Kerstin Garefrekes als beste WM-Spielerin nominiert

Von am 15. Juli 2011 – 9.34 Uhr 38 Kommentare

Die Technische Studiengruppe der FIFA (TSG) hat Kerstin Garefrekes als eine von zwölf Spielerinnen ausgewählt, die die Chance haben, mit dem adidas Goldenen Ball als beste Spielerin der Frauen-WM ausgezeichnet zu werden.
Garefrekes ist die einzige deutsche Spielerin, die die begehrte Auszeichnung erhalten kann, neben Weltfußballerin Marta, den beiden Französinnen Sonia Bompastor und Louisa Necib, den Japanerinnen Aya Miyama, Homare Sawa und Shinobu Ohno, den Schwedinnen Caroline Seger und Lotta Schelin sowie den drei Amerikanerinnen Hope Solo, Lauren Cheney und Abby Wambach.

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Die Journalisten haben das Wort
Aus der Liste von zwölf Spielerinnen wählen die akkreditierten Medienvertreter der Frauen-WM die Top 3 aus. Wird eine Spielerin auf den ersten Platz gewählt, erhält sie fünf Punkte, für den zweiten Platz drei Punkte und für den dritten Platz einen Punkt.

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Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes: Einziger deutscher Trumpf im Kampf um den adidas Goldenen Ball © Nora Kruse / ff-archiv.de

Die 12 nominierten Spielerinnen im Überblick:

Marta (Brasilien)
Sonia Bompastor (Frankreich)
Louisa Necib (Frankreich)
Kerstin Garefrekes (Deutschland)
Aya Miyama (Japan)
Homare Sawa (Japan)
Shinobu Ohno (Japan)
Caroline Seger (Schweden)
Lotta Schelin (Schweden)
Hope Solo (USA)
Lauren Cheney (USA)
Abby Wambach (USA)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

38 Kommentare »

  • Ralf sagt:

    @Markus

    Wenn jetzt schon abgestimmt werden kann, dann ist die ganze Wahl sowieso eine Riesenfarce!
    Dann wirds Marta!

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  • xXx sagt:

    Die beste Nachwuchsspielerin wurde schon ernannt. Da hat das Rennen die 16-jährige Austalierin Caitlin Foord gemacht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @xXx: Drum gibt’s auch schon einen eigenen Beitrag. 😉 https://www.womensoccer.de/2011/07/15/caitlin-foord-ist-beste-wm-nachwuchsspielerin/

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  • Markus Juchem sagt:

    @Ralf: Ja, man kann jetzt schon abstimmen und das Voting schließt mit dem Schlusspfiff des Finales.

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  • Ralf sagt:

    @Markus

    Und weil die meisten Journalisten sowieso nur einen Namen im FF wirklich kennen, … bleib ich bei meinem Tipp! 😉

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  • crackfly sagt:

    Übrigens: Hope Solo ist als Torhüterin nominiert. Auch eher selten. Von daher wird der Goldene Handschuh wohl an sie verliehen. Nach den Leistungen und mit dem Hintergrund den sie vor dem Turnier hatte, verdient. Obwohl ich die Japanische Torhüterin auch echt gut fand. Trotz, oder gerade wegen ihrer Körpergröße. Dennoch mein Favorit bleibt Hope Solo.

    Wenn die Wahl zur Spielerin des Turniers genauso abläuft wie die Wahl zur Fußballerin des Jahres von der FIFA, dann wird Marta gewinnen. Der bekannteste Name gewinnt…

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  • Klopfer sagt:

    KG für die Wahl zur besten Spielerein des Turniers vorgeschlagen? Das ist ein schlechter Scherz !?! Wenn überhaupt eine Deutsche es verdient hätte, nominiert zu werden, kämen nur 2 Spielerinnen für mich persönlich in Frage: Babett Peter und/oder Simone Laudehr. Der Rest der deutschen Mannschaft hat unter ferner liefen gespielt.

    Insgesamt dürfte meiner Meinung nach dieser Preis nur an diese Spielerinnen gehen: Homare Sawa oder Abby Wambach. Vielleicht noch an Louisa Necib, wenn sie im kleinen Finale ihr Zauberfüßchen auspackt.

