Misstöne in Frankfurt, Wolfsburg ernüchtert

Von am 19. März 2012 – 15.17 Uhr 39 Kommentare

Der 15. Spieltag der Frauen-Bundesliga hatte es in sich: Der 1. FFC Frankfurt bangt nach der überraschenden Heimniederlage gegen den Hamburger SV um die Teilnahme am internationalen Geschäft, die Überflieger vom VfL Wolfsburg mussten ihrerseits anerkennen, dass die Trauben derzeit noch ein wenig zu hoch hängen.

Der mit Nationalspielerinnen gespickte Kader des 1. FFC Frankfurt ging nach der 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV wettbewerbsübergreifend bereits zum siebten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Viel zu häufig für eine Mannschaft mit solch hoch gesteckten Ansprüchen, die sich in Richtung europäische Spitze orientieren will. Und so kam es auf der anschließenden Pressekonferenz erstmals zu öffentlichen Dissonanzen zwischen Trainer Sven Kahlert und Manager Siegfried Dietrich.

Uneinigkeit zwischen Kahlert und Dietrich
Denn Kahlert stellte sich trotz der Niederlage gegen den Tabellenneunten hinter seine Elf und wollte „ein gutes Spiel“ gesehen haben. „Nur der Torabschluss war miserabel“, so seine Einschätzung. Dietrich sparte hingegen nicht mit Kritik und erklärte, von mehrfachen Blicken in Richtung Kahlert begleitet: „Wir müssen alle besser spielen. Wir haben nicht das gezeigt, was wir zeigen wollten, hätten aggressiver sein müssen.“

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Flaute im Sturm
Die Stimmung ist angespannt vor dem so wichtigen Viertelfinal-Rückspiel in der UEFA Women’s Champions League am Mittwoch (ab 15 Uhr live im HR) gegen den schwedischen Meister LdB Malmö, wo es gilt, das 0:1 aus dem Hinspiel vom vergangenen Donnerstag wettzumachen. Bleibt zu hoffen, dass die Chancenverwertung der Frankfurterinnen dann besser wird als in den vergangenen Spielen, das Sturmproblem des Teams ist offensichtlich und es scheint sich zu rächen, dass im Winter auf dem Transfermarkt keine weitere Stürmerin verpflichtet wurde.

Wolfsburg auf dem Boden der Tatsachen
Beim VfL Wolfsburg musste man nach der 0:1-Niederlage beim 1. FFC Turbine Potsdam nach acht Siegen in Folge anerkennen, dass in der Breite doch noch ein wenig Qualität zur Topspitze fehlt, denn das knappe Ergebnis bringt die wahren Kräfteverhältnisse auf dem Rasen nicht zum Ausdruck, die Potsdamerinnen hatten das Spiel fest im Griff und ließen den Gegner so gut wie nicht zur Entfaltung kommen. „Das war heute eine Riesenchance, aber vielleicht sind wir noch nicht so weit“, räumte auch Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann ein.

Sven Kahlert, Trainer von Frauen-Bundesligist 1. FFC Frankfurt

Sven Kahlert: "Nur die Torausbeute war miserabel" © Herbert Hein / girlsplay.de

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Mittelfeld abgemeldet
Vor allem im Mittelfeld gelang es dem Duo Lena Goeßling und Nadine Keßler nicht, das Spiel an sich zu reißen, umso besser schafften dies Viola Odebrecht und Patricia Hanebeck auf der Gegenseite. Und auch die Wolfsburger Abwehr wirkt nicht immer sattelfest, so hatte etwa Stephanie Bunte auf der rechten Außenbahn ihre liebe Müh und Not mit der schnellen Antonia Göransson. „Wir sind in der ersten Halbzeit gar nicht ins Spiel gekommen“, lamentierte Goeßling, die aber optimistisch bleibt: „Platz 2 ist für uns noch drin und wir hoffen, dass wir am Ende der Saison einen Champions-League-Platz haben.“

Schiewe beendet Bad Neuenahrs Serie
Doch der 15. Spieltag hatte noch mehr zu bieten: Der FF USV Jena gewann beim SC 07 Bad Neuenahr überraschend mit 1:0 und beendete die Serie des Gegners von sechs Spielen ohne Niederlage und Gegentor. Carolin Schiewes‘ Treffer in der 74. Minute verschafft den Thüringerinnen Luft im Abstiegskampf. Auch der Tabellen-Schlusslicht Bayer 04 Leverkusen kam beim 4:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig zu einem wichtigen Dreier.

