EM-Quali: Wechsel an den Tabellenspitzen
16 Partien in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 wurden am Samstag ausgetragen. Dabei hatte nicht nur die deutsche Elf in Rumänien Mühe. Frankreich lief lange einem Rückstand hinterher, und Island benötigte viel Zeit, um den entscheidenden Treffer zu erzielen. Der deutlichste Sieg des Tages gelang den Italienerinnen.
Die Südeuropäerinnen übernahmen nach einem klaren 9:0-Erfolg gegen Mazedonien die Tabellenführung in Gruppe 1.
Gruppe 1: Italien überholt Russland Allein drei italienische Treffer gingen auf das Konto von Daniela Sabatino, darunter ein Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Die Italienerinnen führen die Gruppe allerdings nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen Russland an. Die Russinnen siegten gegen Bosnien Herzegowina mit 4:1. Die dritte Begegnung des Tages endete gestern zwischen Polen und Russland 2:0. Am Mittwoch kommt es dann in Treviso zum ersten direkten Vergleich zwischen Italien und Russland.
Gruppe 2: Deutschland festigt Tabellenführung Durch den 3:0-Sieg gegen Rumänien hat die deutsche Nationalmannschaft die Tabellenführung in Gruppe 2 untermauert. In der zweiten Begegnung am Samstag trennten sich die Türkei und Kasachstan torlos 0:0. Dadurch setzten sich die Kasachinnen auf den zweiten Platz. Der wird jedoch nur kurz Bestand haben. Die Partie zwischen Spanien und der Schweiz (heute 11 Uhr) wird darüber entscheiden, welche dieser Mannschaften Deutschlands schärfster Konkurrent in der Gruppe ist.
Gruppe 3: Island bleibt Spitze Die Isländerinnen taten sich schwer beim Auswärtsspiel in Ungarn. Lange stand es 0:0, erst die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Dóra Lárusdóttir erlöste die Nordländerinnen (68.), die mit dem Erfolg weiter an der Tabellenspitze stehen und Konkurrent Norwegen damit unter Druck setzten. Die Norwegerinnen greifen erst gegen Belgien am Mittwoch wieder ins Geschehen ein. Im zweiten Samstagsspiel unterlag Bulgarien Nordirland mit 0:1.
Gruppe 4: Frankreich trotzt frühem Rückstand Bereits in der zweiten Spielminute geriet Frankreich beim Gastspiel in Wales in Rückstand. Spielführerin Jayne Ludlow brachte die „roten Drachen“ in Führung. Die Französinnen hatten Mühe, erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel durch Gaëtane Thiney (43.) der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte die „Équipe Tricolore“ dann alles klar. Treffer von Eugénie Le Sommer (67.), Thiney (74.) und Marie-Laure Delie (85.) besiegelten den dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel. Die Partie hätte auch 5:1 ausgehen können, doch Wales‘ Torhüterin Nicola Davies hielt in der 60. Minute einen Foulelfmeter von Sonia Bompastor . Die Republik Irland katapultierte sich mit einem 2:0-Sieg gegen Israel auf den zweiten Tabellenplatz, der jedoch schon am Donnerstag in Gefahr gerät. Dann empfangen die Schottinnen Wales.
Gruppe 5: Ukraine spielt 0:0 Etwas überraschend kam die Ukraine gegen die Slowakei nicht über ein 0:0 hinaus. Der Punkt reichte dennoch, um die Tabellenführung mit nun vier Punkten vorerst gegen Finnland zu verteidigen. Die Finninnen griffen erstmals in die Qualifikation ein und siegten gegen Estland deutlich mit 6:0. Die Hälfte der Tore ging auf das Konto von Linda Sällström (33., 62., 71.), die weiteren erzielten Maija Saari (48., 87.) und Annica Sjölund (55.).
Gruppe 6: Niederlande mit „weißer Weste“ Die Auswahl der Niederlande landete beim 3:0-Erfolg in Kroatien den zweiten Sieg im zweiten Spiel und bleibt weiter ohne Gegentor. Das bedeutet die Tabellenführung für die Auswahl von Bondscoach Roger Reijners. Erst richtig spannend wird es jedoch am Donnerstag. Dann trifft seine Elf in Zwolle auf England. Außerdem gewann Serbien in Slowenien mit 2:1.
Gruppe 7: Portugal unterliegt Tschechien Mit 0:1 verlor die portugiesische Elf in Tschechien, die Tabellenführung übernahm in Gruppe 7 daher Dänemark. Die Auswahl von Trainer Kenneth Heiner-Møller gewann gegen Österreich mit 3:0 . Alle Treffer erzielte Pernille Harder (32., 41., 90+2). Damit bleiben die Däninnen auch im zweiten Spiel weiter ohne Gegentor.