EM-Quali: Dänemark souverän, England mit Mühe
Die dänische Nationalmannschaft behält in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 ihre „weiße Weste“. Die Däninnen gewannen gegen Armenien mit 11:0. Darüber hinaus entwickelt sich Belgien zum Playoff-Kandidaten, und den Engländerinnen ist die Revanche gegen Serbien geglückt.
Nachdem die „Three Lions“ im Hinspiel nicht über ein 2:2 hinaus gekommen waren, siegte die Elf von Trainerin Hope Powell am Abend wenig überzeugend mit 2:0.
England noch nicht auf der Höhe Die erste Großchance hatten allerdings die Serbinnen, als Jovana Damnjanovic in der 15. Minute frei vor Karen Bardsley zum Schuss kam. Die Torhüterin reagierte jedoch glänzend. England wirkte behäbig und wenig eingespielt, die Serbinnen fingen ihre individuellen Schwächen mit einem disziplinierten und organisierten Spiel ab.
White macht den Unterschied In der 41. Minute tankte sich White auf der rechten Seite durch, passte auf Rachel Yankey, die wiederum auf Jess Clarke ablegte. Die junge Stürmerin zog aus der zweiten Reihe zum 1:0 ab. Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff konnte Serbiens Torhüterin Milena Vukovic einen Schuss von Carney nicht festhalten, im Nachschuss verwandelte White zum 2:0. Den Serbinnen ging mit zunehmender Spieldauer die Konditionen aus, ein konzentrierter Spielaufbau war nicht mehr möglich. Die Engländerinnen kontrollierten das Spiel in jeder Phase, trugen allerdings keine zwingenden Aktionen mehr vor.
Däninnen weiter ohne Gegentor Unterdessen ist Dänemark in Gruppe 7 weiter das Maß aller Dinge. Gegen Armenien gelang nach Toren von Sanne Troelsgaard (3), Pernille Harder (3), Line Røddik (2), Nanna Christiansen, Katrine Pedersen und Julie Rydahl Bukh ein 11:0-Erfolg. Damit ist Dänemark neben den Niederlanden und Italien das einzige Team, das in der gesamten Qualifikation noch kein Gegentor einstecken musste.
Italien tut sich schwer, Cloppenburgs Winczo trifft Denn auch die Italienerinnen haben nach fünf Spielen eine optimale Ausbeute von 15 Punkten. Gegen Griechenland tat sich die Mannschaft um Spielführerin Patrizia Panico allerdings lange schwer. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erlöste Melania Gabbiadini ihr Team erst in der 59. Minute mit dem 1:0, die eingewechselte Giulia Domenichetti erhöhte in der 83. Minute auf den 2:0-Endstand. Die Griechinnen bleiben mit einem Punkt aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Mazedonien weiter auf dem vorletzten Rang. Die Mazedonierinnen mussten gegen Polen eine 0:3-Heimniederlage hinnehmen. Schon nach 13 Minuten hatten die Polinnen den Endstand hergestellt – zweifache Torschützin dabei Agnieszka Winczo vom BV Cloppenburg.
Nordirland vergibt 2:0-Führung Eine 2:0-Führung reichte den Nordirinnen im Auswärtsspiel gegen Ungarn nicht, um nach dem sensationellen 3:1-Erfolg gegen Norwegen einen weiteren „Dreier“ einzufahren. Julie Nelson (32.) und Ashley Hutton (71.) brachten Nordirland zunächst auf die Siegerstraße. Doch die Spielführerin war es auch, die nur fünf Minuten nach ihrem Treffer mit einem Eigentor die Wende einleitete. In der Nachspielzeit traf Szabina Tálosi zum 2:2.
Damit bleibt Nordirland auf dem dritten Tabellenrang, Platz zwei konnte Belgien mit einem 1:0-Auswärtssieg gegen Bulgarien sichern. Audrey Demoustier gelang der Siegtreffer bereits in der 13. Minute. Damit beträgt der Vorsprung auf Norwegen (bei einem Spiel mehr) für die Belgierinnen nun vier Punkte – ein Erreichen der Playoffs wird immer realistischer.
Rumänien festigt Rang 3 In der deutschen Gruppe hat Rumänien den dritten Platz mit einem 2:1-Sieg in der Türkei gefestigt. Die Türkinnen bleiben damit auch im fünften Spiel ohne Sieg und befinden sich weiter auf dem letzten Rang. Morgen um 20.30 Uhr ( live auf Eurosport ) empfängt Spanien die DFB-Auswahl. Zuvor trifft die Schweiz um 18 Uhr ( live im Schweizer Sportfernsehen ) auf Kasachstan.