Getrübte Freude in Leverkusen
Doch die Freude dürfte durch die Überraschungserfolge von Hamburg und Jena getrübt gewesen sein. Doch Leverkusens Trainerin Doreen Meier gibt sich kämpferisch: „Gegen den HSV müssen wir so oder so alles in die Waagschale legen, um unsere Chancen zu wahren. Uns helfen in unserer Situation nur Punkte weiter.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • hanah sagt:

    Mein Gott!!! Nur weil sie nicht immer gewinnen denken alle die Welt geht unter!!! Und herzlichen Glückwunsch Lira für dein Comeback:)

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  • Ralf Wolfram sagt:

    hanah, du sprichst (schreibst) mir aus der Seele.

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  • hanah sagt:

    Danke 😛 Sie können immer noch gegen Malmö gewinnen !!!!!!<3

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  • maxsee sagt:

    @ ralf wolfram
    von welcher neuen Entwicklung im Frauenfussball wird hier eigentlich gedacht und gesprochen? Der von Japan, Schweden, USA oder Frankreich? Oder glauben manche, daß Frankfurt und Dietrich den Nabel der FF-Welt widerspiegeln.

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  • waiiy sagt:

    @hanah: Davon gehe ich ehrlich gesagt aus. Allein das Bewusstsein, was da auf dem Spiel steht, sollte alle an ihre Leistungsgrenzen treiben und die individuelle Klasse zu Tage fördern, die ja bei weitem höher ist als bei Malmö.

    waiiy

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  • Ramona Lippoldt sagt:

    ralf hat wie immer recht und wir unsere ruhe. was er schreibt ist einfach nur …

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  • jochen-or sagt:

    Soll der Bessere gewinnen!

    Mir sei erlaubt, dass mich weder Frankfurt noch Malmö wirklich interessiert.
    Mit Anja auf dem Feld würde ich allerdings zu Malmö halten.

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  • Detlef sagt:

    Ralf Wolfram schrieb;
    „Ich glaube es ist eher ein Hilfeschrei vor der Übermacht von Frankfurt und Wolfsburg in der nächsten Saison.“

    Diese Übermacht hatte man beiden Klubs auch schon vor dieser Saison bescheinigt!!!
    Aber die Güte einer Mannschaft errechnet sich nicht bloß aus der Summe der Spielerinnen!!!

    Ralf Wolfram schrieb;
    „tauschen jedes Jahr verdienstvolle Spielerinnen ihre Erfolge in anderen Spitzenvereinen dafür ein eine neue Herausforderung zu suchen um sich beim 1. FFC Frankfurt oder VfL Wolfsburg sportlich weiterzuentwickeln.“

    BABBS ist heute schon die beste Abwehrspielerin Deutschlands!!!
    Wozu möchte sie sich jetzt noch sportlich weiterentwickeln???
    Versucht sie in Frankfurt vielleicht als Mittelstürmerin Karriere zu machen??? 😉
    Oder strebt sie dort etwa die Laufbahn einer Torfrau an??? 😉
    Sicherlich nicht, denn sie wird genau dort spielen, wo sie jetzt in Potsdam spielt!!!

    SCHMIDTI könnte sich in Frankfurt durchaus weiterentwickeln, wenn sie sich dort durchsetzen kann!!!
    Sie hat sich leider, leider die letzten 2 Jahre in Potsdam etwas zurückentwickelt!!!
    Als sie bei TURBINE angefangen hatte, war sie die große Sturmhoffnung!!!
    Leider polte man sie in den Nationalmannschaften zur Abwehrspielerin um, und dort setzte sie dann auch Bernd Schröder ein, um BIANCAS Natio-Karriere nicht zu torpedieren!!!
    Nach anfänglich guten Leistungen auf dieser Position, baute sie sowohl im Verein, als auch in den Natios ziemlich stark ab!!!
    Schröders Bemühungen, sie wieder etwas offensiver agieren zu lassen, zeigten bereits erste positive Anzeichen!!!
    Wenn sie in Frankfurt noch mehr in die Offensive gehen darf, könnte sich das sehr positiv für sie auswirken!!!

