Erklimmt Wolfsburg die Tabellenspitze?
Der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt sind am Wochenende im Champions-League-Einsatz, dennoch rollt in der Bundesliga der Ball. Vier Partien werden am Sonntag ausgetragen, und der VfL Wolfsburg könnte zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen.
Zuletzt haben die „Wölfinnen“ stark aufgespielt, am Sonntag empfangen sie den Hamburger SV.
Wolfsburg vor dem Sprung nach oben Sollte der VfL dies gewinnen können, würde er sich zumindest bis zum 2. Mai an die Tabellenspitze setzen. Erst dann findet das Nachholspiel der Potsdamerinnen beim SC 07 Bad Neuenahr statt. Momentan hat Potsdam 41 Punkte auf dem Konto, Wolfsburg 40. Beide haben ein Torverhältnis von +36.
FCR reist nach Jena Sollte der VfL gegen Hamburg aber patzen, hätte auch der FCR 2001 Duisburg die Chance, die Spitzenposition im Meisterschaftsrennen zu erklimmen. Der FCR ist beim FF USV Jena zu Gast. „Die Mannschaft ist absolut positiv eingestellt. Alle sind hochmotiviert und brennen darauf, die gute Leistung aus dem vergangenen Spiel gegen Potsdam weiter auszubauen und Duisburg zu ärgern“, gibt sie Jenas Co-Trainerin Katja Greulich kämpferisch. Da Cheftrainer Daniel Kraus unter der Woche in Hennef für die Trainer A-Lizenz paukte, bereitete sie die Mannschaft auf die schwere Partie vor, in der auf die verletzte Stefanie Milde verzichtet werden muss.
„Jena hat den Klassenerhalt eigentlich geschafft und kann frei aufspielen. Der USV ist eher eine durchschnittliche Mannschaft, trotzdem aber ein sehr unangenehmes Team, das geschlossen auftritt und dem es oft gelingt, das Spiel des Gegners zu zerstören“, analysiert Ketelaer. „Wir müssen von Anfang an unsere Stärken ausspielen, Tempo machen, Druck ausüben und die dann entstehenden Lücken auch zu Toren nutzen.“
Freiburg empfängt die „Werkselfen“ Im Hinspiel gewann der SC Freiburg gegen Bayer 04 Leverkusen mit 5:1, doch SC-Trainer Milorad Pilipovic will die Partie gegen das Tabellenschlusslicht dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wer als Tabellenletzter gegen einen Champions-League-Halbfinalisten und Titel-Kandidaten in der Bundesliga über weite Strecken der Partie mithält und sogar phasenweise die bessere Mannschaft ist, der gehört momentan sicherlich zu den besten sechs Bundesliga-Mannschaften in Deutschland.“ Verzichten muss Pilipovic neben den Langzeitverletzten auch auf Essi Sainio (Grippe).
Letzte Chance für Leipzig Im vierten Spiel des Tages empfängt die SG Essen-Schönebeck den 1. FC Lok Leipzig. Für die Leipzigerinnen, deren Trainer Jürgen Brauße unter der Woche zurücktrat , wird das Gastspiel im Ruhrgebiet die wohl letzte Chance sein, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu wahren. Der Rückstand auf Jena beträgt bei noch fünf ausstehenden Spielen sechs Punkte.