Inka Grings wechselt zum FC Zürich Frauen

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Dem FC Zürich Frauen ist ein echter Transfercoup gelungen: Der Schweizer Rekordmeister hat Deutschlands Nationalstürmerin Inka Grings und dazu auch ihre ehemalige Duisburger Teamkollegin und Nationalspielerin Sonja Fuss verpflichtet.

Am Wochenende erzielte der Verein mit beiden Spielerinnen Einigung, sowohl Grings als auch Fuss erhalten einen Einjahresvertrag. Ab dem 1. September werden beide Spielerinnen ihr vertragliches Engagement erfüllen. Wann sie das erste Mal zum Einsatz kommen werden, steht bisher noch nicht fest, offiziell werden die beiden in Kürze bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden.

Inka Grings
Inka Grings stürmt ab 1. September für den FC Zürich Frauen © Zetbo / Framba.de

Berufliche Perspektive gab Ausschlag
„Es war anfangs keine leichte Entscheidung, da die Russen uns ebenfalls ein sehr sportlich qualitatives Angebot unterbreiteten, allerdings haben wir in der Schweiz beruflich gesehen eine produktivere Zukunft“, erklärt Grings. Und Fuss ergänzt: „In Anbetracht der familiären Situation hier in Deutschland, die Anbindung für Inka an die Nationalmannschaft und auch die Sprachbarriere in Russland, die man keinesfalls unterschätzen sollte, ist das für uns beide die sinnvollere Lösung.“

Stimmiges Gesamtpaket
Der Schweizer Verein schnürte mit Unterstützung der sportsmentoring agentur ‚shootingstar’ in kürzester Zeit ein produktives Gesamtpaket für beide, das neben dem normalen Spielbetrieb auch Zukunftsaussichten auf eine adäquate Berufsmöglichkeit bereitstellt.

Schub für den Schweizer Frauenfußball
Marion Daube, Geschäftsführerin des FC Zürich Frauen, erklärt: „Wir freuen uns riesig, Inka Grings und Sonja Fuss künftig in unserem Kader zu haben. Neben dem sportlichen Aspekt erhoffen wir uns auch, dass diese beiden Top-Spielerinnen dabei helfen können, das Interesse am Frauenfussball in der Schweiz weiter zu steigern.“

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Ulf
Ulf

Hat dort nicht früher Wilhelmina Tell gespielt ?

Ulf
Ulf

Gute Reise

Jarmusch
Jarmusch

Sachen gibt’s!

annawestphalia
annawestphalia

Ich freue mich zu hören, dass die beiden Ex-FCR-Spielerinnen anscheidnend eine sehr gut überlegte zukunftsorientierte Entscheidung getroffen haben und gratuliere dem Verein FC Zürich Frauen für den Neuzugang von 2 deutschen Top-Nationalspielerinnen. […] Gratulation an Inka Grings und Sonja Fuß und viel Glück in der Schweiz! Ich habe die WEB-SIDE des FC Zürich Frauen bereits in meinem Favoriten geladen.

Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

intersoccer
intersoccer

wow! schade, dass Zürich dieses Jahr nicht in der Champions League spielt.

fribu
fribu

@annawestphalia:
Das werde ich auch gleich tun 🙂 Muß mich erst mal über den FC Zürich informieren…

Das ist ja jetzt doch eine Überraschung, nicht nach Lyon, nicht nach Rußland. Aber cool. Inka und Sonja […] wünsche ich viel Erfolg. Die Schweizer wissen eben, was gut ist. Siehe Schokolade, Käse, Währung, Volksentscheide etc. etc. 😉

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labrys
labrys

als ich es heute morgen gelesen habe, musste ich lachen ^^
Klar ist Zürich gut gelegen, doch sind die Fussballerischen Unterschiede zur Buli extrem hoch….ob das Frau Neid so toll findet? Dazu spielt nur der BSC YB CL 😛

Jennifer
Jennifer

Auf der einen Seite freut es mich, dass Inka und Sonja so ein „umfassendes Gesamtpaket“ bekommen haben und sich darüber offensichtlich auch freuen. Auf der anderen Seite finde ich jetzt die Schweiz „als Wechsel ins Ausland“ doch nicht so aufregend. Ich hätte mir für beide Spielerinnen (besonders für Inka) mehr Mut beim Wechsel gewünscht. Die Sprachbarriere vorzuschieben, na ja, Sprachen kann man lernen – wenn man will. Russland wäre sicherlich noch einmal ein ganz anderes Abenteuer geworden. Zumal es sich „nur“ um einen Ein-Jahres-Vertrag handelt. Da kann man ja noch nicht von großer beruflicher Zukunft sprechen. So ist Inka nach… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Manchmal sind die überraschendsten Entscheidungen die besten. Es spricht für die Weitsicht und ein gutes Management, dass die berufliche Perspektive nach der Laufbahn ein so gewichtiges Wort mitgespielt hat. Man darf gespannt sein, diese Perspektive aussehen wird.

