere Routine in allen Aktionen, Laufwegen und Zuspielen deutlich.
Rapinoe erzielt US-Führung Hinzu kam die individuelle Klasse von Spielerinnen wie Megan Rapinoe . Der Neuzugang von Olympique Lyonnais kam in der 21. Minute im Strafraum in Ballbesitz und behauptete sich auf engem Raum gleich gegen zwei Schottinnen und schloss erfolgreich zum 1:0-Halbzeitstand ab. In der 35. Minute versuchte es Rapinoe mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, schoss jedoch über den Kasten. Vier Minuten später scheiterte Abby Wambach , die ihr 200. Länderspiel absolvierte, an der fehlerfreien Torhüterin Gemma Fay. Dennoch musste die schottische Rekordnationalspielerin ihren Kasten zur zweiten Halbzeit für Shannon Lynn räumen. Der Wechsel war allerdings im Vorfeld abgesprochen.
USA offensiv in die zweite Hälfte Nach dem Seitenwechsel begannen die USA offensiv und schienen die Gäste damit zu überrumpeln. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. In der 51. Minute spielte sich Sidney Leroux auf der rechten Seite in den Strafraum und spielte zu Wambach, die mit einem schönen Flugkopfball auf 2:0 erhöhte – das insgesamt 153. Tor der amtierenden Weltfußballerin.
Press erhöht auf 3:0 In der Folge brannte es immer wieder im schottischen Strafraum, und Lynn bekam in den ersten 15 Minuten etwa so viel zu tun, wie Fay in der gesamten ersten Halbzeit. Nach zwei starken Paraden war sie in der 64. Minute im 1:1-Duell mit der kurz zuvor für Wambach eingewechselten Christen Press allerdings machtlos, und es stand 3:0.
Die USA waren vor 14 224 Zuschauern die tonangebende Mannschaft, doch die Schottinnen kamen in der 81. Minute zum Ehrentreffer. Suzanne Grant, erst fünf Minuten zuvor eingewechselt, verwandelte in ihrem 100. Länderspiel einen langen Ball von Mitchell volley zum 3:1.
Österreich verliert, Nullnummer in Spanien Unterdessen hat die österreichische Nationalmannschaft am gestrigen Abend eine 0:2-Niederlage gegen Belgien einstecken müssen. Nach torloser erster Halbzeit in Gent trafen nach dem Seitenwechsel Tessa Wullaert (46.) und Céline de Gernier (71.) vom Elfmeterpunkt.
Bereits am Dienstag standen sich die EM-Teilnehmer Spanien und Dänemark gegenüber. Die Partie endete 0:0. Beide Mannschaften treffen sich im dänischen Vejle am 28. Juni ein zweites Mal.