DFB-Elf vergibt Sieg in Spanien

Von am 24. November 2011 – 22.25 Uhr 57 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat es verpasst, einen wichtigen Schritt in Richtung direkte Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 zu machen. In einer hitzigen Partie gab die DFB-Elf in der zweiten Halbzeit eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, Bundestrainerin Silvia Neid wurde gar auf die Tribüne verbannt.

Beim 2:2 (2:0) in Motril sorgten Lena Goeßling (27.) und ein Eigentor von Ruth García (30.) für die deutschen Tore, für Spanien trafen Verónica Boquete (57.) und Einwechselspielerin Willy (90.+1) in der Nachspielzeit.

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Schmidt für Faißt in der Startelf
Gegenüber dem 17:0-Rekordsieg gegen Kasachstan veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Anfangself auf einer Position, um ein wenig kompakter und defensiver zu agieren: Für Verena Faißt kam Bianca Schmidt von Beginn am zum Einsatz, Babett Peter kam wieder auf der gewohnten linken Außenbahn zum Einsatz. Gastgeber Spanien schickte dieselbe Formation ins Spiel, die am Sonntag mit 4:0 in Rumänien gewann.

DFB-Elf mit konzentriertem Beginn
Die deutsche Mannschaft ging von Beginn an konzentriert zu Werke und hatte das Spiel im Griff, doch Chancen waren gegen die kompakte Defensive der Spanierinnen Mangelware. Die erste gute Gelegenheit hatte Simone Laudehr, die in ihrem 50. Länderspiel mit einem Schuss aus gut 20 Metern nur knapp scheiterte (16.).

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Lena Goeßling

Lena Goeßling brachte die DFB-Elf in Führung © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Popp scheitert knapp, Goeßling trifft
Eine Standardsituation sorgte dann für die gefährlichste Aktion, Bianca Schmidts Freistoß vom rechten Flügel landete fünf Meter vor dem Tor auf dem Kopf von Alexandra Popp, doch deren Kopfball klärte Spaniens Torhüterin Ainhoa Tirapu mit einer starken Fußabwehr (26.). Doch der anschließende Eckball brachte die deutsche Führung: Laudehr legte den Ball per Kopf auf Goeßling ab, die köpfte den Ball in hohem Bogen zu ihrem erst zweiten Treffer im Nationaltrikot ins Netz (27.).

Eigentor durch García
Spanien war nun ein wenig verunsichert, und die DFB-Elf schlug daraus Kapital. Eine scharfe Hereingabe von Fatmire Bajramaj versuchte Miriam Diéguez zu klären, doch die schoss ihre Teamkollegin Ruth García an, von dort prallte der Ball ins eigene Netz (30.). Deutschland kontrollierte die Partie nun weiter ohne zu glänzen und leistete sich mit der Führung im Rücken auch einige Fehler im Spielaufbau, doch die Spanierinnen agierten zu harmlos und mit zu viel Respekt und gaben in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs deutsche Tor ab.

Spanien kommt zurück
Mit Annike Krahn für Saskia Bartusiak ging es in die zweite Halbzeit, in der Deutschland auf einen frühen dritten Treffer drängte, um alle Zweifel zu beseitigen. Und nachdem Popp mit einem Schuss knapp scheiterte (49.), hatte Bajramaj Pech, als sie aus 15 Metern nur den Pfosten traf (51.). Spanien wurde nun etwas mutiger und kam gelegentlich vor das deutsche Tor und wie aus heiterem Himmel gelang den Spanierinnen der Anschlusstreffer. Erst hielt Nadine Angerer noch glänzend einen Schuss von Sonia, doch bei der anschließend ausgeführten kurzen Ecke schlief die deutsche Defensive und Verónica Boquete nagelte den Ball in den Winkel (57.).

Neid muss auf die Tribüne
Fast im direkten Gegenzug traf Célia Okoyino da Mbabi (59.) ins Netz, doch das ukrainische Schiedsrichtergespann hatte eine Abseitsposition erkannt. Bundestrainerin Silvia Neid monierte am Spielfeldrand und wurde pikanterweise auf Initiative der Vierten Offiziellen Maria Luisa Villa Gutierrez  aus Spanien von Schiedsrichterin Kateryna Monzul auf die Tribüne verbannt. Die Partie wurde nun immer hitziger, viele kleine Fouls und Nickligkeiten prägten das Geschehen. Und Deutschland hatte Glück, dass Adrianas Kopfball am Tor vorbei ging (67.).

