Duisburg lässt im Derby nichts anbrennen
Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat das Aus im DFB-Pokal gut weggesteckt. Im Derby gegen die SG Essen-Schönebeck kamen die Duisburgerinnen zu einem ungefährdeten Sieg, mit dem das Team auf Platz 2 sprang.
Beim 4:0 (2:0)-Sieg trafen Mandy Islacker (5.), Gülhiye Cengiz (30.) sowie zweimal Simone Laudehr (71., 87.).
Frühe Führung durch Islacker Dabei waren die Gäste gut in die Partie gekommen, die Ex-Duisburgerin Irini Ioannidou hatte mit einem Schuss aus 20 Metern die erste Chance des Spiels (3.). Doch die Duisburgerinnen fackelten nicht lange und gingen schnell in Führung: Eine Flanke von Jennifer Oster leitete Kozue Ando zu Islacker weiter, die hatte keine Mühe, den Ball zur Führung aus kurzer Distanz ins Netz zu drücken (5.).
Geburtstagskind Cengiz trifft Das Team von Trainer Marco Ketelaer hatte das Spiel nun unter Kontrolle, eine Laudehr-Schuss klärte Essens Torhüterin Uschi Holl (13.). Und die Gastgeberinnen legten schnell nach, mit einem abgefälschten Heber belohnte sich Cengiz an ihrem 20. Geburtstag mit dem Treffer zum 2:0 (30.). In der zweiten Halbzeit taten die Duisburgerinnen gegen zu harmlose Gäste nicht mehr als nötig, dennoch kam das Team zu zwei weiteren Treffern.
Zwei Tore durch Laudehr Nach Pass von Islacker traf Laudehr zum 3:0, nachdem sie im ersten Versuch noch an Holl gescheitert war (71.). Und die wiedergenesene Nationalspielerin war erneut zur Stelle, als die Essener Abwehr sich nach einer Flanke von Marina Himmighofen im Tiefschlaf befand (87.). Die eingewechselte Barbara Müller hatte zudem zuvor die Latte getroffen (80.).
Pflicht erfüllt Duisburgs Trainer Marco Ketelaer meinte: „Wir haben die Pflicht erfüllt und drei Punkte geholt, auch wenn es spielerisch nicht immer gut war. Wir schauen von Spiel zu Spiel, wir haben alle Möglichkeiten, am Schluss wird abgerechnet.“ Und auch bei den Spielerinnen ist der Erfolgshunger lange noch nicht gespielt.
Popp: “Wollen Meister werden” Torschützin Cengiz erklärte: „Wir wollen jetzt die Bundesliga rocken.“ Und Alexandra Popp, die zur kommenden Saison zum VfL Wolfsburg wechselt, meinte: „Wir haben ein großes Ziel vor Augen, wir wollen Meister werden, dazu müssen wir alle Spiele gewinnen. Wir wissen, was wir können und haben jetzt wieder ein Ausrufezeichen gesetzt.“
Högner beklagt mangelnde Aggressivität Essens Trainer Markus Högner meinte: „Wir haben gut begonnen, aber das Gegentor hat uns das Genick gebrochen. Danach haben wir überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden und keine Aggressivität in den Zweikämpfen gezeigt. Wir waren alle froh, als der Schlusspfiff ertönt ist. Wir müssen uns nun auf das Heimspiel gegen Leipzig konzentrieren, denn wir können immer noch absteigen.“