    VIOLA ist momentan in einer bestechenden Form, und spielt dabei sogar um Welten besser, als vor ihrer „Weltreise“!!! 😉
    Sie ist ganz klar die beste zentrale Mittelfeldspielerin Deutschlands!!!
    Wenn sie diese Form bis zur EM konservieren kann, müssen sich Kulig und Laudehr sehr warm anziehen!!!
    VIOLA ist jetzt 29 Jahre alt, wozu möchte sie sich denn bitteschön noch weiterentwickeln???
    Wenn sie Glück hat kann sie ihr jetziges Niveau noch ein-zwei Jahre halten!!!

    Natürlich entwickelt sich jede Spielerin immer irgendwie weiter, aber ich muß/sollte den Verein wechseln, wenn ich mich in meinem aktuellen Verein nicht wohlfühle, wenn mir in meinem jetzigen Verein irgendwelche Hürden in den Weg gestellt werden, oder wenn ich im neuen Verein um Titel mitspielen kann, die für meinen aktuellen Verein unereichbar sind!!!
    Alle drei Gründe treffen bei allen drei Spielerinnen in Potsdam ganz sicher nicht zu!!!

    Also warum lange um den heißen Brei herumreden???

    Die Spielerinnen mußten/müssen in Potsdam ganz sicher nicht am Hungertuch nagen!!! 😉
    Aber mit den finanziellen Möglichkeiten von Wolfsburg und Frankfurt kann TURBINE einfach nicht mithalten, und deshalb werden auch in Zukunft immer wieder (National-)Spielerinnen den Verein verlassen!!!

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  • Mika sagt:

    @Detlef:

    Danke, du (und waiiy und SF) schreibst immer die Antworten auf Beiträge (Wolfram), wo ich selbst keine Lust habe sie zu schreiben.

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „BABBS ist heute schon die beste Abwehrspielerin Deutschlands!!!
    Wozu möchte sie sich jetzt noch sportlich weiterentwickeln???
    Versucht sie in Frankfurt vielleicht als Mittelstürmerin Karriere zu machen??? 😉
    Oder strebt sie dort etwa die Laufbahn einer Torfrau an??? 😉
    Sicherlich nicht, denn sie wird genau dort spielen, wo sie jetzt in Potsdam spielt!!!“

    Das wohl nicht. Bei Turbine muss sie ja den Libero geben, ach was: einen klassischen ‚Ausputzer‘! 😀
    Das dürfte beim FFC Frankfurt etwas anders sein. Dort wird sie vermutlich als Innen- oder Außenverteidigerin in einer Viererkette zum Einsatz kommen, was auch ihrer Rolle in der Nationalmannschaft entspricht.
    Insofern denke ich, dass gerade Babett Peter sich durch den Vereinswechsel sehr wohl sportlich weiterentwickeln kann!

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  • Neutral sagt:

    @ Detlef

    Zeige mir mal bitte die Aussage, wo man Wolfsburg in dieser Saison eine „Übermacht“ bescheinigt hat ???? !!!!!!! Soviel ich weiß, ist deren Ziel Platz 4 und alles andere ist nur eine willkommene Beilage !!!

    Gut, ich will mich jetzt nicht festlegen, ob die genannten Spielerinnen sich in ihren neuen Clubs weiterentwickeln. Aber ich glaube, das jede (Natio)spielerin auch Schwächen (Zweikampf, Passspiel, Taktik usw.)hat und warum soll sie die dann in einem neuen Verein evtl. nicht verbessern (und somit wäre das dann eine sportliche Weiterentwicklung)??!!!! Im Herrenbereich gibt es genügend Beispiele, das Spieler sich in ihrem Verein super entwickelt haben, Natiospieler geworden sind und dann nach einem Wechsel zu einem anderen Club trotzdem noch mal eine (kleine) Entwicklung genommen haben.

    Ist auch interssant, das du „ganz sicher“ weißt, das alle Spielerinnen sich in Potsdam wohlfühlen und das sie innerhalb des Vereins keine Hürden in den Weg gestellt bekommen. Ich mag jetzt nicht aufzählen, wieviel gestandene Spielerinnen in den letzten 5 Jahren Potsdam verlassen haben, aber unterstellst du all diesen Spielerinnen, das es nur das liebe Geld war ??

