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2011

EM-Quali: Niederlande können “Big Point” landen

Neun EM-Qualifikationsspiele werden im Verlauf des heutigen Tages ausgetragen, sieben weitere folgen morgen. Im Mittelpunkt stehen die Partien zwischen Italien und Russland sowie den Niederlanden und England. In beiden Begegnungen treffen die direkten Konkurrenten um den Gruppensieg aufeinander; insbesondere England steht nach dem Patzer zum Auftakt unter Zugzwang.

Eine 2:0-Führung reichte dem Vize-Europameister gegen Serbien nicht – am Ende trennten sich beide Teams 2:2. Die Niederlande gewannen gegen die Serbinnen später mit 6:0.

Niederlande an der Tabellenspitze „Das ist ein wichtiges Spiel, denn wir haben gegen Serbien Punkte liegenlassen und werden gegen die Niederlande auf Sieg spielen. Aber wir wissen, dass wir dafür unser Bestes geben müssen“, sagt Englands Nationaltrainerin Hope Powell. Im zweiten Qualifikationsspiel gewannen die „Three Lions“ gegen Slowenien mit 4:0, die Niederländerinnen besiegten Kroatien mit 3:0 und stehen dadurch an der Tabellenspitze mit zwei Punkten Vorsprung auf England.

Zuletzt ging es in die Verlängerung Mit einem Sieg würden sich die „Oranje“ eine optimale Voraussetzung schaffen, diesen Platz auch bis zum Ende zu erhalten. Denn selbst im Fall von späterer Punktgleichheit wäre hier der erste Vorteil für den direkten Vergleich geschaffen. Das letzte Mal trafen beide Mannschaften im Halbfinale der Europameisterschaft 2009 aufeinander, die Engländerinnen behielten erst nach Verlängerung mit 2:1 die Oberhand.

England ohne Smith und White „England ist ein schwerer Gegner, den man nicht so einfach besiegen kann“, so Stürmerin Manon Melis , „aber mit diesem Team ist eine Menge möglich.“ Die Engländerinnen müssen verletzungsbedingt auf Faye White und Kelly Smith verzichten. Zurück im Kader ist dagegen Stürmerin Eniola Aluko. Erstmals nominiert wurde Jade Moore, die mit Birmingham City eine sehr gute Saison absolviert hat. Auch Teamkollegin Rachel Williams steht erneut im Kader.

Italien mit Verletzungssorgen In Gruppe 1 stehen sich Italien und Russland gegenüber. Beide Mannschaften liegen momentan punktgleich an der Tabellenspitze, wobei die Italienerinnen bei ihren zwei Siegen bislang kein Gegentor kassiert haben. Gegen Mazedonien gelang am Samstag ein 9:0 Sieg, obwohl das Team von Trainer Pietro Ghedin auf zahlreiche Leistungsträgerinnen verzichten musste. Neben Stammthorhüterin Anna Maria Picarelli fehlten auch Superstar Patrizia Panico sowie die Verteidigerinnen Alia Guagni und Raffaella Manieri .

Benstiti lobt gute Atmosphäre Diese vier Akteurinnen werden Italien auch gegen Russland fehlen. Dort sei die Atmosphäre momentan sehr gut, sagt Nationaltrainer Farid Benstiti , auch wenn „uns momentan etwas die Beständigkeit fehlt.“ Zuletzt gelang ein 4:1-Erfolg gegen Bosnien und Herzegowina. „Wir müssen dieses Ergebnis schnell vergessen. Italien ist unser Hauptgegner und wir müssen ein gutes Ergebnis erzielen“, so Torhüterin Elvira Todua.

Norwegen kämpft um Anschluss Nach der Niederlage gegen Island müssen die Norwegerinnen am Abend in Belgien unbedingt gewinnen. Die Skandinavierinnen, die schon seit Monaten mit Verletzungspech zu kämpfen haben, müssen dabei erneut zwei wichtige Spielerinnen ersetzen. Isabell Herlovsen steht ebenso wie Solfrid Andersen Dahle nicht zur Verfügung. An Bord ist dafür Ingvild Stensland , die nach ihrer langen Verletzung und der dementsprechenden Medikation schon Anfang des Monats von allen Dopingvorwürfen freigesprochen wurde. Gegen Belgien sind die Norwegerinnen klar favorisiert. „Aber das wird kein Walkover“, warnt Nationaltrainerin Eli Landsem . „Sie haben gegen Island einen Punkt gewonnen und sind sehr gut vorbereitet.“