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2011

Potsdam und Frankfurt starten in die Königsklasse

Nach den ersten beiden Spielen im Sechzehntelfinale der Champions League gestern greifen heute der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt ins Geschehen ein. Während die Potsdamerinnen zwei sehr erfolgreiche Jahre in der Königsklasse hinter sich haben, spielt Frankfurt nach zwei Jahren Pause erstmals wieder auf europäischer Ebene.

„Sicherlich hätten wir uns zum Auftakt ein anderes Los als den norwegischen Meister gewünscht“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert vor der Partie bei Stabæk ( 19 Uhr, live auf Eurosport ), „aber wir nehmen die Herausforderung natürlich so an, wie sie ist.“

Respekt vor den Norwegerinnen Die Mannschaft ist seit gestern in Oslo und hat zwei Trainingseinheiten vor Ort absolviert, Kahlert hat sich den kommenden Gegner allerdings schon vorab angeschaut. „Ich konnte mich live vor Ort in Norwegen davon überzeugen, dass unser Gegner sowohl konditionell als auch im Zweikampfverhalten große Stärken besitzt“, und Torhüterin Nadine Angerer stimmt zu. „Ich kenne einige der Spielerinnen von früheren Turnieren mit der Nationalmannschaft und kann nur sagen, dass es kein Spaziergang für uns wird.“

Stabæk mit Problemen Doch zuletzt lief es für den amtierenden norwegischen Meister in der Liga nicht gut. Vier Tage vor Saisonende liegt das Team mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Røa IL nur auf Rang drei. Die Titelverteidigung ist damit so gut wie ausgeschlossen, doch der Kampf um den zweiten Rang, der ebenfalls zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, ist eng. Dort beträgt der Rückstand auf Arna-Bjørnar lediglich einen Zähler.

Frankfurt fehlen die Langzeitverletzten Nicht zur Verfügung stehen den Hessinnen Kim Kulig (Kreuzbandriss), Dzsenifer Marozsán (Reha nach Meniskusriss), Valeria Kleiner (Aufbautraining nach Innenbandriss) und Silvana Chojnowski (Aufbautraining nach Rückenproblemen). Die Partie in Norwegen steht unter der Leitung von Schiedsrichterin Teodora Albon (Rumänien).

Lange Anreise für Potsdam Während Frankfurt eine kurze Anreise nach Oslo hatte, haben die Potsdamerinnen gestern einen 14-Stunden-Trip absolviert, um zum isländischen Vertreter Thór/KA zu gelangen. Anpfiff der Partie ist heute Nachmittag um 18.15 Uhr. Die Potsdamerinnen gehen als klarer Favorit in die Partie, werden es jedoch mit einem motivierten Gegner zu tun bekommen. Thór/KA wird in der kommenden Saison nicht in der Champions League vertreten sein, denn die Isländerinnen werden nur noch einen Startplatz haben, und den bekommt Meister Stjarnan. Somit dürften die Gastgeberinnen am Abend versuchen, in diesem Jahr so lange wie möglich gegen die Top-Vereine zu spielen. „Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, warnt daher auch Trainer Bernd Schröder .

Die Partie in Island steht unter der Leitung der Unparteiischen Katalin Kulcsár aus Ungarn. Verzichten müssen die „Torbienen“ auf Anna-Felicitas Sarholz (Handverletzung), Tabea Kemme (Muskelfaserriss) sowie Nataša Andonova, die in der Champions League nicht spielberechtigt ist.

Erneutes Spiel in Island? Schaffen die Potsdamerinnen nach Hin- und Rückspiel (5. Oktober, 19 Uhr) den Sprung ins Achtelfinale, könnte sie erneut ein Duell in Island erwarten, denn der Deutsche Meister trifft dann auf den Sieger der Partie Glasgow City gegen Valur Reykjavík. Frankfurt auf der anderen Seite dürfte es mit den Französinnen von Paris Saint-Germain zu tun bekommen, die in ihrem Sechzehntelfinale gegen die Irinnen von Peamount United klarer Favorit sind.