    Und da du ja schön und fest behauptest, das Turbine mit den finanziellen Mitteln von Frankfurt und Wolfsburg nicht mithalten kann, besitzt du ja anscheinend Insiderwissen. Dann teile uns doch mal die Zahlen mit (ich glaube, das würde viele interessieren). Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann höre doch einfach mal mit diesen „Behauptungen“ auf, denn irgendwas in die Welt setzen, das kann jeder !!!!!!!

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Einspruch Euer Ehren!!!
    Ein Libero spielt ja im klassischen Sinne vor der Abwehr!!!
    BABBS gibt in TURBINES Dreierkette aber die „Einfrauinnenverteidigung“!!! 😉
    Hinter ihr ist in den allermeisten Fällen nur noch ALYSSA!!!
    Da man mit einer Dreierkette viel mehr verschieben muß als mit einer Viererkette, ist die Bezeichnung „Ausputzer“ nicht so ganz falsch!!! 😉
    In Frankfurt wird sie sich aber zunächst an die „Enge“ im Strafraum gewöhnen müssen, denn dort wird sie sich den vorhandenen Platz mit Sassi teilen müssen!!! 😉

    @Neutral,
    WOB ist schon seit 2-3 Jahren unter den Kandidaten dabei, die sich in die exclusive Runde der 3 Großen einreihen möchten!!!
    Das fing ja schon damals an, als OMMEL und BRITTA (beide A-Nationalspielerinnen), sowie JULE HÖFLER und Anna Blässe (U-Nationalspielerinnen) zu WOB wechselten!!!
    Nach den Verpflichtungen von Verena Faißt, Selina Wagner, Yvonne Hartmann, Alisa Vetterlein und LENI LARSEN KAURIN wurden die Stimmen noch lauter, daß nun endlich der Zeitpunkt gekommen wäre, daß WOB an der Tabellenspitze anklopfen kann!!!
    Als nun auch noch JOSI HENNING, NADINE KESSLER, CONNY POHLERS, Jana Burmeister und Lena Goessling in die Autostadt kamen, waren die Wölfinnen nun endgültig zu den Mit-Favoritinnen dieser Saison geworden!!!
    Vor allem auch deshalb, weil Duisburg und Potsdam einen enormen Aderlaß zu verkraften hatten, konnte man vor der Saison nicht sicher sein, ob die überhaupt wieder ein Wörtchen mitzureden hatten!!!
    Wenn Du Dir also die Arbeit machen möchtest, dann schaue bitte ins Archiv!!!
    Dort standen (nach der Übermannschaft FFC Frankfurt) die Wölfinnen bei vielen FF-Kennern gleich auf Rang Zwei, als es um die Favoriten für diese Saison ging!!!

    Ich gehe seit 2004 zu TURBINE, und bin auch seit 30.09.2004 Mitglied im Verein!!!
    Da ich in BaWü wohne, kann ich nicht immer bei Mitgliederversammlungen dabei sein, aber bei einigen war ich schon!!!
    Deshalb kenne ich die finanziellen Möglichkeiten (Kassenbericht) meines Vereins schon recht gut!!!
    Die Zahlen sind und bleiben aber intern!!! 😉
    Schau einfach mal auf unsere Sponsorenliste, und Du wirst nichts annähernd Vergleichbares wie Commerzbank oder VW finden!!!
    Ich bin bei fast jedem Spiel der TURBINEN dabei, auch im Ausland!!!
    Da baut sich automatisch eine gewisse Nähe zu den Spielerinnen, und vor allem zu den Verantwortlichen und Sponsoren auf!!!
    Und deshalb bin ich mir ganz sicher, daß sich alle 3 Spielerinnen (auch ANJA) bei TURBINE sehr wohl gefühlt haben!!!
    Alle Spielerinnen sind/waren Stammkräfte, also wenn sie fit sind/waren, stehen/standen sie auch in der Startformation!!!
    Deshalb sehe ich auch keine Hürden, die man ihnen in den Weg gestellt hat!!!
    Die Hürde für BIANCA kommt ja vom DFB, weil man sie da unbedingt als Abwehrspezialistin sieht!!!
    Wenn Schröder sie aber dauernd im Mittelfeld (wie schon ein paar mal geschehen), oder wie früher im Sturm einsetzt, dann war SCHMIDTI die längste Zeit Nationalspielerin gewesen, denn Stürmerinnen hat Frau Neid ja genügend!!!

