1. FFC Frankfurt gewinnt Test gegen Leverkusen

Von am 23. Juli 2012 – 9.43 Uhr 23 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat ein Testspiel gegen Ligakonkurrent Bayer 04 Leverkusen gewonnen. Die Hessinnen siegten allerdings nur knapp mit 4:3, Neuzugang Sandrine Brétigny war gleich zweimal erfolgreich.

„Bis auf die ersten 25 Minuten haben wir heute eine klasse Partie abgeliefert. Das etwas schwächere erste Viertel lässt sich sicherlich auf unser intensives Trainingsprogramm zurückführen“, so Bayer-Trainer Thomas Obliers nach der Partie, in der seine Elf auch die Chance zur zwischenzeitlichen Führung hatte.

Sandrine Brétigny trifft doppelt
In der Anfangsphase gingen die Frankfurterinnen durch Neuzugang Sandrine Brétigny mit 2:0 in Führung. Nach einer halben Stunde kamen die Leverkusenerinnen besser ins Spiel und erzielten durch Carolin Dej (36.) und Francesca Weber (42.) den Ausgleich. Doch quasi mit dem Halbzeitpfiff gelang Kerstin Garefrekes das 3:2 für die Gastgeberinnen. In der ersten Halbzeit stand Nadine Angerer nach fünfmonatiger Verletzungspause im Tor, in der zweiten Hälfte kam Desirée Schumann.

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Schumann hält Foulelfmeter
Kurz nach dem Wiederanpfiff kamen die Leverkusenerinnen durch Lisa Schwab (49.) zum erneuten Ausgleich. In der 78. Minute hatte Marith Prießen per Foulelfmeter die Führung auf dem Fuß, Schumann parierte jedoch. Stattdessen war es der FFC, der in Führung ging. Nach Vorarbeit von Ana-Maria Crnogorcevic traf Svenja Huth in der Schlussphase zum 4:3.

 

 

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23 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Es ist halt doch unglücklich, wenn man Testspiele gegen direkte Konkurrenten aus der Liga bestreitet. Da wird dann auch immer etwas reininterpretiert. Da kann der Underdog eigentlich immer nur gewinnen. Damit muss Frankfurt und darf Leverkusen bei diesem Resultat nun leben.

    Dann sollte man lieber gegen Männer eine 1:7 verlieren oder gegen eine unterklassige Mannschaft 40:0 gewinnen.

    Also besser keine Bewertung zu dem oben genannten Spiel…

    waiiy

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  • Katerli sagt:

    na ja, waiiy – ich bin da sehr unsicher in meiner Meinung. Was bringen solche Testspiele gegen Männer (hohe Verletzungsgefahr auf alle Fälle) und schon gar derart niederklassige Mannschaften wie Sonneberg. Okay, das muss auch schon, schon gar wenn man eingeladen wird … Aber ich sehe kein einziges Testspiel von Turbine, das etwa das Niveau des Gegners hat, der für die Turbinen einen Maßstab für die Meisterschaft setzt. Egal, was wer interpretiert (das wird sowieso immer sein), aber ein zwei Testspiele gegen Konkurrenten aus der gleichen Spielklasse (national oder international) müssten schon sein!

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  • waiiy sagt:

    @Katerli: Ich denke, dass mit verschiedenen Testspielen, verschiedene Ziele verfolgt werden. Zum Einen kann man Spielzüge natürlich besser automatisieren, wenn man gegen schwächere Teams spielt. Zum Anderen kann man gegen übermächtige (in Turbine-Fall also „männliche“) Teams natürlich bei höherem Tempo und höherer körperlicher Belastung als in der Bundesliga üben.

    Als Drittes darf man die psychologische Komponente nicht vergessen. Gegen ein deutlich unterlegenes Team, kann man locker viele Tore schießen, was gerade für Neuzugänge bzw. Nachwuchstalente sehr schön ist. Zum Anderen nimmt man eine Niederlage gegen ein Männerteam natürlich nicht so schwer, weil physiologisch ein Sieg wahrscheinlich gar nicht drin war.

    Ziel von Testspielen bleibt immer, dass das Team zum Saisonbeginn körperlich, technisch, taktisch und stimmungsmäßig topfit für die Aufgaben (in dem Fall Meisterschaft und CL) ist. Das ist gerade Potsdam in den letzten Jahren ganz gut gelungen, wo der Start immer ganz gut war.

    Frankfurt hat sich in dem Fall keinen Gefallen getan, dass man gegen einen ernster zu nehmenden Gegner gespielt hat, dass dort die Kombinationen sicher immer wieder gestört wurden und dass es psychologisch nicht ganz einfach ist, weil man natürlich (siehe alle Beiträge) darüber diskutiert und sich die Spielerinnen selbst auch Gedanken darüber machen.

    So kann sich eine Babett Peter (rein hypothetisch) fragen, ob Leverkusen mit einer Isy auf ihrer Abwehrseite vielleicht sogar noch ein Tor mehr drin gewesen wäre für den Gegner. Dann wäre jetzt noch mehr Diskussionsbedarf.

    Wie schon oben gesagt, kann in so einem Spiel der Underdog nur gewinnen.

    waiiy

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