Ausgleich in der Nachspielzeit
Doch auch die DFB-Elf kam zu weiteren Chancen, nach schöner Vorarbeit von Bajramaj schoss Da Mbabi den Ball aus sechs Metern in aussichtsreicher Position über das Tor (70.). Es war eine ihrer letzten Aktionen, denn für die Schlussphase kam Martina Müller in die Partie. Große Chancen ergaben sich jedoch auf beiden Seiten zunächst nicht mehr. Die Spanierinnen schienen in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen zu müssen, doch in der Nachspielzeit schlugen sie noch einmal zu – die eingewechselte Willy staubte zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich ab (90.+1).

Somit bleibt Spanien mit 13 Punkten Tabellenführer der Gruppe 2, gefolgt von Deutschland mit 10 Punkten. Die Schweiz verbesserte sich durch den 8:1-Sieg gegen Kasachstan auf Platz 4.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

57 Kommentare »

  • Andreas sagt:

    Wenn Annike Krahn sich dadurch endlich aus der Mannschaft gespielt hat, hätte es sich gelohnt.

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  • Andi sagt:

    Leider habe ich das Spiel in nicht ganz einwandfreiem Zustand zu Ende erlebt, weil ich mir ein kleines Trinkspiel zur Unflexibilität bei Freistößen ausgedacht habe. Bei jedem Freistoß der von Behringer geschossen und irgendjemand anderen angetäuscht wurde, ein Bier. Anstrengend, aber am Ende stört einen nichts mehr am deutschen Spiel. 🙂

    Hier aber trotz allem mal meine Bewertungen.

    Nadine Angerer

    Durchschnittsleistung, besonders bei Standards nicht unbedingt nachzuahmendes Stellungspiel. (Kann sich zumindest einen Teil der Gegentore auf ihre Kappe schreiben.)

    Bianca Schmidt

    Lauffreudig, kämpferisch und körperlich voll auf der Höhe, sollte jedoch an der Paßgenauigkeit, Flanken und der Spieleröffnung arbeiten.

    Lena Goeßling

    Solide Leistung, aber ich denke mit etwas mehr Eingewöhnung auf dieser Position mit viel Potential.

    Saskia Bartusiak

    zusammen mit Babett Peter der Fels in der Brandung. Ihr ist eine deutliche Steigerung anzumerken und wenn sie auf diesen Niveau weiterspielt zurecht gesetzt. Mit ihrer Auswechslung ging die Sicherheit der Abwehr verloren. Meiner Meinung der Grundstein für nur das erreichte Remis.

    Annike Krahn

    Ihre Leistung hatte sich wohl zu Hause unter dem Bett versteckt.

    Babett Peter

    Vielleicht nicht ihre beste Leistung, aber immer noch mehr als solide. Darf man nur hoffen, das sie sich nicht irgendwann verletzt oder in ein Formtief fällt, weil sie zu ersetzen eine wirklich Herausforderung darstellen würde.

    Simone Laudehr

    Leider einige Fehlpäße, die nicht nur dem schlechten Platz geschuldet waren. Lief sich leider in der zweiten Halbzeit oft fest und wurde auch von ihren Mitspielerinnen allein gelassen. Wenn drei Spanierinnen auf Laudehr gehen, könnte sich vielleicht mal eine andere Mitspielerinnen als Anspielstation anbieten. Das war nicht der Fall und der Ball war weg. Ansonsten eine der besseren deutschen Spielerinnen auf dem Platz. Das Foul gegen sie am Ende der ersten Halbzeit, war meiner Meinung nach schon fast am Rande einer Tätlichkeit. Da hätte ich gerne die Wiederholung gesehen.

    Viola Odebrecht

    Solide, aber mit Luft nach oben. Für mich relativ unauffällig, hätte mir mehr Präsenz von ihr gewünscht. Ansonsten freue mich sehr, das sie zurück im deutschen Spiel ist.