Alles Gute!

waiiy

PS: Markus, könnt Ihr jetzt für die Schweizer Liga ein „laasee-Forum“ aufmachen? 😉

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Als ich diesen Artikal las, habe ich sicherheitshalber nochmal die Überschrift gelesen, vonwegen, ob das bereits nicht etwa ein vorgezogener „Topp oder Flop der Woche“ (oder gar mehr) ist! Mein 1. Eindruck lautete, um bei FF-Termini zu bleiben, das ist eine Entscheidung mit Tendenz zum überhasteten Abschluss, ein Schnellschuss oder auch Torsch(l)usspanik. Alles keine guten Wegbegleiter, aber sicher der eiligen Vertragsauflösung nach der Entmachtung/Degradierung massgeblich geschuldet. Und ausserdem, wenn ein Kuranyi nach Moskau abgewandert ist, kann eine Grings mit ihrer Intelligenz doch allemale nach Russland wechseln. Nur, ob die Bundestrainerin dorthin zur Beobachtung fliegt, wage ich zu bezweifeln; einen Schweiztrip… Weiterlesen »

Starly
Starly

Und warum ist es jetzt auch Sonja so wichtig, dass Inkas „Anbindung an die Nationalmannschaft“ gewährleistet ist? Sie selbst wird der Natio ja nicht mehr zur Verfügung stehen. Warum denkt man da nicht erstmal selbst an Vorteile für sich selbst? Wirkt ein bisschen wie ein Anhängsel…

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

…wenn man soviele Spiele in diversen Teams miteinander gespielt hat, wie diese Beiden, halte ich diese Rücksichtnahme durchaus für verständlich und nachvollziehbar. Sonja ist von daher eine mündige Spielerin, die sich nirgendwo unterbuttern etc. muss.

franksquasher
franksquasher

Glückwunsch ! Sonja kann froh sein überhaupt ein solches Angebot bekommen zu haben…für Inka´s Verhältnisse eine Lachnummer. Sportlich gesehen hätte sie genauso gut in der 2ten Mannschaft des FCR weiterspielen können, das wäre wohl anspruchsvoller gewesen und hätte die Reisekosten gespart. Berufliche Perspektiven ? Einer der Hauptsponsoren ist ja ein Hotel, mir schwant Böses… Ich hatte schon meine Zweifel geäussert, ob Inka überhaupt den Willen hat eine größere Herausforderung im Ausland anzunehmen…richtig getippt…Russland, Frankreich oder gar Schweden…wäre doch alles viel zu unbequem und sich dann auch noch unterordnen…nee…dann lieber als alter Hecht in einen ganz kleinen Karpfenteich…selbst mit einem angebrochenen… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Witzig ist in dem Zusammenhang, dass letzte Woche noch über Lyon diskutiert wurde… 🙂

waiiy

speedy75
speedy75

Tja wenn man die Namen der Vereine aus dem näheren Umfeld hörte und wo es jetzt hin geht ist das schon ein grosser Unterschied.

Lucy
Lucy

Und was sagt jetzt laasee zu dat Janze ? 😉

Jennifer
Jennifer

laasee ist wahrscheinlich noch in der Schockstarre und hat ihren Computer vor Schreck aus dem Fenster geschmissen.

Ich bin heute früh auch so richtig erschrocken als ich das gelesen habe. Für Inka ist dieser Wechsel doch murks, ganz ehrlich. Tut mir auch leid für sie. Außerdem spielt Zürich noch nicht einmal in der Champions League. Wenn schon wechseln, dann auch richtig … und vor allen Dingen in eine stärkere Liga.

berggruen1
berggruen1

Blöde Frage, aber wäre die russische Liga denn wirklich stärker als die schweizerische?

Michele
Michele

Sind Fuss und Grings wirklich so gut befreundet? Fuss spricht immer in der „wir“ Form.

kotoraka
kotoraka

Spannend dürfte nun die Reaktion von Frau Neid sein, die als eines ihrer wesentlichen Kriterien die Leistung definiert hat. Wie zieht man/frau eine Inka einer Conny Pohlers vor, wenn erstere ihre Tore unter Zweitligabedingungen erziehlt. Pikanterweise spielt ein großer Teil der schweizer Nationalspielerinnen im Ausland um die eigene Stärke zu erhöhen.