    Ich will mich hier nicht ständig wiederholen, denn ich stehe zu dem was ich oben geschrieben habe!!!
    Es geht einfach nicht in meinen Kopf, daß man einen Verein verläßt, bei dem man sich wohl fühlt und mit dem man alle Titel holen kann!!!
    Und auch wenn Schröder ein kauziger Schleifer ist, der oft Dinge sagt, die man ihm ziemlich übel nehmen kann, aber am Ende der Saison, wenn sie wieder Meister (und eventuell CL-Sieger) geworden sind, wissen alle Spielerinnen, wofür sie sich geschunden haben!!!

    Es gibt für mich nur diese eine Erklärung, nämlich daß man sich diese Schinderei nun noch etwas mehr versüßen läßt!!!

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  • frosti sagt:

    @neutral
    Klar hat Turbine die selben finanziellen Mittel wie Wolfsburg und/oder Frankfurt. Es gehen jedoch immer wieder die besten Spielerinnen dort hin, weil Wolfsburg im Gegensatz zu Potsdam/Berlin so aufregend und das Rhein-Main-Gebiet so wunderschön ist.

    Da spielt es dann auch keine Rolle, dass sie bei Turbine auch international im Fokus sind und CL spielen können.

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  • karl sagt:

    Jetzt kriegt euch mal ein mit dieser Gelddiskussion. Es wird wohl keine der Spielerinnen Hilfe dabei brauchen ihr Gehalt nach Hause zu tragen, egal bei welchem Verein. Ich bin ziemlich sicher dass niemand nur wegen ´nem tausender mehr einen Ortswechsel in Kauf nimmt. Offenbar kann man in Frankfurt und Wolfsburg den Spielerinnen einfach bessere Perspektiven fuer nach der Fussballkarriere bieten. Denn ausgesorgt haben die danach alle nicht , die muessen alle noch arbeiten nach dem Karriereende.

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  • Neutral sagt:

    @Detlef schrieb:
    WOB ist schon seit 2-3 Jahren unter den Kandidaten dabei, die sich in die exclusive Runde der 3 Großen einreihen möchten!!!

    = Falsch Detlef !!! Wenn du dir die Mühen machst und mal ins Archiv gehst, wirst du sehen das die Zielsetzungen mit deinen ersten genannten Spielerinnen ein gesichertes Mittefeld war. Im ertsen Jahr von Herr Kellermann war das Ziel die Mannschaft ins obere Mittelfeld zu bringen = Paltz 8. Im zweiten Jahr Platz 5 = Ziel erreicht. Im dritten Jahr Platz 5 = Platz 7 (mmh, Ziel leicht verfehlt) und in diesem Jahr Platz 4 = z.Z. Ziel erreicht.

    Dieses zu den Favoriten zählen, machen die ganzen Experten wie Du. Denn bei euch heißt es ja anscheinend, werden gute Spielerinnen (Namen) geholt = gute Mannschaft = Titel !!! Wenn das mal so einfach wäre ….

    Und wenn du auch bei Turbine keine Commerzbank oder VW findest, weißt du doch noch lange nicht, wie deren Sponsorengelder aussehen ??? !!! Da kann doch auch jederman behaupten: Dafür hat Turbine 40 – 50 Klein- und Mittelsponsoren, das Land Brandenburg usw. und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.
    So weit ich weiß, fahren bei Turbine die Spielerinnen (oder einige) einen gesponsortes Fahrzeug. Für Frankfurt kann ich nicht sprechen, aber in der Autostadt Wolfsburg hat keine Spielerin ein Fahrzeug vom Verein zur Verfügung 😉 Oh, kann sich dieser reiche VFL Wolfsburg (dazu noch mit einem der größten Autobauer als Hauptsponsor) etwa keine Fahrzeuge für seine Spielerinnen leisten?

    @ Frosti:
    Natürlich sollte es das Ziel eines jeden Sportlers sein, Titel zu erringen. Und Hut ab, was Turbine da in den letzten Jahren (Jahrzehnt) gewonnen hat = Chapeau !! Aber ist es vielleicht nicht auch mal reizbar für einen Sportler, evtl. einen Titel mit einem aufstrebendem / anderem Team zu gewinnen ? Mal eine neue Stadt und ein neues Umfeld kennenzulernen? Durch das neue Umfeld mal neue Menschen / Freunde kennenzulernen? Mal einen neuen / anderen Teamgeist kennenzulernen? Mal andere Trainer und somit andere Trainingsmethoden kennenzulernen ? Vllt. bei einem anderen Verein bessere berufliche Perspektiven während und nach der Karriere zu bekommen ???
    Neeeiiinnn, all das zählt nicht !! In euren Augen zählt nur der schnöde Mamon´(wo ihr ja anscheinend alle immer wisst, wer was in welchem Verein verdient) !!

