Vier Bundesliga-Spiele am Samstag
Der zehnte Bundesligaspieltag wird am Abend (19 Uhr, live auf DFB-TV) mit der Spitzenbegegnung zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam eingeläutet. Für die derzeit punktgleichen Mannschaften geht es um die Tabellenführung. Damit haben der FSV Gütersloh und Bayer 04 Leverkusen nichts zu tun, das Kellerduell wird am Samstag ausgetragen.
Die Partie wurde verlegt auf 18 Uhr und wird in der Tönnies-Arena stattfinden . Die bislang sieglosen Leverkusenerinnen könnten mit einem Erfolg beim FSV die Abstiegsränge verlassen.
Spiele auf das Wochenende verteilt Insgesamt werden vier Begegnungen des zehnten Spieltags am morgigen Samstag ausgetragen. Neben dem Spiel in Gütersloh empfängt der SC Freiburg den FF USV Jena, der VfL Sindelfingen tritt gegen die SGS Essen an, und der FCR 2001 Duisburg spielt gegen den FC Bayern München. Zum Abschluss gastiert der SC 07 Bad Neuenahr am Sonntag beim 1. FFC Frankfurt – eine Partie, die in Frankfurt ausnahmsweise um 13 Uhr stattfindet.
Wer übernimmt die Tabellenführung? Den Auftakt machen heute Abend allerdings der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Turbine Potsdam. Momentan haben beide Teams 22 Punkte auf dem Konto. Der VfL führt die Tabelle aufgrund des besseren Torverhältnisses an, denn die „Wölfinnen“ verfügen derzeit über die beste Defensive (nur zwei Gegentreffer) sowie bei 35 erzielten Toren über den stärksten Angriff. Erfolgreichste Torschützin ist Ex-Potsdamerin Conny Pohlers, die unter der Woche ihren Vertrag in der Autostadt verlängerte . Auch Anna Blässe unterschrieb einen neuen Kontrakt .
Frankfurt empfängt Bad Neuenahr Chancen auf die Tabellenführung hat der 1. FFC Frankfurt am Sonntag keine; mit einem Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr können die Hessinnen ihren dritten Rang untermauern und zu den Champions-League-Rängen aufschließen. „Nicht ganz so schnell und so einfach verdaut“ habe man die Niederlage gegen Wolfsburg vor zwei Wochen, so FFC-Trainer Philipp Dahm. „Mit dem SC 07 erwartet uns ein Gegner, der oft sehr defensivorientiert agiert und auf Konter bedacht ist. Mit diesem Konzept hat es die Truppe von Trainer Colin Bell ein ums andere Mal ihren Kontrahenten schwer gemacht, zum Torerfolg zu kommen. Wir werden sehr viel investieren und mit schneller und präziser Ballzirkulation arbeiten müssen, um uns Torgelegenheiten zu generieren.“ Verzichten muss der FFC auf Fatmire Bajramaj, Ana-Maria Crnogorcevic sowie Dzsenifer Marozsán und Kim Kulig. Der Einsatz von Sandrine Brétigny ist noch ungewiss.
USV reist in den Breisgau Der SC 07 Bad Neuenahr könnte mit einem Erfolg in Frankfurt auf den vierten Platz klettern. Dafür müsste der derzeit dort liegende SC Freiburg gegen den FF USV Jena allerdings patzen. Die letzte Begegnung im Mai gewann der USV mit 3:0, und auch jetzt warnt SC-Trainer Milorad Pilipovic : „Jena ist eines der Überraschungsteams der Saison. Sie haben eine unglaublich starke Hinrunde gespielt.“ Die Langzeitverletzten Hasret Kayikci und Jobina Lahr stehen dem SC nicht zur Verfügung; ungewiss ist der Einsatz von Sara Däbritz, Melanie Leupolz und Eva-Maria Virsinger, die mit der U19-Nationalmannschaft in Schweden unterwegs waren. Auf Jenaer Seite werden Julia Arnold und Safi Nyembo fehlen.
Duell der Zwillingsschwestern? „In diesen letzten drei Spielen des Jahres gegen München sowie in Jena und Essen müssen wir unbedingt an unserem Tabellenstand arbeiten“, fordert Petra Hauser, Interimstrainerin beim FCR 2001 Duisburg. Der FCR liegt momentan auf dem neunten Rang. Und um das zu ändern, fordert Hauser vor allem ein stabileres Spiel ihrer Mannschaft. : „Wir zeigen stets, was wir können, spielen guten Fußball, aber lassen dann zu schnell die Köpfe hängen, wenn im Spiel mal etwas Negatives passiert.“ Am Samstag ist der FC Bayern München beim FCR zu Gast, und damit könnte es zum Duell der beiden Zwillingsschwestern Sylvie und Nicole Banecki kommen. „Natürlich kann man diese Situation emotional nicht ausblenden, erst recht, wenn wir vielleicht sogar beide spielen. Ganz klar ist aber auch, dass man dadurch eher noch mehr Ehrgeiz entwickelt und selbstverständlich erst recht gewinnen will“, sagt Nicole Banecki, die vor der Saison von München nach Duisburg wechselte.