    Lira Bajramaj

    Für mich die beste Spielerin auf dem Platz. Chapeau… wenn jetzt noch die Quote besser wird, dann darf man nicht mehr meckern.

    Célia Okoyino da Mbabi

    Glücklos, teils ideenlos und einfach zu spät ausgewechselt.

    Martina Müller

    Leider zu spät eingewechselt. Ein Knipser wie sie hätte schon ab der 60. Minute gut getan.

    Melanie Behringer

    Bitte, bitte laßt Mel nur noch die Hälfte der Freistöße schießen. Ich sags nochmal, ausrechenbarer kann man einen Spielzug nicht gestalten. Antäuschen, Mel schießt und meist ist es Laudehr die zum Kopfball kommt. Hätte sie Mitte der zweiten Hälfte für Maroszan ausgewechselt.

    Alexandra Popp

    Kampfschwein. Überall zu finden. Etwas glücklos, vor allem das die spanische Torhüterin noch den Fuß an ihren Kopfball bekommt. Ist und bleibt aber definitiv die Zukunft des deutschen Sturms.

    Ganz allgemein sehe ich im Gegensatz zu vielen anderen dieses Spiel als durchaus positiv an. Es funktioniert noch nicht alles. Aber der Weg führt nach oben.

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  • waiiy sagt:

    @Andi: Sehr gute Spielidee! Wenn Du das bei Fehlpässen von ihr genauso machst, erlebst Du die Halbzeitpause nicht mehr und kannst keine Noten mehr vergeben… 😉

    waiiy

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  • Guido sagt:

    Erst mal Respekt vor den Spanierinnen. Sie haben gestern alles gegeben, auch in einer eigentlich aussichtslosen Situation an sich geglaubt und dann atatsächlich den Last-Minute-Ausgleich erzwungen. Das könnte für sie wichtig werden. Ich glaube zwar nicht daran, dass Spanien die Gruppe gewinnen kann, aber sie haben jetzt allerbeste Chancen auf den zweiten Platz. Vielleicht schaffen sie es sogar, als bester Zweitplatzierter die Relegation zu umgehen und sich direkt zu qualifizieren. Insoweit war das gestern mehr als ein Prestige-Erfolg für sie.

    Warum ich nicht glaube, dass Spanien die Gruppe gewinnt:

    a) Der Punkt war verdient, aber dennoch glücklich: Aus 1,5 Chancen machen sie Spanierinnen 2 Tore, die Deutschen vergeben dagegen ihre Hochkaräter reihenweise oder werden zurückgepfiffen. So läuft das aber nicht immer.

    b) Die Spanierinnen haben alles aus sich herausgeholt; bei der DFB-Elf war in Halbzeit 2 sehr viel Luft nach oben. Ob die deutschen Spielerinnen angesichts der vermeintlich sicheren Führung gedanklich schon bei den Hammer-Spielen des nächsten Bundesliga-Spieltags waren? Das höhere Potenzial hat aber eindeutig die DFB-Elf.

    c) Der Acker, auf dem gespielt wurde, kam den kämpfenden Spanierinnen mehr entgegen als den von ihren Kombinationen lebenden Deutschen.

    Ertaulichste Erkenntnis aus diesem Spiel: Fatmire Bajramaj kann auch defensiv richtig gut spielen.

    Am wenigsten erstauliche Erkenntis: Auch dieses Mal wirkten die Umstellungen und Wechsel von Silvia Neid von außen nicht gerade glücklich.

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  • waiiy sagt:

    @Guido:

    Du hast geschrieben: „Ertaulichste Erkenntnis aus diesem Spiel: Fatmire Bajramaj kann auch defensiv richtig gut spielen.“

    Das kennt man schon aus den letzten 2 Jahren aus dem Karli in Potsdam. Es bleibt zu hoffen, dass sie jetzt wirklich in der N11 ankommt und dort dann auch so bestimmend werden kann, wie sie es ja auch in Frankfurt zeigt.

