Ogimi lässt Potsdam hoffen
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat im Achtelfinalhinspiel der Champions League eine Niederlage einstecken müssen. Der Deutsche Meister unterlag bei Arsenal LFC verdient mit 1:2 (0:0), hat aber dank eines Last-Minute-Treffers noch alle Chancen im Rückspiel.
Fast neunzig Minuten war von Yuki Ogimi wenig zu sehen, denn die Londoner Defensive hatte die japanische Weltmeisterin gut im Griff. Doch kurz vor Spielende war es ihre individuelle Klasse, mit der sie einen langen Ball mustergültig annahm und zentimetergenau unter der Latte des gegnerischen Kastens platzierte. Das Auswärtstor zum 1:2 lässt die Chancen für das Rückspiel enorm steigen, dem Spielverlauf schmeichelte es jedoch.
Andonova verletzt Schon in der Anfangsphase zeigte Arsenal, dass es gewillt war, seine Negativserie gegen deutsche Clubs zu beenden und erstmals einen Sieg einzufahren, während die Gäste schon nach zehn Minuten umstellen mussten. Nataša Andonova knickte um und musste mit geschientem Knie vom Feld getragen werden. Für die Mazedonierin kam Wibke Meister aufs Feld.
Smith hat erste Möglichkeit Doch nur zwanzig Minuten später nahm Turbine-Trainer Bernd Schröder die U17-Nationalspielerin, die nicht wirklich in die Partie fand, wieder vom Feld. Zuvor hatten die „Gunners“, die immer besser in die Partie fanden, ihre beste Chance. Eine Flanke von Rachel Yankey fand Kelly Smith im Fünfmeterraum, aber der Volleyschuss der Nationalspielerin verfehlte den Kasten ihrer ehemaligen Bostoner Teamkollegin Alyssa Naeher.
Zu wenig Druck von Potsdam Im Potsdamer Angriffsspiel fehlte der Druck. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Brandenburgerinnen wieder besser ins Spiel. Und dabei zeigte sich durchaus, wie verwundbar die Londoner Defensive war, wenn Druck aufgebaut wurde. In der 38. Minute verunglückte ein Rückpass der Gastgeberinnen, Torhüterin Emma Byrne konnte das Leder nicht wegschießen, wodurch Patricia Hanebeck freie Bahn hatte, denn der Londoner Kasten war frei. Doch Hanebecks Schuss ging über das Tor.
Naeher spielt stark Nach dem Seitenwechsel standen die Potsdamerinnen zunächst sehr kompakt, und die „Gunners“ hatten durchaus Probleme, ihr Spiel auf engem Raum zu entwickeln. Doch nach etwa einer Viertelstunde übernahmen sie mehr und mehr das Kommando im heimischen Borehamwood. Nach einem wunderschönen Zuspiel von Gemma Davison war Kim Little frei vor Naeher, doch die US-Amerikanerin fischte der Schottin den Ball von den Füßen – nicht die einzige Situation, in der Naeher einen starken Eindruck hinterließ. Knapp zehn Minuten später war es Jordan Nobbs, die nach Hackentrick von Yankey frei zum Schuss kam, den Kasten aber ebenfalls verfehlte.
Standardsituation bringt Arsenal die Führung Die Gastgeberinnen gingen zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Erst eine Standardsituation in der 70. Minute brachte das 1:0, als Katie Chapman einen Eckball mit dem Knie im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Kurz darauf hätte Yankey (79.) nachlegen können, doch ihr Schuss wurde von Naeher noch knapp über die Querlatte gelenkt.
Die eingewechselte Ellen White trifft Fast aus dem Nichts kam stattdessen Potsdam zur wohl besten Möglichkeit der Partie, doch Lisa Evans Schuss wurde im letzten Augenblick geblockt. Kurz darauf zeigte sich, dass Arsenal-Trainerin Laura Harvey den richtigen Riecher gehabt hatte, als sie Ellen White aufs Feld brachte. Die Stürmerin legte in der 83. Minute das verdiente, wenngleich in der Entstehung glückliche, 2:0 nach.
Im Rückspiel reicht ein 1:0 Ein 0:2 im Rückspiel aufzuholen, hätte die verletzungsgeplagten Potsdamerinnen sicherlich vor Probleme gestellt, umso wertvoller war der späte Anschlusstreffer von Ogimi. Nun reicht den „Turbinen“ am kommenden Mittwoch bereits ein 1:0, um das Viertelfinalticket zu lösen.
Rossiyanka gewinnt in Prag Im zeitgleich ausgetragenen Achtelfinalhinspiel zwischen Sparta Prag und Rossiyanka behielten die Russinnen knapp die Oberhand. Durch einen frühen Treffer von Desire Oparanozie (12.) gewann Rossiyanka um den deutschen Trainer Achim Feifel mit 1:0.