Kamerun zerstört Nigerias Olympia-Träume

Von am 23. Oktober 2011 – 14.05 Uhr 27 Kommentare

Historische Leistung: Kamerun wird 2012 erstmals an einem großen internationalen Frauenfußball-Turnier teilnehmen. Die Westafrikanerinnen werden auf Kosten von Nigeria an den Olympischen Spielen in London teilnehmen.

Am Samstag setzten sich die Kamerunerinnen nach einer dramatischen Partie mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Nigeria durch und werden somit neben Südafrika, das sich bereits zuvor mit einem 4:1-Gesamtergebnis gegen Äthiopien die Teilnahme gesichert hatte, am Olympischen Frauenfußball-Turnier teilnehmen.

Ikidi wird zur tragischen Figur
Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es in Yaoundé 2:1 gestanden, das Hinspiel hatte Nigeria ebenfalls mit 2:1 zu seinen Gunsten entschieden. Im Elfmeterschießen verschoss Faith Ikidi den entscheidenden  Elfmeter, zuvor hatten beide Teams ihren dritten Elfmeter verschossen.

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Faith Ikidi

Stark bei der WM, doch nun tragische Figur: Faith Ikidi © Nora Kruse / ff-archiv.de

Nigerias Kampfgeist wird nicht belohnt
Edoa Zouga brachte Kamerun nach einer knappen halben Stunde in Führung, Christin Mani erhöhte kurz vor der Pause per Elfmeter gar zum 2:0, die Nigerianerin Osinachi Ohale sah für das vorgehende Foul die Rote Karte. So musste Nigeria die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten, dennoch gelang es Francisca Ordega mit ihrem Treffer in der 75. Minute, ihr Team in die Verlängerung zu retten. Doch am Ende war das Glück nicht auf Seiten des WM-Teilnehmers.

Erstmals nicht bei Olympia
Somit wird Nigeria zum ersten Mal ein Olympisches Frauenfußball-Turnier verpassen, nachdem das Team 2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking teilgenommen hatte. Zuvor hatten die Super Falcons in diesem Jahr durch eine Niederlage gegen Ghana bereits die Teilnahme an den All Africa Games verpasst.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Krissi sagt:

    Äh Sheldon? Du bist aber schon noch beim Thema, oder??? Es geht nicht um Ausländerfeindlichkeit oder Mobbing oder dergleichen – es wurde nur zur Aussage der nigerianischen Trainerin diskutiert, die, mal so nicht in die Öffentlichkeit gehört und mit der sie die eigene Mannschaft runterbuttert! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum du dich deshalb so angegriffen fühlst, Sheldon? 🙁 – ach so und bevor ich es vergese: Herzlichen Glückwunsch an Kamerun zur Olympia Teilnahme!

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  • Frieda sagt:

    @ Sheldon

    Uche ist Christin, ihre Abneigung gegenüber Homosexuellen hat nichts, aber rein gar nichts mit Muslimen in Nigeria zu tun.
    In Afrika zählt leider das Christentum zu den intolerantesten Religionen, in einigen Regionen noch intoleranter als der Islam.
    Ich finde es gerechtfertigt und notwendig ihre Aussagen zu kritisieren. Denn sie verstoßen auch gegen die Grundregeln der Religion, auf die sie sich bezieht.

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  • ballander sagt:

    gut, dass man in deutschland ruhig einschlafen kann, weil es ein klares abstimmungsverhalten über sheldons welt- und menschenbild gibt 🙂

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  • sodalith7 sagt:

    Meine Güte, dass ist ja wirklich schlimm, was man hier liest.

    @ Sheldon
    Ich weiß nicht genau wie Sie zum Frauenfußball gekommen sind.
    Homosexualität gehört zum Frauenfußball einfach dazu.
    Sie können nicht Fan von Frauenfußball sein und gleichzeitig ihre erzkonservative homophobe Weltanschauen haben – das passt nicht zusammen!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:

    Welche „Spitzenkräfte“ wurden denn aus der Mannschaft „verbannt“? Dazu wüsste ich gern mal Näheres!

    @ Sheldon:

    Anders als du es darstellst, ist Nigeria kein islamischer Gottesstaat, sondern in der Religionsfrage gespalten.
    In der Fußball-Nationalmannschaft spielen (laut Obliers) ausschließlich Christinnen, auch die Trainerin ist Christin.

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  • intersoccer sagt:

    Es wäre schön, wenn hier manche Leute auch mal was zur sportlichen Leistung Kameruns beitragen könnten und sich nicht auf Nebenschauplätze verirren würden.

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  • timmy sagt:

    Kamerun war übrigens die Mannschaft, die im Halbfinale ausschied und dann erst wieder einsteiger durfte, als Äquatorialguinea von der FIFA für eine nicht spielberechtigte Spielerin mit bestraft wurde.

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