    waiiy

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Viel Respekt nötigten mir die Spanierinnen keineswegs ab, da mir generell ihre Theatralik inkl. Forderns von gelben Karten und unfaire Spielweise (die Knöchel und Hacken unserer Mädels wurden sehr zielgerichtet „massiert“!) tierisch auf den S**k ging! Sie wurden auch sowas von stark gemacht und begünstigt durch Schiri-Entscheidungen, was auch nicht normal war. Und, mich würde es nicht wundern, wenn Peter für das BL-Spiel gegen den FCR verletzt ausfällt. Wer binnen weniger Minuten 2x so getreten wird und schmerzverzerrten Gesichts vom Platz muss, da braucht´s schon ein Wunder!
    Allerdings frage ich mich, weshalb nach der U17 jetzt auch die A zwei so desolat unterschiedliche Halbzeiten gegen die Spanerinnen abliefern, förmlich einbrechen und Spiele vergeigen? Man könnte über diese Spiele eine Schablone legen.

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  • Sheldon sagt:

    Erst einmal nochmal an dieser Stelle Chapeau an Spanien! Sie haben gestern so ziemlich alles richtig gemacht: 100% Effektivität, hinten immer gut gestört und sie wussten, wie man die Schiedsrichterin auf seine Seite holt.
    Außerdem hatten sie die Zuschauer im Rücken, die sich wirklich mal ehrwürdig erwiesen haben und ihrem Team zu 100% den Rücken gestärkt haben!

    Ansonsten würde ich nach Lesen der Kommentare gerne hier noch einmal eine Abschlussfassung des deutschen Spiels geben:

    1. Ich sehe zur Zeit Saskia Bartusiak als unverzichtbar an in der Abwehr, sie war bei allen Defensivaktionen der Dreh- und Angelpunkt. Was passiert, wenn sie ausgewechselt wird, sah man!

    2. Einige Spielerinnen haben sich gestern nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Zu nennen wären da Bianca Schmidt, die mir viel zu offensiv war, was sie vielleicht in Potsdam als Mittelfeldspielerin machen kann, aber nicht in der N11, und insbesondere Melanie Behringer, die gestern vor allem durch hartes körperliches Einsteigen und hohe Fehlpassquoten auffiel. Ihr Platz könnte sehr gefährdet werden, je nachdem, wie Neid in Zukunft spielen lässt! Zu Annike Krahn muss man nix weiter sagen…

    3. Unverzichtbar, und da muss ich mich nun einmal wirklich in aller Form beim User „wrack“ entschuldigen, ist zur Zeit, auch wenn sie gestern schlecht gespielt hat, unsere gute Celia Okoyino da Mbabi!!! Sie schafft die Räume, die Bajramaj nutzen kann!
    Sie sollte gesetzt sein, wenn Bajramaj spielt, denn die beiden harmonieren gut zusammen und haben gestern allein 4-5 Torchancen im Alleingang herausgespielt!

    4. Damit verbunden das Rotationsprinzip: Es hat meiner Ansicht schon sehr gut geklappt. So wechselt Bajramaj immer mal wieder die Seiten, Popp und Celia wechselten sich im Sturmzentrum ab und am Ende spielten sie schon als Dreierkette (Popp rechts, Celia Mitte und Bajramaj links). Klar, es funktioniert noch nicht ganz, weil insbesondere Popp in einem solchen System noch nie zuvor gespielt hat und erst einmal ihre neuen Freiheiten in der Rotation kennenlernen und auch das Gespür für die Laufwege entwickeln muss. Für Bajramaj ist das, wie man gestern sah, einfach das ideale Spielsystem, weil sie nunmal 2 Jahre in diesem gespielt hat und das durch und durch verinnerlicht hat. Und auch Celia kennt es, zwar etwas starrer, aber ganz ähnlich aus Bad Neuenahr.
    Klar muss das noch zusammenwachsen, aber es scheint mir die beste Alternative zu sein.

    Außerdem bringt es einen riesigen Vorteil mit sich: Dahinter ergäbe sich dann eine Dreierkette, Behringer-Odebrecht-Laudehr oder Kulig-Odebrecht-Laudehr, in der Laudehr ein bisschen mehr Freiheiten auf der rechten Seite bekommt, was ihr mE besser liegt als diese zentrale Position.

