Wolfsburg Herbstmeister, Potsdam holt auf
Der VfL Wolfsburg hat sich die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga gesichert. Dafür genügte den „Wölfinnen“ am elften Spieltag ein 2:2-Unentschieden beim SC 07 Bad Neuenahr . Dahinter konnte Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam drei Punkte zwischen sich und den 1. FFC Frankfurt bringen, denn die Hessinnen unterlagen beim FC Bayern München.
2:1 (1:1) stand es am Ende für die Münchenerinnen, obwohl sie einen frühen Rückstand wegstecken mussten.
Doppelpack von Sarah Hagen Ex-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes brachte die Frankfurterinnen vor 530 Zuschauern schon in der dritten Minute mit 1:0 in Führung, doch Sarah Hagen (28.) glich noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel erhöhte die US-Amerikanerin mit ihrem zweiten Treffer (46.) zum 2:1-Endstand.
Anonma und Ogimi schießen Gütersloh ab Da der 1. FFC Turbine Potsdam zeitgleich einen ungefährdeten 5:0 (2:0)-Erfolg gegen Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 einfuhr, sind die Potsdamerinnen nun mit 25 Zählern alleiniger Tabellenzweiter vor dem 1. FFC Frankfurt (22). Vor 1420 Zuschauern erzielte Genoveva Anonma die ersten drei Treffer (18./40./57.). Im Anschluss schraubte Weltmeisterin Yuki Ogimi (66./83.) das Ergebnis in die Höhe.
Frühe Wolfsburger Führung 26 Punkte und noch ein Spiel in der Hinterhand hat derweil Herbstmeister VfL Wolfsburg, der beim SC 07 Bad Neuenahr allerdings nicht über ein 2:2 (1:1) hinauskam. Alexandra Popp schoss den VfL bereits in der achten Minute in Führung, doch Sarah Gregorius (26.) konnte noch vor der Halbzeit für die Gastgeberinnen ausgleichen. Nach dem Wiederanpfiff brachte Nationalstürmerin Célia Okoyino da Mbabi die Kurstädterinnen in der 53. Minute mit 2:1 in Führung. Aber der VfL konnte kontern – Dzsanett Jakabfi erzielte in der 61. Minute den Ausgleich. Nur zwei Minuten später hatten die Wolfsburgerinnen durch einen Foulelfmeter die Führung auf dem Fuß. Verena Faißt schoss allerdings am Kasten von Almuth Schult vorbei.
In Bad Neuenahr war mit dem Punktgewinn entsprechend zufrieden: „Ich bin richtig fertig. Was meine Mädels heute geleistet haben, nötigt mir den größten Respekt ab. Unterstützt von einem tollen Publikum haben wir die beste Mannschaft in Deutschland am Rande einer Niederlage gehabt“, so Trainer Colin Bell.
Freiburg festigt Rang vier Der SC Freiburg konnte mit einem 3:2 (2:1)-Sieg bei der SGS den vierten Rang festigen. Dabei begann die Partie für die Breisgauerinnen so gar nicht nach Plan. Schon in der neunten Minute liefen sie nach einem Eckball in einen Essener Konter, den Charline Hartmann erfolgreich zum 1:0 für die Gastgeberinnen abschloss. „Wir haben es geschafft, den Hebel umzulegen und haben nach dem 1:0 überragend gespielt“, lobte SC-Trainer Milorad Pilipovic die Reaktion seiner Mannschaft auf den frühen Rückstand. Tore von Claire Savin (20.) und Marina Makanza (35.) drehten die Partie noch in der ersten Hälfte zugunsten der Gäste. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Juliane Maier (67./FE) zunächst auf 3:1. Melanie Hoffmann traf in der 78. Minute zum 3:2-Endstand.
Leverkusen gewinnt Kellerduell Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich Bayer 04 Leverkusen Luft im Abstiegskampf verschafft. Gegen Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen kam die Werkself zu einem deutlichen 4:0 (1:0)-Sieg. Vor lediglich 112 Zuschauern traf Eunice Beckmann (10.) in der ersten Halbzeit zum 1:0. In der zweiten Hälfte erhöhte sie in der 54. Minute auf 2:0. Zwei Treffer von Turid Knaak (61./73.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Das Ergebnis hätte gar noch höher ausfallen können, doch Marith Prießen war in der 49. Minute mit einem Foulelfmeter an Gäste-Torhüterin Simone Holder gescheitert.
Duisburg verliert in Jena Nach dem Sieg gegen den FC Bayern München wähnte sich der FCR 2001 Duisburg im Aufwind. Doch eine 1:2 (0:1)-Niederlage beim FF USV Jena dämpft die Stimmung. Zunächst war es Amber Hearn, die die Gastgeberinnen in der 45. Minute in Führung brachte. Nach dem Seitenwechsel gelang den Duisburgerinnen durch Mandy Islacker (56.) der Ausgleich. In der Folgezeit machte der FCR Druck, aber der USV traf das Tor. Dabei profitierte der USV von Abstimmungsproblemen zwischen Meike Kämper und Marina Himmighofen, die sich an der Strafraumgrenze gegenseitig behinderten. Der Ball kam zu Sabrina Schmutzler , die in der 73. Minute den Jenaer Sieg perfekt machte. „Wir laden die Gegner durch unnötige Fehler geradezu zum Toreschießen ein, dieses Problem zieht sich schon durch die gesamte Saison“, haderte FCR-Interimstrainerin Petra Hauser mit der Niederlage. Ihr Gegenüber Daniel Kraus bezeichnete den Sieg als „glücklich“. Aber „ich bin froh und stolz auf die Mannschaft. Mit 14 Punkten können wir eine sehr zufriedenstellende Hinrunde abschließen.“