Das Prestigeduell geht in die nächste Runde
Am vierten Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga steht am Sonntag das Gipfeltreffen zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt an. Seit nunmehr fünf Jahren konnten die Frankfurterinnen im Karl-Liebknecht-Stadion nicht mehr gewinnen. Diesen Fluch wollen sie nun beenden.
Der letzte Sieg im “Karli” war ein knapper 1:0-Erfolg im DFB-Pokal 2007. Nach der Niederlage in Essen am zweiten Spieltag sind die Frankfurterinnen unter Druck, nicht schon früh in der Saison den Kontakt zur Spitze zu verlieren.
Alles in die Waagschale werfen “Wir haben in dieser Woche sehr konzentriert trainiert, viele Gespräche geführt, und man kann sehr gut erkennen, dass wir uns von Tag zu Tag weiter in die richtige Verfassung bringen”, so Frankfurts Trainer Philipp Dahm vor dem Prestigeduell, in dem er von seiner Mannschaft fordert, die “gesamten kämpferischen und spielerischen Qualitäten mutig in die Waagschale zu werfen.” Verzichten müssen die Hessinnen weiterhin auf die verletzte Saki Kumagai (Handbruch) . Abwehrspielerin Saskia Bartusiak steht nach Ablauf ihrer Rotsperre hingegen wieder im Kader.
Während Frankfurt eine Woche Pause hatte, waren die “Turbinen” am Mittwoch bei Standard Lüttich im Champions-League-Einsatz und gewannen mit 3:1. Am Sonntag werden Lisa Evans (Handbruch) und Keelin Winters (Bänderriss) verletzt fehlen. Die Partie gegen die Frankfurterinnen wird ab 14 Uhr live auf DFB-TV übertragen.
Duisburg fährt zum Aufsteiger Nach der 0:4-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam möchte der FCR 2001 Duisburg am Sonntab beim FSV Gütersloh 2009 punkten. “Gütersloh ist ein Team, das wir von unserem Anspruch und von unserer individuellen Qualität her schlagen müssen”, sagt FCR-Trainer Marco Ketelaer über den Aufsteiger, der zuletzt beim SC Freiburg trotz Führung mit 1:4 unterlag. Dabei treffen die Duisburgerinnen in der TönniesArena auf zwei alte Bekannte: die Ex-”Löwinnen” Anne van Bonn und Mirte Roelvink spielen mittlerweile für die Ostwestfälinnen. Von denen erwartet Ketelaer, dass sie versuchen, „kompakt zu stehen und unser Spiel zu zerstören.“
Derby in Sindelfingen Der zweite Aufsteiger, der VfL Sindelfingen, empfängt den SC Freiburg. Bislang konnte der VfL aus drei Spielen noch keinen einzigen Sieg einfahren. Mittlerweile einen Punkt mehr auf dem Konto hat der FF USV Jena. Doch am Sonntag erwartet die Thüringerinnen eine schwere Aufgabe – zu Gast ist der VfL Wolfsburg. Der Vize-Meister hat beim 5:1 gegen Unia Racibórz gerade eine souveräne Premiere in der Champions League gefeiert. Außerdem empfängt die SGS Essen den FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen tritt gegen den SC 07 Bad Neuenahr an.