    5. Insgesamt muss man ehrlich sagen, Deutschland hat es sich glaub ich in der 1. Halbzeit selbst zuzuschreiben gehabt, dass die Schiedsrichterin auf Seiten der Spanierinnen zu sein schien. Letztlich hätte sie nämlich in der 1. Halbzeit sowohl Behringer und Popp für ihr teils überhartes Einsteigen mindestens verwarnen müssen. Da müssen die Deutschen einfach mal ein bisschen gelassener sein und auch ein wenig fairer spielen. Gerade Behringer macht sich mit diesem Spielstil gegen körperlich unterlegene Mannschaften sehr schnell bei Schiedsrichterinnen unbeliebt!

    Allgemein würde ich diese Aufstellung in Zukunft befürworten:
    Angerer – Peter, Goeßling, Bartusiak, Faißt – Laudehr, Odebrecht, Maroszan/Kulig – Bajramaj, Celia, Popp

    Hinten stabil, vorne kreativ!

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  • Andi sagt:

    @waiiy

    tja… bei schlechter Spielqualität sicherlich kein Schaden. Aber ohne Schmäh… mir will einfach nicht in den Kopf, das man diese Standardvariante sowas von stoisch seit nun mehr über 3 Jahren durchzieht. Es wird doch wohl noch von Mel unabhängige Standards geben?

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  • waiiy sagt:

    @Andi: Sieh’s positiv. Lira „darf“ jetzt schon ein paar Ecken schießen. 🙂

    Ich bin mir sicher, dass Linksfuß Babett Peter die Standards für Linksfüßer besser hinkriegt. Aber wo sollte man dann Melanie bei einer Ecke sonst hinstellen? 😉

    waiiy

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  • labrys sagt:

    Ich will kurz mal was festhalten: Das erste Mal seit zig Jahren bedauert man, das „Super-Sassi“ ausgewechselt wurde. Nanu, wollte man sie nicht schon lange aus der IV haben? Nach Spielen wurde hier oder im Forum auf sie „eingeprügelt“, sie war der Schreck in der Abwehr…ich wollte es nur mal so erwähnen….

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  • karl sagt:

    @Sheldon: Bravo, volle Zustimmung …

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  • Sheldon sagt:

    @labrys: Das haben wir auch nicht vergessen und die Kritik war berechtigt. Doch Saskia hat in den letzten 4 Monaten seit der WM in der N11 eine derartige Leistungsexplosion hingelegt, die hier niemand für möglich gehalten hätte. Bereits bei dem Spiel gegen Schweden war sie nicht wiederzuerkennen. Selbst die schwierigsten Pässe kommen an, sowohl im Kopfballspiel als auch am Boden eine Eins!
    Und im Gegensatz zu Goeßling oder Krahn schlägt sie die Bälle nicht einfach hinten raus, sondern spielt immer den sicheren Pass, sofern möglich!
    Und ich habe seit der WM gerade mal eine fahrlässige Aktion gesehen, die zum 1:3 für die Schweiz geführt hat. Ansonsten weder einen groben Schnitzer noch ein schwerwiegender Stellungsfehler!

    So muss eine Abwehrchefin spielen, die sie seit der Herausnahme von Krahn aus der Startelf auch definitiv ist!

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  • Johnny Mo sagt:

    @Sheldon:

    … bei 2 Punkten in der Aufstellung muss ich dir widersprechen: Faißt sah zuletzt vielleicht glücklicher aus als Schmidt, aber defensiv ist letztere def. besser und über das Lauf- und Sprintvermögen müssen wir denke ich gar nicht sprechen…Mir haben ihre letzten Auftritte auch nicht vollends gefallen, aber ich denke sie wird sich steigern…

    Celia war für mich (nach der Herausnahme von Bartusiak, den gesteigerten, tw. unfairen Einsatz der Spanierinnen, der wirklich indiskutablen Schiedrichterleistung – siehe das aberkannte völlig reguläre Tor von Celia) zumindest ein kleiner Grund für das Unentschieden – vielleicht auch bedingt durch die Fehlentscheidung beim Tor versiebte sie danach 2 Super Chancen – ich behaupte Popp ist in diesen situationen kaltschnäuziger.

