Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2012

Frankfurt will den entscheidenden Schritt machen

Der 1. FFC Frankfurt hat mit dem 2:1-Sieg im Halbfinalhinspiel der Champions League gegen Arsenal LFC die Tür zum Endspiel in München aufgestoßen. Nun heißt es für die Frankfurterinnen am Samstag ab 14.15 Uhr (live im ZDF), diese Leistung im eigenen Stadion zu bestätigen. Doch die Londonerinnen haben sich noch nicht aufgegeben.

„Die Mannschaften im Halbfinale sind allesamt gute Teams, aber Frankfurt ist definitiv schlagbar“, so Arsenal-Trainerin Laura Harvey, die auch auf den psychologischen Faktor des 2:1 setzt.

Fuß vom Gas „Vielleicht ist die Tatsache, dass sie mit der Führung ins zweite Spiel gehen, auch der Wendepunkt. Möglicherweise nehmen sie Fuß ein wenig vom Gas, weil sie schon etwas in der Tasche haben, was bislang nicht der Fall war“, hofft Harvey. Vor dem Spiel gegen die „Gunners“ hatte der FFC keines der Hinspiele in der laufenden Champions-League-Saison gewinnen können.

Kahlert erwartet offensive „Gunners“ Eine solche Reaktion möchte FFC-Trainer Sven Kahlert bei seinem Team natürlich vermeiden. „Es gilt, auch im Rückspiel von Beginn an voll konzentriert und mit höchstem Einsatz dabei zu sein. Ich erwarte einen Offensivsturm von Arsenal, in etwa vergleichbar mit der Phase nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich, als sie voll auf Sieg spielten und besonders über die pfeilschnellen Außenspielerinnen Druck machten.“

Den Gegner beschäftigen Lange hatte es im Hinspiel nach einem Unentschieden ausgesehen, erst in der Nachspielzeit traf Kerstin Garefrekes zum Siegtreffer für die Frankfurterinnen, die bei ihrem Titelgewinn 2008 zum letzten Mal im Finale der „Königsklasse“ (damals noch UEFA Cup) standen. Arsenal hatte den Pokal ein Jahr zuvor gewinnen können. „Das Hinspiel in England hat alles gehalten, was es in Anbetracht der beiden großen Namen im europäischen Frauenfußball versprochen hat. Vom Anpfiff weg wurde die Partie mit sehr hohem Tempo gespielt“, blickt Kahlert auf das erste Aufeinandertreffen zurück. „Wir werden versuchen, an die vielen guten Aktionen im Hinspiel anzuschließen, den Gegner mit unseren Offensivaktionen in der eigenen Hälfte zu beschäftigen und wirklich alles Erdenkliche zu tun, um auch unser viertes Heimspiel in dieser Champions-League-Saison siegreich zu gestalten.“

Auf Frankfurter Seite kann die zuletzt gelbgesperrte Saskia Bartusiak wieder auflaufen, auch Dzsenifer Marozán und Kim Kulig stehen bereit. Ob Sandra Smisek , die sich im Hinspiel in einem Zweikampf eine Beckenprellung zugezogen hat, spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Auf Londoner Seite werden Kelly Smith und Faye White nicht spielen – letztere verkündete am Mittwoch auch ihren Rücktritt, da sie ihr erstes Kind erwartet.

FFC hofft auf Zuschauerrekord In Frankfurt hofft man, die Champions-League-Rekordkulisse von 3.100 Zuschauern im Viertelfinale gegen den nun namhaften Gegner knacken zu können. Eintrittskarten sind am Samstag an der Tageskasse ab 12.45 Uhr erhältlich. Neben einem größeren Stehplatzkarten-Kontingent (Euro 7,- / ermäßigt Euro 5,-) wird es noch einige wenige Sitzplatzkarten (Euro 15,- /ermäßigt Euro 13,-) geben.

Vor dem Spiel sprach Womensoccer mit Torhüterin Desirée Schumann, die auch im Rückspiel wieder die verletzte Nadine Angerer vertreten wird.