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2012

Champions League: Gelingt Potsdam die Revanche?

In der Vorsaison musste sich der 1. FFC Turbine Potsdam im Finale der UEFA Women’s Champions League gegen Olympique Lyonnais geschlagen geben . Diesmal steht der französische Titelverteidiger dem Team von Trainer Bernd Schröder bereits im Halbfinale im Weg. Eine harte Nuss, doch Turbine will sich im Hinspiel in Lyon eine gute Ausgangsposition verschaffen.

Turbine will Champions-League-Gesicht zeigen „Die Chancen stehen 50:50“, erwartet die wegen einer Bauchmuskelzerrung angeschlagene, aber wohl einsatzfähige Mittelfeldspielerin Viola Odebrecht ein enges Duell. „Aber wir haben in der Champions League relativ gute Spiele gemacht und hoffen, dass uns dies auch gegen Lyon gelingt“, setzt sie darauf, dass sich ihr Team in der Königsklasse einmal mehr von seiner Schokoladenseite zeigt, nachdem es in der Bundesliga zuletzt nicht immer rund lief.

Lyon setzt auf Offensive Im Stade de Gerland wird es am Sonntag (live ab 18 Uhr auf Eurosport) für Turbine darum gehen, die starken Offensivkräfte der Französinnen so gut wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten. „Ich vertraue auf unsere schnellen Spielerinnen im Angriff, sie können den Unterschied ausmachen“, spielt Lyons Trainer Patrice Lair auf Lotta Schelin, Eugénie Le Sommer und Élodie Thomis an. Sein Gegenüber Schröder erwartet ein Spiel auf Biegen und Brechen. „Wir müssen so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben und möglichst selbst ein Tor schießen“, gibt er die Devise vor.

Naeher-Einsatz noch unklar Allerdings stehen hinter dem Einsatz einiger Spielerinnen noch Fragezeichen. Tabea Kemme wird aufgrund ihrer Schulterverletzung definitiv fehlen, Torhüterin Alyssa Naeher ist nach einem Muskelfaserriss erst unter der Woche wieder ins Training eingestiegen, über ihren Einsatz wird erst kurzfristig entschieden. Hingegen dürfte Yuki Nagasato ihre muskulären Probleme genauso rechtzeitig auskuriert haben, wie Bianca Schmidt ihre Magen-Darm-Grippe, die sie zuletzt geschwächt hatte.

Schröder: „Vorweggenommenes Finale“ Schröder ist vom Leistungsvermögen beider Mannschaften überzeugt. „Dieses Duell ist ein vorweggenommenes Finale. Natürlich kennen wir die Stärke von Arsenal und Frankfurt, aber Lyon und Potsdam sind seit mehreren Jahren die besten Teams im Frauenfußball. Deswegen glaube ich auch, dass der Sieger dieses Duells das Finale gewinnen wird“, so der 69-Jährige.

Lair: „Haben einige Trümpfe“ Sein Lyoner Trainerkollege ist optimistisch: „Wir haben einige Trümpfe: Geschwindigkeit und Motivation. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Finale erreichen werden. Wir müssen uns in den beiden Spielen einfach durchsetzen, um den Wert des französischen Frauenfußballs zu zeigen“, so Lair.

Dickenmann hofft auf viele Zuschauer Die Schweizer Nationalspielerin Lara Dickenmann , die im Vorjahr mit einem Wechsel zu Turbine Potsdam geliebäugelt hatte , erklärt: „Diesmal müssen wir uns in zwei Spielen gegen sie durchsetzen, das ist ein Unterschied. Aber ich habe große Lust darauf und hoffe, dass der Zuschauerzuspruch gut sein wird.“