    Ich sehe Celia wie Mario Gomez. Beide absolut gefühlsabhängig. Wenns läuft, auch aufgrund technischer Fähigkeiten für mehrere Tore pro Spiel gut, wenns schlecht läuft ist schon die Tinte für den Namen auf dem Spielberichtsbogen zu schade. Und Celia ist zumindest weit von ihrer Bestform entfernt, sonst wäre das Spiel auch nicht 2:2 ausgegangen…

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  • Sheldon sagt:

    @Johnny Mo: Sehe eher Popp wie Gomez, aber naja…
    Und Gomez, nun, er ist für Bayern unverzichtbar geworden!

    Nun, diese Aufstellung ist auch nicht verbindlich für das nächste Spiel oder so. Das ist nur die langfristige Entwicklung. Und Celia und Bajramaj hätten gestern das Spiel im Alleingang entscheiden können!

    Nun, ich denke, Faißt ist defensiv besser. Schmidt sorgt zwar auf Außen für Wind, aber oft ist es in der N11 nur laue Luft und hinten fehlt sie dann. Gestern liefen einige gefährliche Angriffe über ihre Seite, insbesondere auch der, der am Ende zum 2:1 geführt hat! (Der Angriff, aus dem die Ecke resultierte)!
    Habe gestern kaum einen Defensivzweikampf von ihr gesehen, da hat sogar Bajramaj mehr hinten gearbeitet!
    Und Peter ist auf rechts besser aufgehoben, da hat sie Platz zu Lira hin!

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  • P.Enalty sagt:

    @Doc: Ich denke schon, dass Marozsan Führungsqualitäten besitzt. Klar, ist sie in der Nationalmannschaft noch etwas zurückhaltender, aber was will man nach 3 Länderspielen auch erwarten? In Frankfurt jedenfalls war sie meiner Meinung nach in den letzten zwei vielleicht wichtigsten Spielen (DFB-Pokal Finale, Spiel diese Saison gegen Potsdam) für mich die beste Frankfurterin auf dem Platz… und auch wenn sie aufgrund ihres noch jungen Alters natürlich auch schwächere Spiele dabei hat, gerade in diesen so wichtigen Partien zeigt sich doch, wer eine Mannschaft führen und das Heft in die Hand nehmen kann.

    Noch etwas zur Leistung unserer Abwehr: Ich kann einfach nicht verstehen, wie sich zwei Abwehrspielerinnen beim Stand von 2:1, 5 Minuten vor Schluss (okay, mit Nachspielzeit waren es vielleicht auch 8) siegessicher abklatschen können, ganz nach dem Motto: Gut, das haben wir auch geschafft, der DFB kann schon mal das Hotel für Schweden buchen!!! Dass dann noch der Ausgleich für die Spanierinnen gefallen ist, war wie Hohn in meinen Augen…

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  • Jan sagt:

    „Ihr“ 0:1 gegen Abby war wohl Saskias Feuertaufe. Da war noch nicht unbedingt abzusehen, ob sie solche vereinzelten groben Schnitzer würde abstellen können. Aber dass sie versiert und mit Übersicht zu spielen vermag, war schon damals zu sehen (und nicht erst seit 4 Monaten, Sheldon. Nur mochte ich nie was über sie schreiben, da sie vielen hier wie ein „rotes Tuch“ schien.) Und kann ihr stetig souveräneres Spiel u.a. daran liegen, dass sie ihre Position offensichtlich liebgewonnen hat? 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Jan: Nun, Saskia mag in einigen Spielen auch vor der WM schon sehr gut gespielt haben. Auch bei der WM machte sie den souveräneren Eindruck!
    Doch: Wer sie vor der WM hat spielen sehen, der hat nicht umsonst die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen! In jedem Spiel dieses Jahr vor der WM von ihr, das ich gesehen habe, hat sie durchschnittlich einen großen Bock geschlagen! Und so etwas ist für eine Innenverteidigerin eine Katastrophe!

    @P.Enalty: Mag alles auf Maroszan zutreffen, aber sie soll erstmal was anbieten! Sie mag durchaus begabt sein, doch sie muss sich durchbeißen, wie jede andere Spielerin auch! Es gibt keine Vorschusslorbeeren mehr, denn Deutschland hat vorne jetzt eine Mannschaft, die sich gefunden hat und die man sich integrieren muss!
    Schließlich passt auch nicht jeder Spieler zu Barca oder zu Bayern, sondern halt nur bestimmte!

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