Christina Bellinghoven verlässt Duisburg

Von am 10. Mai 2012 – 13.32 Uhr 17 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg wird neben Torhüterin Anke Preuß in der kommenden Saison auch auf Christina Bellinghoven verzichten müssen.

Die 23-Jährige wird ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen und sich voll und ganz auf Studium und Privatleben konzentrieren.

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Studium in Schweden
„Ich werde im August für mein Studium ins Ausland gehen“, so Bellinghoven, die im schwedischen Skövde eine neue Heimat finden wird. „Ich will Freunde treffen und alles ausleben, was die ganze Zeit wegen Fußball zurückstecken musste.“

Mangelnde Motivation
Dass der Torhüterin die Motivation für den Frauenfußball abhanden gekommen ist, kann Trainer Marco Ketelaer dennoch offenbar nicht verstehen. „In der Bundesliga zu spielen, sollte genug Motivation sein.“

Cooler Haufen
Zu ihrem Abschied vom FCR meint sie: „Die Mannschaft war ein cooler Haufen, das ist schade. Aber es geht mir gut, wenn ich an das Ende denke.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

17 Kommentare »

  • Marion Uecker sagt:

    ohhhh man…

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  • Michele sagt:

    Wenn man ehrlich ist, hat man ihr angesehen, dass ihr die Motivation fehlt.

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  • Ralf sagt:

    Ja ist ja klar,dass Ketelaer das nicht verstehen kann – er steckt ja nicht in ihrer Haut. Man kann ihr das nicht verdenken – schließlich ist sie jung und will das auch mal irgendwann ausleben. Entweder Fußball oder Freizeit.

    So ist das.

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  • Andreas sagt:

    Das ist halt das besondere Problem im Frauenfußball. Die wenigsten können halt davon leben. Und Fußball spielen auf dem Level und gleichzeitig eine Berufsausbildung machen ist halt ein enormer Stress, den sich nicht jede aufladen will. Das ist durchaus verständlich.

    Umso wichtiger ist m.M.n., dass sich der Frauenfußball weiter professionalisiert.

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  • 14190_3 sagt:

    es kann ja nicht nur an Motivation, mangelndem Geld oder dergleichen liegen. Die Gründe liegen wohl beim FCR, irgendwas macht der Verein falsch, auch aus diesem Grund zählen sie nicht zu den „professionellen“, wie Laudehr sagen würde…

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  • speedy75 sagt:

    Wünsche Ihr auf dem weiteren beruflichen wie privaten Weg alles gute.

    Christina Bellinghoven hat auf jeden Fall noch rechtzeitig den Absprung geschafft um neues zu verfolgen.

    Wer steht denn dann zur nächsten Saison im Tor von Duisburg?

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  • frosti sagt:

    Ja, für den FCR ist dies wirklich schade.
    Aus Sicht der Spielerin ist dies aber durchaus verständlich.

    Selbst die mutmaßlich recht guten Gehälter bei Frankfurt und Wolfsburg ( ausgehend von den 11.000 für Fatmire unterstelle ich mal, dass diese sich für gute Spielerinnen bei 5.-7.000 € bewegen)rechtfertigen nicht den Verzicht auf eine berufliche Karriere – es sei denn, man hat keine besonderen beruflichen Möglichkeiten. Vergleicht man die Zuschauerzahlen von heute mit denen von vor 20 Jahren, so ist da auch kein entscheidender Durchbruch zu sehen. Ein Schnitt von 1.000 pro Bundesligaspiel ist allenfalls nett, aber für einen Profibetrieb viel zu wenig.
    Mit rd. 200.000 Zuschauern zu den CL-Spielen ist leider auch die Fernsehpräsenz recht mau. Damit lassen sich keine großen Werbeeinnahmen generieren, die hohe Forderungen der Verbände und Vereine für die Frauen rechtfertigen.

    Anders als früher muss man zudem für den Spitzensport heutzutage wesentliche fitter als früher sein und mehr Zeitaufwand betreiben.

    So besehen ist die Entscheidung von Bellinghoven – ohne Aussicht auf eine große Karriere im Frauenfußball – für eine ordentliche Ausbildung und Zeit für ein normales Privatleben nicht nur verständlich, sondern auch vernünftig.

    Ich hoffe nicht, dass Duisburg jetzt gänzlich auseinander fällt bzw. nicht mehr vorne in der Liga mitmischen kann.
    Das wäre wirklich ausgesprochen schade, zumal es ein Verein mit einer echten Fangemeinde und kein Kunstprodukt aus der Retorte eines Konzerns ist.

