Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2012

Champions League: Wolfsburg auf Achtelfinalkurs

Der VfL Wolfsburg hat seine Feuertaufe in der UEFA Women’s Champions League mit Bravour bestanden. Im Hinspiel des Sechzehntelfinales kam die Elf von Trainer Ralf Kellermann nach einer starken Leistung zu einem klaren Erfolg bei RTP Unia Racibórz und steht somit vor dem Rückspiel in einer Woche bereits mit einem Bein im Achtelfinale. in den anderen drei Donnerstagsspielen setzten sich ebenfalls die Favoriten durch.

Die Wolfsburgerinnen kam zu einem ungefährdeten 5:1 (1:0)-Erfolg. Martina Müller (22., 46.), Zsanett Jakabfi (67.) und die eingewechselte Conny Pohlers (71., 78.) trafen für die Elf von Trainer Ralf Kellermann, für Racibórz war Chinasa erfolgreich (47.).

Vier Wechsel in der Anfangsformation Kellermann veränderte seine Startformation gegenüber dem 6:0-Sieg am Sonntag gegen den VfL Sindelfingen auf vier Positionen. Die wieder genesene Alisa Vetterlein hütete anstelle von Jana Burmeister das Tor, im Sturm durfte Martina Müller von Beginn an für Conny Pohlers ran. Josephine Henning kam für Stefanie Bunte und Anna Blässe für Ivonne Hartmann.

Wolfsburg macht Druck Von Beginn an erspielte sich der VfL Wolfsburg ein Übergewicht, eine scharfe Flanke von Anna Blässe sorgte für den ersten Hauch von Gefahr (3.). Die Wölfinnen gaben auch weiter den Ton an, ein Schussversuch von Alexandra Popp wurde im letzten Moment geblockt (7.), Racibórz-Torhüterin Daria Antonczyk konnte sich bei einer Flanke von Verena Faißt und einem Freistoß von Lena Goeßling auszeichnen.

Führung per Hacke Die kompakten Polinnen setzten selbst kaum Akzente und waren vor allem bei Standards gefährlich, nach einem Freistoß hätte Viola Odebrecht den Ball fast ins eigene Tor befördert (16.). Noch fehlte es den Wolfsburgerinnen an der letzten Konsequenz, doch die Bemühungen wurden belohnt. Nach einer Ecke von Faißt und Kopfball-Verlängerung von Popp erzielte Müller per Hacke die Führung (22.).

Mangelnde Effizienz Bis zur Pause fielen keine weiteren Treffer, dabei hatte Wolfsburg mehrfach Gelegenheit, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, bei einer Direktabnahme von Müller nach Flanke von Blässe (28.), aber vor allem bei einer Riesenchance kurz vor der Pause als die Nationalstürmerin aus zwölf Metern freistehend an Antonczyk scheiterte (42.). Die Gastgeberinnen hatten außer einem Distanzschuss von Natalia Chudzik in der Offensive nur wenig zu bieten (38.).

Müller erhöht Für die zweite Halbzeit ersetzte Bunte die angeschlagene Popp, und nach nur wenigen Sekunden nutzte Müller eine Unachtsamkeit in der polnischen Abwehr zu einem Alleingang aufs Tor, den sie souverän aus elf Metern abschloss (46.).

Chinasa verkürzt Doch im direkten Gegenzug konnten die Gastgeberinnen verkürzen, mit einem eleganten Heber per Außenrist überwand Chinasa, die bei der Frauen-WM in Deutschland zwei Spiele für Äquatorialguinea bestritt, die etwas zu weit vorm Tor stehende Vetterlein (47.).

Weitere Chancen Racibórz witterte nun Morgenluft, während Wolfsburg ein wenig den Faden verlor und nun zu hektisch agierte. Dennoch hatten die Deutschen die Chance zu erhöhen, doch Müller schoss nach schöner Vorarbeit der immer stärker werdenden Zsanett Jakabfi den Ball aus fünf Metern über das Tor (58.).

Jakabfi sorgt für Vorentscheidung Allein auf dem Weg Richtung Tor wurde Jakabfi kurz vor der Strafraumgrenze von Marta Mika von den Beinen geholt, die war mit der Gelben Karte gut bedient, Keßler scheiterte knapp mit dem anschließenden Freistoß (63.). Doch dann belohnte sich Jakabfi mit dem dritten Wolfsburg Treffer, als sie einen Faißt-Freistoß aus fünf Metern aus der Drehung ins Tor köpfte (67.).

Pohlers sticht doppelt Und nur wenige Sekunden nach ihrer Einwechslung erhöhte Pohlers nach Vorlage von Odebrecht und Keßler gar auf 4:1 (71.). Und nur sieben Minuten später fackelte Pohlers erneut nicht lange und war mit einem Schuss aus sechs Metern ein zweites Mal erfolgreich (77.). In der Schlussphase waren die Wolfsburgerinnen ihrem müder werdenden Gegner auch physisch deutlich überlegen. Die ebenfalls eingewechselte Lina Magull (89.) und erneut Pohlers (90.) vergaben exzellente Möglichkeiten, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben.

Mittag trifft bei Malmö-Sieg In den weiteren drei Spielen des Tages feierte Anja Mittag mit LdB Malmö einen ungefährdeten 4:0 (1:0)-Sieg bei MTK Hungaria. Katrine Veje sorgte früh für die Führung (3.) und erhöhte nach einer guten Stunde mit ihrem zweiten Treffer (63.), ehe Anja Mittag den Vorsprung ausbaute (77., 87.).

Rossiyanka und Prag souverän WFC Rossiyanka setzte sich bei ADO Den Haag mit 4:1 (2:0) durch. Kapitänin Natalia Shlyapina verwandelte früh einen Foulelfmeter (2.), kurz vor der Pause sorgte Tatiana Skotnikova für die Vorentscheidung (44.). Nach dem Wechsel traf Skotnikova (63.) ein weiteres Mal und Shlyapina war auch noch ein zweites Mal vom Punkt erfolgreich (77.). Den Ehrentreffer für die Gastgeberinnen erzielte Renate Jansen (75.). Sparta Prag gewann bei WFC Sarajewo mit 3:0 (0:0). Lucie Martínková erzielte die Führung (58.), Lucie Voňková erhöhte kurz darauf zum 2:0 (65.). Erneut Martínková machte den Erfolg perfekt (85.).