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2012

U20-WM: Deutschland stürmt ins Halbfinale

Die deutsche U20- Nationalelf hat mit einem souveränen Sieg gegen Norwegen das Halbfinale der WM in Japan erreicht. Nur in den ersten fünf Minuten gab es zwei Schrecksekunden zu überstehen, doch dann sorgte die deutsche Effizienz für die frühe Entscheidung.

Die Auswahl von Bundestrainerin Maren Meinert gewann in Saitama mit 4:0 (3:0). Lena Lotzen (5., 20.), Melanie Leupolz (7.) und Luisa Wensing (84.) erzielten die Treffer für die DFB-Elf, die nun im Halbfinale am Dienstag, 4. September (12.30 Uhr live auf Eurosport) auf Gastgeber Japan treffen wird, der sich bereits am Donnerstag mit 3:1 gegen Südkorea durchgesetzt hatte.

Das zweite Halbfinale werden Nigeria (1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Mexiko) sowie die USA bestreiten (Dienstag, 4. September, ab 9.00 Uhr live auf Eurosport), die am heutigen Mittag mit 2:1 nach Verlängerung gegen Nordkorea gewannen.

Schrecksekunde Erst 47 Sekunden waren gespielt, da hatte die deutsche Elf nach einer Unachtsamkeit die erste Schrecksekunde zu überstehen, als die stärkste Norwegerin Caroline Hansen plötzlich frei vor Torhüterin Laura Benkarth auftauchte. Doch die Freiburger Torhüterin behielt einen kühlen Kopf und klärte per Fußabwehr. Die Norwegerinnen waren zunächst die präsentere Mannschaft auf dem Rasen, einen Hansen-Freistoß nahm Melissa Bjånesøy direkt ab, der Ball strich nur knapp am Pfosten vorbei (5.).

Führung durch Lotzen Es war das Hallo-Wach-Signal für die deutsche Elf, die im direkten Gegenzug mit ihrer ersten Chance in Führung ging: Dzsenifer Marozsán passte vom rechten Flügel unweit der Grundlinie in den Strafraum, Lotzen erwischte Norwegens Kapitänin Kristine Wigdahl Hegland auf dem falschen Fuß und traf zur 1:0-Führung (5.).

Simon glänzt als Vorbereiterin Und nur zwei Minuten später baute Deutschland die Führung aus: Die nicht nur bei Standards bärenstarke Carolin Simon trat einen Freistoß hart nach innen, den Norwegens Torhüterin Nora Gjoen nicht festhalten konnte, Leupolz bedankte sich mit dem 2:0 (7.). Und die DFB-Elf war weiter ein Musterbeispiel für Effizienz, Simon legte einen Ball in den Lauf von Lotzen, die eiskalt zum 3:0 abschloss und für die Vorentscheidung sorgte (20.).

Weitere Torchancen Doch auch der Gegner blieb bei seinen Vorstößen gefährlich, Hansen setzte sich gegen Jennifer Cramer durch und schoss nur knapp am Tor vorbei (31.). Die DFB-Elf hatte die Gelegenheit, noch vor der Pause die Führung in die Höhe zu schrauben, doch Leupolz scheiterte mit ihrem Schuss von der Strafraumgrenze genauso (35.) wie Marozsan, die nach feiner Finte aus aussichtsreicher Position nur die norwegische Torhüterin traf (45.).

Marozsan erneut im Pech In der zweiten Halbzeit ließ die Intensität der Partie ein wenig nach, die DFB-Elf hatte die Partie aber im Griff, auch wenn Bjånesøy am Elfmeterpunkt nur knapp eine Flanke von Emilie Haavi verpasste (59.). Marozsan kam einem vierten deutschen Treffer nah, doch ihr Schussversuch wurde von der norwegischen Defensive mit vereinten Kräften geblockt (62.). Und das Tor blieb für Marozsan wie vernagelt, einen von Hegland an Ramona Petzelberger verursachten Foulelfmeter konnte Gjoen an den Pfosten lenken. Die eingewechselte Silvana Chojnowski hatte die nächste gute Chance für die DFB-Elf (72.).

Hansen sieht rot, Wensing trifft per Kopf Ein übermotivierter und frustrierter Kung-Fu-Tritt von Hansen im 1:1-Duell gegen Laura Benkarth wurde zurecht mit der Roten Karte durch Schiedsrichterin Margaret Domka geahndet (80.), zum Glück konnte die DFB-Torhüterin weiterspielen. Nach Marozsán-Flanke setzte Wensing mit einem wuchtigen Kopfball den Schlusspunkt einer überzeugenden DFB-Darbietung (84.).