EM-Quali: Matchball für DFB-Elf
Für Deutschland ist das heutige EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz in Aarau (ab 18.00 Uhr live im ZDF) wohl die letzte Hürde beim Unterfangen, sich einen direkten Startplatz für die UEFA Women’s EURO 2013 in Schweden zu sichern.
Denn die DFB-Elf würde mit einem Erfolg bei den Schweizerinnen nicht nur die Tabellenführung festigen, sondern stünde danach mit noch zwei ausstehenden Heimspielen gegen Rumänien und die Türkei und einem Auswärtsspiel in Kasachstan vor mehr als lösbaren Aufgaben.
Sehr gute Ausgangslage „Wir haben uns eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet, um uns als Tabellenerster direkt für die EURO 2013 in Schweden zu qualifizieren“, freut sich Bundestrainerin Silvia Neid , dass der 5:0-Erfolg gegen Spanien in Mannheim den Weg nach Schweden geebnet hat, auch wenn es trotz des klaren Erfolgs sowohl im Offensivspiel als auch im Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft noch Luft nach oben gab.
Kein Selbstläufer Doch Neid warnt davor, die Partie in der Schweiz als Selbstläufer zu betrachten. „Das Team besitzt insgesamt eine hohe Qualität. Das haben wir schon in der ersten Begegnung gesehen. Schon damals hat uns die Schweiz das Leben schwer gemacht hat“, so Neid in Erinnerung an den 4:1-Sieg im vergangenen September in Augsburg . Die derzeit noch verletzte Stürmerin Inka Grings hat bei den Schweizerinnen allerdings Defizite in puncto Athletik und Spieltempo ausgemacht .
Individuelle Klasse soll den Unterschied machen Inzwischen hat bei der Schweiz Martina Voss-Tecklenburg das Traineramt übernommen, was die Aufgabe für die deutsche Elf nicht leichter machen dürfte. „Wir sind uns bewusst, dass Martina unsere Spielphilosophie und vor allem auch unsere Spielerinnen sehr genau kennt. Uns ist klar, dass sie deren Stärken und Schwächen genau einzuordnen weiß“, so Neid . Dennoch sei sie aufgrund der individuellen Fähigkeiten ihrer Spielerinnen vom Erfolg der DFB-Auswahl überzeugt.
Bartusiak-Einsatz fraglich Nach ihrer Sperre im Spiel gegen Spanien steht Innenverteidigerin Saskia Bartusiak wieder zur Verfügung. Ob sie zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich, da sie zuletzt mit Problemen in der Wade zu kämpfen hatte. „Wir wollen definitiv die drei Punkte haben“, verspricht Célia Okoyino da Mbabi , dass sie auch gegen die Schweizerinnen topmotiviert sein wird, ihre herausragende Torbilanz von zehn Treffern in den vergangenen drei Spielen weiter auszubauen.
Schweiz will Nadelstiche setzen Doch die Schweizerinnen wollen der DFB-Elf die Punkte nicht kampflos überlassen. “Das Ziel ist kompakt zu stehen, Nadelstiche zu setzen und Deutschland das Leben so schwer wie möglich zu machen“, so Voss-Tecklenburg , nachdem ihr Team am vergangenen Samstag mit 5:0 gegen die Türkei gewann.