    Goldener Handschuh: Hope Sole

    Fair-Play: Neuseeland

    Goldener Schuh: Die mit den meisten Toren 😉

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  • henry1 sagt:

    @klopfer:
    „der rest der dt. mannschaft hat unter ferner liefen gespielt“ ???
    na komm, es gab schon den einen oder anderen lichtblick von diversen spielerinnen im turnier ausser den von dir genannten: z.b. grings, bresonik, schmidt, garefrekes, da mbabi, aber eben leider nicht durchweg konstant.

    mein tip: sie wählen marta zur besten

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  • Bernhard sagt:

    Ich darf mit abstimmen, ich frag die FCB-Fans:
    https://j.mp/n0pnJ4

    Es deutet sich Hope Solo vor Louisa Necib an…

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  • Jarmusch sagt:

    Uwe schrieb: „Leider werden bei solchen Nominierungen die besten Abwehrspieler regelmäßig übergangen. Außer Bompastor hätten durchaus auch Kumagai (Japan), Rampone (USA) und Georges (Frankreich) eine Nominierung verdient.“

    @Uwe
    Kumagai war gut, aber noch besser fand ich ihre Nebenspielerin Aya Sameshima (Nr. 15). Die war in allen Spielen konstant gut, stets konzentriert, defensiv sehr zuverlässig und mit dem eingebauten Vorwärtsgang über links. Neben Sawa für mich die beste Japanerin.

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  • laasee sagt:

    Babett Peter was the most consistent German player in the four games.
    Inka Grings (France game) was the only German player to make a world class performance.
    Everything else was not good.

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  • ballander sagt:

    aus deutscher sicht gehört nur babett peter auf die nominierungsliste. sie hat in allen spielen eine klasse leistung gezeigt. an fehler kann ich mich nicht erinnern. sie hat zudem selbstbewusstsein, psychische stärke und motivationskraft bewiesen. sie wäre aus meiner sicht eine gebührende kapitänin für unsere natio. was mir besonders gefällt, ist ihre unglaubliche souveränität auf dem platz. bei ihr habe ich nie angst, dass in der abwehr etwas anbrennt. und sie arbeitet verdammt mannschaftsdienlich. putzt viel aus. auf sie ist einfach immer verlass. ich hatte vor allem im letzten spiel das gefühl, dass sie die einzige war, die noch richtig biss in den letzten minuten hatte. während die meisten zu sehr den kopf hängen ließen und nicht mehr an sich geglaubt haben. menschlich nachvollziehbar. aber auf dem platz macht das eben den unterschied – zum beispiel zur usa. zu guter letzt hat babett null starallüren und ist immer sehr bescheiden.

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  • XQ sagt:

    Die beste Spielerin der WM müsste eigentlich Martha sein. Von ihren negativen Eskapaden abgesehen, was sie am Ball machte, war wirklich Spitze. Was mich an dem Titel stört, ist, das nicht die wertvollste Spielerin ausgezeichnet wird. Denn das war meiner Meinung nach Solo. Zur Nominierung von Garefrekes ist hier schon alles geschrieben. Ansonsten ist es eigentlich eng, ob Wambach, Miyama oder Cheney. Die Französinnen waren mir zu selbstverliebt, Sawa hatte ihre Böcke. Und Schweden, als die Spielerinnen gefordert wurden, versagten sie. Aber das ist nur meine Meinung.

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  • Uwe sagt:

    @ballander
    Babett Peter mag die beste deutsche Spielerin der WM gewesen sein, aber auf der Außenposition hat sie im Spiel nach vorn noch Luft nach oben. Defensiv ist sie eine Bank und als IV wahrscheinlich noch wertvoller. Daher würde ich Bompastor, die sowohl defensiv als auch offensiv (Tor gegen USA!!) geglänzt hat, noch höher einschätzen.

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  • Daniela sagt:

    Die japanische Torfrau hält sehr gut. Ihre Lufthoheit(!) ist klasse. Allerdings, wenn ich mich richtig erinnere, wurde sie selten richtig geprüft (die Abwehr lässt einfach kaum was zu), da hatte Solo schon mehr zu tun und konnte glänzen. Deswegen kann ichs schwer einschätzen, wie gut sie wirklich ist. Ich bin gespannt, ob die US-Ladies den ein oder anderen Hammer auspacken und sie parieren kann.

