FCR 2001 Duisburg kann Saison zu Ende spielen

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Positive Signale aus Duisburg: Laut Insolvenzverwalter Dr. Andreas Röpke wird der FCR 2001 Duisburg trotz der angespannten Finanzlage die Saison in der Frauenfußball Bundesliga zu Ende spielen können.

„Trotz der momentanen Zahlungsunfähigkeit wird der FCR die Saison beenden können“, erklärte Röpke heute auf einer Pressekonferenz in Duisburg. Die Finanzlücke beläuft sich nach Röpkes Angaben auf 250 000 Euro.

Sponsoren müssen Zusagen halten
Allerdings relativierte er: „Diese Aussage gilt nur für den Fall, dass alle Sponsoren ihre Zusagen einhalten. Wir haben aber keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass dem nicht so ist.“ Und er ergänzte: „Der Verein war in der Tat zahlungsunfähig und deshalb musste der Insolvenzantrag auch gestellt werden.“

Auf der Suche nach privaten Unterstützern
Um das Ziel der vollständigen, dauerhaften Entschuldung zu erreichen, wollen die Verantwortlichen der Löwinnen neben den bekannten und treuen Sponsoren jetzt noch intensiver mögliche private Unterstützer ansprechen. Einige vielversprechende Gespräche wurden schon geführt. Damit das ambitionierte Vorhaben der Entschuldung gelingt, sind auch zahlreiche Vereine, Institutionen und natürlich die eigenes Fans fieberhaft dabei, Hilfsaktionen zu organisieren.

Logo des FCR 2001 Duisburg
Logo des FCR 2001 Duisburg ©FCR 2001 Duisburg

Benefizspiel gegen den 1. FFC Frankfurt
FCR-Vorsitzender Thomas Hückels spricht im Namen aller: „Es tut gut zu erkennen, dass wir in dieser schweren Situation nicht alleine sind.“ So haben der 1. FFC Turbine Potsdam und die SGS Essen Unterstützung angekündigt und mit dem 1. FFC Frankfurt ist schon ein Benefizspiel fest geplant, nur der Termin steht noch nicht fest. Hückels zieht sozusagen symbolisch seinen Hut: „Von so viel Zuspruch aus der Liga sind wir sehr positiv überrascht.“

Im Januar Insolvenzantrag gestellt
Am 23. Januar hatte der Verein beim Amtsgericht Duisburg den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Inzwischen hat der Verein in Zusammenarbeit mit dem MSV Duisburg die Aktion „Wir für den FCR“ gestartet, um mit dem Verkauf von Retter-Shirts und Retter-Schals zusätzliche Erlöse zu erzielen.

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Es tut allen Fans richtig weh, dass der FCR mit solchen Infos in den Schlagzeilen steht, denn an den Fans lag und liegt es nicht, auch nicht an den Spielerinnen.
Zwei Gründe führten m.E. zur jetzigen Situation:
1. Einige Verantwortliche des Vereins konnten nicht mit GELD umgehen, dachten, sie wären beim Männerfußball. Als es eng wurde und keine Endspiele erreicht waren, waren sie weg.
2. Wichtige Persönlichkeiten und Förderer des Vereins fanden neue Betätigungsfelder außerhalb der Stadt. Neue haben es versucht, konnten aber diese Lücke nicht schließen.
Sportstadt Duisburg? Nicht wirklich.