EM-Quali: Wer holt sich die nächsten Plätze?
Am kommenden Samstag, Sonntag und Mittwoch stehen die letzten und entscheidenden Qualifikationsspiele zur UEFA Women’s EURO 2013 in Schweden auf dem Programm. Womensoccer wirft einen Blick auf die Gruppenkonstellationen.
Neben Gastgeber Schweden haben sich auch Titelverteidiger Deutschland und Italien vorzeitig einen Startplatz beim Turnier im kommenden Jahr (10. bis 28. Juli 2013) gesichert. Doch noch sind neun Startplätze zu vergeben und bereits am Wochenende können drei weitere Teams ihre Teilnahme perfekt machen.
Spanien steht als Play-off-Teilnehmer fest Nur die sieben Gruppensieger und der beste Gruppenzweite qualifizieren sich neben dem Gastgeber direkt für die Endrunde, hinzu kommen drei Teams, die sich über Play-off-Spiele am 20./21. und 24./25. Oktober qualifizieren werden, die Auslosung der Partien findet am Freitag, 21. September, statt.
Offene Entscheidungen Neben den bereits qualifizierten Teams hat Spanien seinen Platz in den Play-offs sicher, auch Frankreich, England, Niederlande , Finnland, Dänemark und Österreich stehen zumindest in den Play-offs, können sich aber auch noch direkt als Gruppensieger qualifizieren.
Italien bereits durch, Russland Favorit auf Platz 2 In Gruppe 1 ist Italien der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen, um Platz zwei kämpfen Russland und Polen. Während Russland am Samstag in Mazedonien vor einer lösbaren Aufgabe steht, liegt die Hürde für Polen am Sonntag in Italien um einiges höher, denn vermutlich hält nur ein Sieg die Polinnen im Rennen um Platz zwei, wenn es drei Tage später zum Auswärtsspiel in Moskau nach Russland geht.
Deutschland qualifiziert, Spanien in den Play-offs Die DFB-Elf hat sich in Gruppe 2 ebenfalls vorzeitig die Teilnahme an den Titelkämpfen in Schweden gesichert, Spanien steht als Play-off-Teilnehmer fest, so dass alle Entscheidungen in der Gruppe bereits gefallen sind. Deutschland spielt am Samstag in Kasachstan und beschließt die Qualifikation mit einem Heimspiel gegen die Türkei am Mittwoch in Duisburg. Die Schweiz bestreitet noch Auswärtsspiele in der Türkei und in Kasachstan.
Trio sorgt für Hochspannung Spannung pur verspricht die Gruppe 3, denn hier haben gleich drei Teams (Island, Norwegen, Belgien) noch Chancen auf den Gruppensieg. Die beste Ausgangsposition hat Island, das am Samstag ein Heimspiel gegen Nordirland bestreitet, während Belgien in Norwegen punkten muss, um im Rennen zu bleiben, wenn es zum Abschluss nach Nordirland geht. Vier Tage später treffen Norwegen und Island im direkten Duell aufeinander, vermutlich wird es in Oslo in der von Bibiana Steinhaus geleiteten Partie um den Gruppensieg gehen.
Matchball für Frankreich Tabellenführer Frankreich hat in Gruppe 4 fünf Punkte Vorsprung auf Schottland, so dass die Elf von Trainer Bruno Bini mit einem Sieg gegen die Republik Irland am Samstag bereits den Gruppensieg unter Dach und Fach bringen kann. Schottland braucht in Wales zumindest einen Punkt, um Platz zwei abzusichern. Doch die Waliserinnen können mit einem Sieg gegen die Schottinnen ihrerseits von der Play-off-Teilnahme träumen, sollte Schottland vier Tage später gegen Frankreich verlieren.
Günstige Ausgangsposition für Finnland Für Finnland reicht in Gruppe 5 am Samstag in Estland ein Punktgewinn, um sich als Gruppensieger zu qualifizieren. Nur bei einer Niederlage hat die Ukraine noch Chancen, die Finninnen im Schlussspurt zu überflügeln. Dazu müsste die Ukraine jedoch erst in Weißrussland und dann auch vier Tage später in Finnland siegen. Play-off-Chancen haben aber auch noch Weißrussland und die Slowakei.
Matchball für England, Niederlande vermutlich bester Gruppenzweiter Die Niederlande hat als einziges Team bereits alle Qualifikationsspiele bestritten und muss als Tabellenführer nun hoffen, dass England im Heimspiel gegen Kroatien am kommenden Mittwoch nicht gewinnt. Aber auch wenn die Engländerinnen drei Punkte holen, stehen die Chancen für die Niederländerinnen gut, als bester Gruppenzweiter sich direkt für die EURO zu qualifizieren. Denn dies würde nur verhindert, wenn Frankreich gegen die Republik Irland remis spielt und Schottland gegen Wales und Frankreich gewinnt oder Österreich in Dänemark siegt und die Däninnen nicht gegen Portugal gewinnen. Doch selbst dann könnte die Niederlande immer noch dank der Tordifferenz die Nase vorn haben.
Österreich will Dänemark ärgern Dänemark hat in Gruppe 7 die Führung mit zwei Punkten Vorsprung auf Österreich und zudem ein Spiel weniger ausgetragen. Die Däninnen könnten sich am Samstag also sogar eine Niederlage in Österreich erlauben, wenn sie vier Tage später das Heimspiel gegen Portugal gewinnen. Die Österreicherinnen haben einen Platz in den Play-offs sicher, ein Sieg gegen Dänemark könnte aber gar die Tür zu einer direkten Qualifikation eröffnen, entweder als Gruppensieger, wenn Dänemark gegen Portugal nicht gewinnt oder theoretisch auch als bester Gruppenzweiter, falls England nicht gegen Kroatien und Schottland nicht seine beiden letzten Spiele gewinnt.