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  • Bobbele sagt:

    So viele Spielerinnen fand ich jetzt auch nicht durchweg herausragend. Ich persönlich hoffe aber, dass es Homare Sawa wird. Völlig inakzeptabel fänd ich nur die Wahl von Marta – für mich gehört zum Titel der besten Spielerin auch, dass diese den Fair-Play-Gedanken verkörpert oder ihn zumindest nicht mit Füßen tritt…

    Beste Torhüterin: Ich denke, es wird wohl Solo, womit man Leben könnte. Wenn es nach den wenigsten Gegentreffern geht, müsste es wohl eigentlich Andreia (Brasilien) werden (wenn man das Elfmeterschießen außen vor lässt).

    Einen Ehrenpreis sollte Bruna (Äquatorial-Guinea) bekommen, für das äußerst kreative „Stoppen“ eines Balles im eigenen Strafraum…

    Was die deutschen Spielerinnen betrifft, so schließe ich mich hier vielen Vorpostern an: Wenn überhaupt dann Babett Peter, zwar nicht ganz fehlerfrei, aber bei ihr hatte man immer den Eindruck, dass sie sich mit Leib und Seele reingekniet hat.

    Trainer des Turniers ist für mich ganz klar Norio Sasaki! Wie der die japanischen Mädels ihren Möglichkeiten entsprechend eingestellt hat, ist schon klasse. Diszipliniert, taktisch versiert und vor allem: flexibel! Japan scheint in diesem Turnier auf jeden Gegner individuell vorbereitet (auch wenn es gegen England nicht geklappt hat) und hält nicht starr an einem System fest. Wenn ihnen das Glück hold ist, dann werden sie auch die USA besiegen können. Ich persönlich würde es mir für dieses sympathische Team wünschen. Lobend erwähnen muss man aber auch Bruno Bini – beinahe hätte es der Trainerfuchs geschafft, den ganz großen Wurf zu landen – besser als die USA waren sie im Halbfinale auf alle Fälle – nur dumm, wenn der Gegner mehr Tore schießt als man selbst 😉 Ich traue den Französinnen auf jeden Fall den dritten Platz zu, Schweden sollte sich warm anziehen.

    Beste Schiedsrichterin des Turniers… ganz klar, die steht für mich im Finale 😉 Interessanter wäre da die Wahl zur Schlechtesten: Die Ungarin Gyoengyi Gaal für das Nichtahnden der oben erwähnten Bruna-Aktion, oder aber die Südkoreanerin Sung-Mi Cha, bei der sich die Nigerianerinnen mal so richtig austoben durften… Ich entscheide mich da für die Südkoreanerin, da ich bei ihr immerzu an die Szene denken muss, in der Babett Peter (für alle im Stadion sichtbar) brutalst gefoult wird, was die Dame aus Asien dann mit einem Grinsen im Gesicht und einer „Ball-gespielt“-Geste kommentierte…

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  • FFFan sagt:

    Homare Sawa ist bislang die herausragende Spielerin des Turniers. Ich hoffe, sie bekommt den Goldenen Ball!

    Eine Spielerin, die nicht auf dieser Liste steht, mir aber positiv aufgefallen ist, ist Megan Rapinoe (USA): sie ist in dem kraftstrotzenden US-Team fast die einzige, die nicht nur mit Wucht, sondern auch mit Raffinesse spielt!

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  • Striker sagt:

    Die Vorauswahl hat doch politische Gründe, da werden möglichst viele Nationen nominiert und Garefrekes ist die Quoten-Deutsche. Ob sie da steht oder jemand anderes, spielt keine Rolle, weil davon ohnehin keine eine Chance hat.

    Wer nach vier Spielen vier Tore und vier Vorlagen hat, an dem kann es aus sportlicher Sicht keine Zweifel geben, dass sie den Titel verdient. Das wäre dann Marta. Es geht um die beste Spielerin und nicht um die größte Sympathieträgerin.

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