Die Tops und Flops der Woche 47/2011

Von am 23. November 2011 – 10.44 Uhr 26 Kommentare

In dieser Woche blicken wir auf den deutschen Rekordsieg gegen Kasachstan und starke Zuschauerzahlen, aber auch auf einen verbalen Rundumschlag, ein skandinavisches Land im Niedergang und einen Spielabbruch.

Tops

DFB-Elf schreibt Geschichte
17:0 – so hoch wie gegen Kasachstan am vorigen Samstag in Wiesbaden hat die deutsche Frauenfußball-Nationalelf noch nie gewonnen. Ein 13:0 gegen Portugal vom 15. November 2003 in Reutlingen stellte bisher die Bestmarke dar. Die DFB-Elf egalisierte gegen den viertklassigen Gegner zudem auch die Bestmarke in der EM-Qualifikation – 1994 hatte Spanien gegen Slowenien und 1995 Norwegen gegen die Slowakei mit dem identischen Ergebnis gewonnen. Und auch Schweden gelang in der WM-Qualifikation im Vorjahr ein 17:0 gegen Aserbeidschan.

Anzeige

Frauenfußball zieht Publikum an
In Frankfurt sorgten 5 200 Zuschauer vor zwei Wochen beim Topspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam für ein ausverkauftes Stadion am Brentanobad, in den USA sind die positiven Auswirkungen der Frauenfußball-WM weiter zu spüren. So ließen sich 18 482 Zuschauer im University of Phoenix Stadium in Glendale/Arizona das 1:1 des Vizeweltmeisters gegen Schweden nicht entgehen. Eine ähnliche Kulisse (18 570) hatte bereits den 3:0-Sieg des US-Teams gegen Kanada am 22. September in Portland/Oregon verfolgt. Vor der WM pendelten die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen der Amerikanerinnen um die 5 000er-Marke.

Shootingstar Jakobsson
Vor einigen Wochen schoss Sofía Jakobsson drei Treffer für den WFC Rossiyanka beim 4:0-Sieg gegen Energiya Voronezh im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League. Jetzt machte die 21-Jährige auch in der Nationalmannschaft von sich reden. In der 28. Minute brachte sie ihr Team beim 1:1 in den USA mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze in Führung. Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte – Jakobsson spielt sich mehr und mehr in die Schlagzeilen.

Ehrung für Nia Künzer
Nia Künzer, Frauenfußball-Weltmeisterin und Torschützin des Golden Goal im WM-Finale 2003, darf sich über eine Auszeichnung der besonderen Art freuen. Der 31-Jährigen wurde der Albert-Schweitzer-Preis verliehen – weil sich Künzer vor allem für Kinder und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten und gegen den Missbrauch von Alkohol und Drogen an Schulen einsetzt. Künzer erklärte: „Ich freue mich sehr über den Albert-Schweitzer-Preis, da die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer zu meiner eigenen Geschichte gehören.“

Jetzt lesen
SC Freiburg verpflichtet Hikaru Naomoto

Buchtipp „Freigespielt“
In ihrer sporthistorischen Dissertation Freigespielt: Frauenfußball im geteilten Deutschland

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • ballander sagt:

    @sokrates: die ehre gebührt dann jemand anderem. ich habe es bei der wm irgendwo aufgeschnappt, espn oder so. oder es war eine spielerin, die vom holy cross sprach. ich fand es genauso genial wie du. deshalb nenne ich es seitdem so 🙂

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Guter Beitrag zu SiDi! Aber es war ja auch nicht anders zu erwarten! Von daher und gerade in Anbetracht der gegenwärtigen Situation in Frankfurt da noch draufzuhauen, find ich nicht unbedingt gut. Denen geht es schon so schlecht, da muss man nicht noch unnötig an anderer Stelle nachkarten!

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • timmy sagt:

    Santos hat grad das Halbfinale gegen Sao Jose 1:2 verloren und das Finale der Südamerika Champions League verpasst.
    Damit gibt es einen neuen Meister.
    Sonntag das Finale: Chiles Colo Colo gegen Brasiliens Sao Jose

    (0)
  • melli sagt:

    @ detlef

    „Was bei mir persönlich in die Kategorie Flop fällt, ist das Verhalten von Siggi Dietrich gegenüber dem DFB!!!“

    sehe ich ebenso.vor und während der wm (bis zum japanspiel)kam nichts von ihm in sachen kritik. da „traute“ sich nur bernd schröder, zu seiner meinung zu stehen. dann das aus-und sidi hatte plötzlich, ähnlich wie bs, nichts anderes kommen sehen. haha. in anbetracht solcher „kritiker“ ist mir ein bernd schröder aber lieber. der sagt eine meinung und steht dazu. immer. das ist in der heutigen zeit und bei all dem gewäsch und geschwätz der bussi-bussi-gesellschaft jederzeit TOP!!!

    (0)
  • Detlef sagt:

    melli schrieb;
    „in anbetracht solcher “kritiker” ist mir ein bernd schröder aber lieber. der sagt eine meinung und steht dazu. immer. das ist in der heutigen zeit und bei all dem gewäsch und geschwätz der bussi-bussi-gesellschaft jederzeit TOP!!!“

    naja, ganz so euphorisch bin ich da nicht!!!
    Es ist wahrlich nicht alles TOP, was Bernd Schröder so von sich gibt!!! 😉

    Aber vor, während und nach der WM konnte ich eigentlich allem zustimmen, was er so sagte!!!

    (0)
  • Sokrates sagt:

    Ein weiterer Top war für mich die Leistung von Alex Morgan im Freundschaftsspiel zwischen den USA und Schweden. Sie wurde erst in der 74. Minute für die angeschlagene Abby Wambach eingewechselt, aber brannte dann in den letzten knapp zwanzig Minuten ein Feuerwerk ab. Vier Torschüsse – drei davon aus vollem Lauf. Der erste landete am Innenpfosten, beim zweiten hat sie den Ball technisch sehr gekonnt mit dem Rücken zu ihrer Gegenspielerin angenommen, sich um sie gedreht und dann so gut geschossen, dass Hammerström nur mit Mühe den Ball halten und Tobin Heath den Abpraller verwandeln konnte zum 1:1 Endstand. Die nächsten beiden Schüsse gingen mehr oder weniger kanpp vorbei. Ansonsten zeigte sie geniale Läufe in den Rücken der schwedischen Abwehr und technisch feinen One-Touch-Fußball. Alex Morgan was on fire!

    (0)