    Habe fertig 🙂

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  • ballander sagt:

    viola hat ja am sonntag im rbb-interview klargestellt, dass die wechsel nicht erfolgen, weil man mit turbine unzufrieden sei. alle spielerinnen wollten einfach eine neue herausforderung.

    „neue herausforderung“ heisst für mich vorrangig eine persönliche weiterentwicklung. sportlich sind sie ja bereits am höchsten level. die motivation wird wohl eher sein, mal was anderes sehen. wie sagen die amis „broaden one’s horizon“?!

    ich glaube, man sollte wirklich den verschleiß nach 6 jahren (babett und bianca) in einem verein nicht unterschätzen. wenn du jeden tag auf dem platz stehst 6 jahre lang, du alle personen, abläufe und das umfeld in- und auswändig kennst, dann ist es nur menschlich, wenn man da mal was neues sehen will. es ermüdet körper, geist und seele, wenn sich alles nur noch von a bis z wiederholt. tag für tag. saison für saison. ich denke, dass das der hauptgrund für die wechsel ist.

    und wenn dann ne schippe mehr geld auf dem konto ist, dann ist das sicher ein angenehmer nebeneffekt. was stadt und region betrifft, halte ich potsdam/berlin auch für weitaus attraktiver als frankfurt oder wolfsburg. spielt aber keine rolle. hauptsache, es ist mal was anderes.

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  • Neutral sagt:

    @ Ballander = gefällt mir 🙂

    Gut geschrieben.
    Aber ob immer überall ne Schippe mehr Geld auf dem Konto ist, können wir (bzw. Ich) nicht beurteilen.
    Und ob Potsdam / Berlin attraktiver ist als Frankfurt, sei mal dahingestellt…. 🙂 Aber von Wolfsburg aus bist du mit dem ICE in 50 Minuten in Potsdam / Berlin 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Ein Libero spielt ja im klassischen Sinne vor der Abwehr!!!“

    –> Nicht unbedingt. Ein Libero kann vor der Abwehr spielen oder dahinter oder auch auf gleicher Höhe. Das ist nicht entscheidend. Kennzeichnend für einen Libero ist, dass er keinen direkten Gegenspieler hat (man merkt schon, die Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der Manndeckung üblich war).

    „Da man mit einer Dreierkette viel mehr verschieben muß als mit einer Viererkette, ist die Bezeichnung “Ausputzer” nicht so ganz falsch!!! ;)“

    –> Muss man mit einer Dreierkette wirklich mehr verschieben? Die folgende Aussage von Josephine Henning (eine weitere Spielerin, die sich durch einen Vereinswechsel möglicherweise sportlich weiterentwickelt hat!) legt das Gegenteil nahe:

    „In Potsdam hatten wir hinten eins gegen eins und in einer Dreierkette gespielt. In Wolfsburg und der Nationalelf ist es die Viererkette, die mehr verschiebt. Das war eine Umstellung, etwas, wobei ich dazulernen musste.“ (Quelle: dfb.de)

    Demnach wird in einer Viererkette mehr verschoben. Das leuchtet mir ein, denn bei der Dreierkette bleiben doch idR die Abwehrspieler eher innen, während die äußeren Mittelfeldspieler in der Defensive die Außenbahn ‚dichtmachen‘. So wurde es bis vor kurzem ja auch bei Turbine praktiziert.

    „In Frankfurt wird sie sich aber zunächst an die “Enge” im Strafraum gewöhnen müssen, denn dort wird sie sich den vorhandenen Platz mit Sassi teilen müssen!!!“

    –> Das wird sie schon hinbekommen, da müssen wir uns keine Sorgen machen. 😉

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Das stimmt. Man braucht laufstarke Außenspielerinnen mit der Dreierkette hinten, weil diese von hinten bis ganz nach vorn müssen Außerdem ist es dann sinnlos, vorn nur mit einer Spitze zu spielen, weil die beiden Außen nicht in jedem Fall mit nach vorn kommen können und die Spitze dann allein wäre.

    waiiy

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