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  • Sheldon sagt:

    Bellinghoven macht meines Erachtens absolut alles richtig! Sie sieht, dass ihr Potential wohl nicht dazu ausreicht, eine der ganz Großen zu werden. Da sie in ihrem Alter auch vor wichtigen Zukunftsentscheidungen steht, ist es richtig, den Fußball bleiben zu lassen, wenn er ihren beruflichen Weg behindert.

    @14190_3: Wo sollen denn bitteschön die Probleme beim Verein liegen??? Duisburg ist vielleicht nicht professionell, weil er von bestimmten Personen in der Vergangenheit herabgewirtschaftet wurde, aber Ketelaer und Marcone machen 1A-Arbeit, besser kann man es nicht machen, weder in Potsdam noch in Bad Neuenahr.
    Wenn man sieht, wo der Verein im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt stand, und wo heute, dann würde ich sagen: Alle Achtung, Herr Ketelaer! Professioneller geht es nicht.

    Deswegen denke ich auch nicht, dass der Verein zusammenfallen wird. Auch in der letzten Saison sind einige Verträge sehr spät verlängert worden, die Neuverpflichtungen kamen noch später. Auch in dieser Saison sind ja aussichtsreiche Kandidatinnen auf der Wunschliste, mit denen verhandelt wird. Und da bin ich mir sicher, dass da der ein oder andere Geheimtipp bei ist, wie im letzten Jahr eine Laura Neboli!

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  • Elmar sagt:

    Von Motivation allein wirst du nicht satt.
    Mal ehrlich: Man will die Professionalisierung und bedient nur die „Stars“.
    Eine berufliche Zukunft mit dem Fussball ist nicht realisierbar.
    Beispiel: 600 brutto für 1.Liga und Stammspielerin.
    Ausbildung beendet verbunden mit viel Aufwand und Stress.
    Nun vor der Wahl. Entweder den Job kündigen und Vertrag wird verlängert zu den gleichen Konditionen oder Tschüss.
    Viele werden sagen: Andere schaffen das doch auch!
    Klar, jede zweite beginnt entweder ein Sportstudium oder Aubi zum Physio. Die berufliche Perspektive tendiert gleich gegen null.
    Doch nicht genug: Oft wird schon Schule und Ausbildung abgebrochen, da die Trainingszeiten und Spiele/Belastung dies fordern.
    Der Schritt von Bellinghoven absolut richtig!
    Nur Günstlinge von Frau Neid können während dieser Zeit davon leben.Was danach kommt, steht auf einem anderen Blatt.

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  • Sheldon sagt:

    @Elmar: Selbst 600 Euro für eine Stammspielerin ist noch überdurchschnittlich viel!
    In der letzten Saison hat Melanie Groll von Jena aufgehört, weil selbst eine zusätzliche Halbtagsstelle nicht mehr ausgereicht hat! 500 Euro mit Prämien, wenn es gut läuft!

    Doch das wird ja leider alles durch die Nationalspielerinnen beschönigt. Das Problem würde man nur erkennen, wenn die Schere nicht so breit offenstünde!

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  • Zonk sagt:

    Wie ich schon bei der Anke Preuß-Meldung geschrieben habe. Bin echt gespannt wen Duisburg jetzt holt. Vielleicht Lisa Weiß oder doch eine Amerikanerin (Harris vllt?)?!?

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  • ruhri sagt:

    @Zonk:
    Lisa Weiß wird es wohl nicht, denn, so habe ich es wenigstens irgendwo gelesen, hat sie der SGS versprochen noch ein weiteres Jahr zu bleiben.

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  • Wieb Ke sagt:

    Lisa Schmitz?

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  • Sheldon sagt:

    Laura Benkarth oder Kathrin Längert, würde ich nochmal in die Runde werfen!

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  • Fuxi sagt:

    Bianca Weech wird doch demnächst frei… ^.^

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  • Speedy75 sagt:

    Glaub kaum das Längert den FCB verlässt vorallem jetzt wo die den Pokal gewonnen haben und sich weiter verstärken.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Das Spitzeninterview nach dem gestrigen Pokalsieg von Längert spricht doch eine deutliche Sprache! Sie identifiziert sich nicht nur mit dem Team, sondern ist eine der Garanten für langanhaltenden Erfolg.
    Sowas schießt man nicht in den Wind, bloss wenn der ehemalige Verein u.U. anklopft, was ich wiederum nicht glaube. Eher gibt Turbine eine Torfrau ab…

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Bundesliga 2019/20
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