Schweiz gelingt knapper Erfolg gegen Irland
In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 in Schweden greifen die meisten Mannschaften Mitte Juni wieder ins Geschehen ein. Grund genug, das Pfingstwochenende für Testspiele zu nutzen. Einen deutlichen 5:0-Erfolg feierte dabei Österreich, Nachbar Schweiz mühte sich zu einem 1:0 gegen Irland.
Beide Mannschaften machen sich in ihren Gruppen noch Hoffnungen auf den zweiten Rang. Die Schweiz kann dies nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, Irland schon – doch dazu bedarf es einer spielerischen Steigerung.
Schweiz hat Partie im Griff Die Schweizerinnen haben das Spiel über 90 Minuten dominiert und „hochverdient gewonnen“, so Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegenüber Womensoccer . „Gerade in der ersten Halbzeit waren wir sehr präsent, und die Mannschaft hat Dinge, die wir trainiert hatten, gut umgesetzt.“ Doch Tore fielen keine, denn Irland verlagerte sich auf die Defensive, stand hinten gut und lauerte auf Konter und lange Bälle; der Schweiz fehlte im Spiel nach vorne die letzte Konsequenz und Passgenauigkeit.
Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste besser in die Partie, allerdings war dies nicht von langer Dauer. „In der Phase hat man gesehen, dass wir zu Chancen kommen, wenn wir den Ball in den eigenen Reihen halten können“, resümiert Irlands Trainerin Sue Ronan. „Aber es wäre natürlich schön, wenn wir das ein ganzes Spiel zeigen würden – nicht erst nach 15 Minuten, wenn wir schön zurückliegen könnten. Da haben wir einfach technisch noch große Defizite.“
Bachmann erlöst die Schweiz In den zweiten 45 Minuten brachte Voss-Tecklenburg gleich neun neue Spielerinnen, und schon in der 47. Minute ergriff Ramona Bachmann die Initiative, hängte ihre Gegnerinnen ab und traf aus gut 16 Metern zum 1:0. „So ein Tor gibt natürlich Ruhe“, so Voss-Tecklenburg, doch insgesamt fiel die Qualität der Partie – wohl auch bedingt durch die Wechsel. „Ich wollte so viele Spielerinnen wie möglich sehen und sie nicht nur zehn Minuten spielen lassen. Sie sollen sehen, dass die Tür zur Nationalmannschaft offen steht.“ Insgesamt feierten mit Pascale Küffer, Fabienne Humm und Claudia Stilz drei Spielerinnen ihr Debüt im Nationaldress.
Irland vor wichtigen Spielen Im Gegensatz zur Schweiz kann Irland den zweiten Platz in der Gruppe noch aus eigener Kraft erreichen. Der Auftritt in Wohlen löste bei Ronan allerdings gemischte Gefühle aus. „Natürlich bin ich enttäuscht über das Resultat, aber ich habe gesehen, was ich sehen musste. Ich weiß, wer in der Mannschaft bereit für die wichtigen Spiele ist und wo die Defizite liegen.“ Zunächst trifft ihre Elf am 16. Juni auf Wales. Deren Trainer Jarmo Matikainen hat auf der Tribüne zugeschaut. Das wichtige Duell mit Schottland in Cork findet nur fünf Tage später statt.
Schweden gewinnt in Schottland Auch die Schottinnen haben ein Testspiel absolviert. Die Mannschaft der schwedischen Trainerin Anna Signeul trat zu Hause gegen Schweden an und verlor mit 1:4. Schon nach 25 Minuten führte Schweden dank der Treffer von Lotta Schelin mit 2:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Kim Little per Foulelfmeter der Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel schraubte Sofia Jakobsson mit einem Doppelschlag (52./67.) das Ergebnis in die Höhe.
Österreich gelingt Katersieg Die Österreicherinnen gewannen am Samstag klar mit 5:0 gegen Serbien. Zur Halbzeit lag die Mannschaft von Trainer Dominik Thalhammer in Purbach mit 2:0 in Führung. Die Tore erzielten Cornelia Haas (7.) und Nina Burger (20.). Nach dem Seitenwechsel waren weiter die Gastgeberinnen am Drücker. Lisa Makas sorgte mit einem schnellen Doppelschlag (48./50.) für klare Verhältnisse, ehe Burger (75.) der 5:0-Endstand gelang. Damit gelang der ÖFB-Auswahl eine erfolgreiche Generalprobe für das EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien am 16. Juni.
Russlang gewinnt Nachbarschaftsduell Bereits am Donnerstag gewann die Auswahl der Ukraine mit 4:0 in Ungarn, am Freitag setzten sich die Russinnen mit 2:0 gegen Weißrussland durch.