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2013

DFB-Elf erkämpft Remis in Frankreich

Die deutsche Frauenfußball- Nationalelf hat zum Auftakt des EM-Jahres dank zweier Treffer von Nadine Keßler eine Niederlage in Frankreich vermieden. Trotz einer frühen Führung von Bianca Schmidt geriet die DFB-Elf mit 1:3 in Rückstand, doch mit Moral kämpfte sich das Team in die Partie zurück.

Vor 15 888 Zuschauern im Stade de la Meinau, darunter UEFA-Präsident Michel Platini, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und DFB-Direktorin für Frauenfußball, Steffi Jones, kam die deutsche Elf gegen die Französinnen zu einem 3:3 (1:2). Bianca Schmidt brachte die DFB-Elf in Führung (12.), doch zwei Treffer von Louisa Nécib (14., 22.) und ein Tor von Marie-Laure Delie (53.) drehten die Partie zugunsten der Französinnen, ehe Nadine Keßler die DFB-Auswahl vor einer Niederlage bewahrte (66., 81.).

Keßler in der Startformation, Faißt im Mittelfeld Gegenüber dem 1:1 in Halle/Saale veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihr Team auf vier Positionen: Im Tor stand Almuth Schult für Nadine Angerer, die Doppel-Sechs bildeten Kim Kulig und Nadine Keßler anstelle von Lena Goeßling und der verletzten Simone Laudehr. Für die ebenfalls verletzte Linda Bresonik rutschte Dzsenifer Marozsán in die Startformation. Frankreichs Trainer Bruno Bini wechselte hingegen nur auf zwei Positionen: Für Jessica Houara und Elodie Thomis durften Gaëtane Thiney und Laure Boulleau von Beginn an spielen.

Schmidt erzielt Führung Die DFB-Elf erwischte einen guten Start, nach Flanke von Verena Faißt hatte Célia Okoyino da Mbabi mit einem Kopfball den ersten Hauch einer Torchance (6.). Und schnell konnte die optische Überlegenheit in ein Tor umgemünzt werden, Schmidt traf aus kurzer Distanz zur frühen Führung, Keßler und Anja Mittag leisteten die Vorarbeit (12.).

Patzer von Schult Doch wie aus heiterem Himmel kamen die Gastgeberinnen zum Ausgleich. Nécib traf mit einem präzisen Heber in den Winkel zum 1:1 (14.). Frankreich kam nun besser ins Spiel, doch es bedurfte eines kapitalen Schnitzers von Schult, die einen Rückpass von Saskia Bartusiak vertändelte, sodass Nécib ungehindert zum 2:1 einschießen konnte (22.).

Delie trifft Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi konnte sich per Fußabwehr bei einem Faißt-Schuss auszeichnen, auf der Gegenseite hielt Schult einen Versuch von Delie. Kalte Dusche anfangs der zweiten Halbzeit: Nach einem schlecht getimten Rückpass von Bartusiak spritzte Delie dazwischen, umkurvte an der Strafraumgrenze Schult und schob zum 3:1 ein (53.).

Krahn erleidet Innenbandriss Annike Krahn musste mit einem Innenbandriss im rechten Knie vom Platz, laut erster Diagnose ist es aber kein Kreuzbandriss, für sie kam Luisa Wensing in die Partie. Deutschland biss sich in die Partie zurück, nach einer Ecke von Marozsán landete der Ball nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand vor den Füßen von Keßler, die aus 20 Metern abzog und zum 2:3 verkürzte (66.).

Und es war erneut die Wolfsburger Mittelfeldspielerin, die im zweiten Versuch aus kurzer Distanz das 3:3 erzielte (81.), nach einem Zuspiel ihrer eingewechselten Wolfsburger Teamkollegin Lena Goeßling. In der 90. Minute hatte die DFB-Elf gar die Chance zum Sieg, doch da Mbabi scheiterte mit einem wuchtigen Schuss aus der Drehung an der Latte.

Frankreich – Deutschland 3:3 (2:1)

Frankreich: Bouhaddi – Franco, Georges, Boulleau, Renard – Soubeyrand, Thiney (62. Thomis), Abily, Nécib, Delie (78. Tonazzi), Le Sommer

Deutschland: Schult – B. Schmidt, Krahn (62. Wechsel Wensing), Bartusiak, Peter - Kulig (46. Goeßling), Keßler – Mittag (81. Maier), Marozsan, Faißt (76. Huth), Okoyino da Mbabi

Tore: 0:1 B. Schmidt (12.), 1:1 Nécib (14.), 2:1 Nécib (22.), 3:1 Delie (53.), 3:2 Keßler (66.), 3:3 Keßler (81.) Gelbe Karten: Keine