Potsdam nutzt Ausrutscher der Konkurrenz

Von am 18. März 2012 – 16.55 Uhr 64 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat am 15. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga seine Tabellenführung ausbauen können. Die Potsdamerinnen siegten im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0. Auch der Vorsprung auf die anderen Verfolger vergrößerte sich, denn der FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Frankfurt ließen überraschend Federn.

Für die größte Überraschung sorgte der Hamburger SV, der sich in Frankfurt mit 1:0 (0:0) durchsetzen konnte.

Highlights Potsdam – Wolfsburg
Potsdam – Wolfsburg in voller Länge

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Frankfurt verliert den Anschluss
Zur Halbzeit hatte es noch 0:0 gestanden, doch Aferdita Kameraj gelang vor 1420 Zuschauern in der 51. Minute der Siegtreffer. Für die Frankfurterinnen ist es nach dem 0:1 am Donnerstag in der Champions League gegen LdB FC Malmö die zweite Pflichtspielniederlage binnen vier Tagen. Der FFC bleibt weiter auf dem dritten Tabellenrang, hat aber nun sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Potsdam. Für die Hamburgerinnen war der Überraschungscoup in Frankfurt dagegen doppelt wichtig, denn im Kampf gegen den Abstieg punkteten auch die direkten Konkurrenten aus München und Jena. Hamburg liegt auf dem neunten Platz, und Trainer Achim Feifel konnte sein Glück nach dem Spiel kaum fassen: „Phänomenal. Ein geiles Gefühl! Endlich haben wir uns auch mal gegen eine Topmannschaft bewiesen.“

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Der 1. FFC Frankfurt um Kerstin Garefrekes hat eine bittere Heimniederlage einstecken müssen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Duisburg nur unentschieden
Der FCR 2001 Duisburg konnte seinen Vorsprung auf die Frankfurterinnen um einen Zähler vergrößern, ließ beim 2:2 (1:1) gegen den SC Freiburg aber zwei wichtige Punkte liegen. Dabei war es ein Start nach Maß für die Duisburgerinnen, die durch Nationalspielerin Linda Bresonik bereits in der 14. Minute in Führung gingen. Die wurde von Sonja Giraud jedoch postwendend (17.) ausgeglichen. In der 77. Minute gingen die Gäste durch einen abgefälschten Freistoß von Julia Zirnstein gar in Führung, Luisa Wensing glich jedoch kurz darauf aus (80.).

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FCR-Trainer Marco Ketelaer haderte nach der Partie mit der Chancenverwertung: „Es tut mir wirklich leid für das Team, weil es so viele Chancen herausspielte, sich aber nicht belohnt hat.“ Sein Gegenüber Milorad Pilipovic war verständlicherweise zufrieden: „Die Mannschaft kann heute richtig stolz auf sich und ihre Leistung sein. Was die Mädels heute gelaufen sind, wie sie aufopferungsvoll gekämpft und alles in die Waagschale geworfen haben, das war phänomenal.“

Wolfsburg verpasst die Chance
Von diesen beiden Ergebnissen wusste der VfL Wolfsburg vor dem Gastspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam. „Wir haben uns ganz viel vorgenommen“, so Nationalspielerin Lena Goeßling. Doch am Ende hieß es 1:0 (1:0) für den 1. FFC Turbine Potsdam. Das einzige Tor des Tages fiel durch Stefanie Draws bereits in der zehnten Minute. „In der ersten Halbzeit hätten wir mehr Tore schießen müssen“, haderte Potsdam Trainer Bernd Schröder, „aber in der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr viel zuzusetzen.“ Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der mit seinem Team den Sprung auf den dritten Rang verpasste, war nach dem Spiel enttäuscht. „Wir haben zu ängstlich agiert, denn wir wollten Potsdam eher stören. Die zweite Halbzeit war deutlich besser, aber der Potsdamer Sieg geht in Ordnung. Es ist natürlich ärgerlich, denn das war heute eine Riesenchance, aber vielleicht sind wir einfach noch nicht so weit.“

Leverkusen gewinnt Kellerduell
Tabellenschlusslicht Bayer 04 Leverkusen hat das Duell bei Tabellennachbar 1. FC Lok Leipzig 4:1 (2:1) gewonnen. Die Leverkusenerinnen gingen früh durch Eunice Beckmann (5.) in Führung, doch zunächst konnte Leipzig durch Katie Kelly (9.) noch ausgleichen. Lisa Schwab traf in der 30. Minute zur Leverkusener Halbzeitführung. In der Schlussphase schraubten Audrey Knopp (85.) und Claudia Götte (88.) das Ergebnis in die Höhe.

Jena siegt in Bad Neuenahr
Viel verändert hat sich für die Werkself allerdings nicht. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt weiter acht Punkte, denn der FF USV Jena kam zu einem überraschenden 1:0 (0:0)-Sieg beim SC 07 Bad Neuenahr. Der einzige Treffer der Partie fiel durch Carolin Schiewe in der 74. Minute. Zuvor war Bad Neuenahr sechs Mal in Folge ohne Niederlage und Gegentor geblieben.

Münchens Serie hält
Noch nie hat der FC Bayern München im eigenen Stadion gegen die SG Essen-Schönebeck verloren. Und nach dem 1:0 (1:0)-Sieg bleibt die Serie bestehen. Vor 210 Zuschauern erzielte die Schweizer Nationalspielerin Vanessa Bürki in der 42. Minute den Siegtreffer. Dadurch liegen die Münchenerinnen weiter auf dem achten Tabellenplatz, haben von den Punkten aber mit der SGS auf Rang sieben gleichgezogen. Beide haben 17 Zähler auf dem Konto.

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