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2011

DFB-Elf mit starker Leistung ins Viertelfinale

Mönchengladbach – Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat gegen Frankreich in einer in der zweiten Halbzeit begeisternden Partie auch ihr drittes Spiel bei der Heim-WM gewonnen und zieht somit als Gruppensieger ins Viertelfinale ein, wo es am Samstag, 9. Juli, um 20.45 Uhr gegen Japan gehen wird. Inka Grings hatte mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil am Sieg.

Beim 4:2 (2:0)-Sieg vor 45 867 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park von Mönchengladbach erzielte Kerstin Garefrekes im Duell zweier B-Teams per Kopf die Führung (25.), nur wenige Minuten später war Inka Grings ebenfalls mit dem Kopf zur Stellen und beförderte den Ball zum 2:0 ins Netz (32.). In der zweiten Halbzeit gelang der eingewechselten Marie-Laure Delie der Anschlusstreffer (56.), doch Grings stellte mit einem verwandelten Foulelfmeter den alten Abstand wieder her (68.), ehe Laura Georges per Kopf noch einmal für Sorgenfalten im deutschen Team sorgte (72.). Doch Célia Okoyino da Mbabi sorgte für die Entscheidung (89.).

Deutschland ohne Prinz Bundestrainerin Silvia Neid sorgte schon vor dem Anpfiff für einen Paukenschlag: Kapitänin Birgit Prinz musste für Grings auf der Bank Platz nehmen, Fatmire Bajramaj kam für die angeschlagene Melanie Behringer (Außenbahnddehnung) in die Partie. Lena Goeßling übernahm den Platz der gelbvorbelasteten Kim Kulig auf der Sechserposition, Bianca Schmidt kam zu ihrem WM-Debüt, weil Linda Bresonik nach einer Magen-Darm-Grippe noch geschont wurde.

Bini lässt seine Stars auf der Bank Auch Trainer Bruno Bini nahm vier Wechsel vor und setzte zahlreiche Schlüsselspielerinnen auf die Bank: Die mit einer Gelben Karte belastete Sonia Bompastor nahm dort genauso Platz wie Camille Abily, Marie-Laure Delie und Sabrina Viguier, dafür rutschte das Quartett Laure Boulleau, Eugenie Le Sommer, Wendie Renard und Elodie Thomis in die Anfangsformation.

Anfangsphase von Respekt geprägt Beiden Teams war in den Anfangsminuten der gegenseitige Respekt anzumerken, es dauerte bis zur zwölften Minute, ehe Bajramaj mit einem geblockten Drehschuss den ersten Hauch einer Chance hatte. Die DFB-Elf nahm nun Fahrt auf, Ersatzkapitänin Kerstin Garefrekes nahm einen schönen Pass von Goeßling auf, stand aber im Abseits (13.).

Führung durch Garefrekes Das Spiel plätscherte zunächst ohne große Highlights vor sich hin, doch das sollte sich ändern. Nach einem weiten Freistoß von Babett Peter schraubte sich Garefrekes im Strafraum in die Höhe und erzielte mit einem platzierten Kopfball die 1:0-Führung, für Frankreich der erste Gegentreffer im Turnier (25.).

Grings erhöht Nach einer halben Stunde kam Frankreich zu einer ersten Torszene, doch Nadine Angerer klärte einen Freistoß von Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand zur Ecke. Doch die Deutschen waren nun am Drücker und belohnten sich: Simone Laudehr zirkelte eine Flanke vom linken Flügel maßgerecht auf den Kopf ihrer Duisburger Teamkollegin Inka Grings, die verwertete ebenfalls per Kopf zum 2:0 (32.).

Frankreich macht ernst Zur zweiten Halbzeit kam Ariane Hingst für Laudehr in die Partie. Frankreichs Trainer Bruno Bini wollte sich das Trauerspiel seiner Elf in der ersten Halbzeit ohne eine einzige echte Torchance nicht länger ansehen und brachte Camille Abily und Marie-Laure Delie, für sie gingen Louisa Necib und Elodie Thomis vom Feld. Und die Einwechslungen sollten schnell Früchte, denn Delie setzte einen Eckball von Soubeyrand per Kopf zum Anschlusstreffer ins Netz (56.). Es kam nun Schwung in die Partie, Bérangère Sapowicz hielt einen gut geschossenen Grings-Freistoß sicher (59.).

Grings verwandelt vom Punkt Grings setzte sich am rechten Strafraumeck durch, steckte den Ball in den Strafraum zu Bajramaj durch, die von Sapowicz von den Beinen geholt wurde – Schiedsrichterin Kirsi Heikkinen zeigte auf den Elfmeterpunkt und der französischen Torhüterin die Rote Karte, die somit das Viertelfinale verpassen wird. Grings verwandelte den Elfmeter gegen die eingewechselte Celine Deville sicher flach in die rechte untere Ecke (68.).

Frankreich steckt nicht auf Doch die Französinnen steckten nicht auf, mit dem vierten Kopfballtreffer des Tages brachte Laura Georges nach Ecke von Abily noch einmal Hoffnung ins französische Team zurück (72.). Und Delie hätte nach Vorarbeit von Soubeyrand fast den Ausgleich erzielt, verzog aber aus aussichtsreicher Position (74.).

Abily rettet auf der Linie Die Partie stand nun auf des Messer Schneide, Grings scheiterte mit einem Freistoß nur knapp (76.). Kurz darauf musste Abily nach einem Deville-Fehler auf der Linie retten, den Nachschuss setzte Babett Peter an die Latte (78.). In der Schlussphase hatte die DFB-Elf das Spiel weitgehend im Griff und drückte auf einen weiteren Treffer. Der gelang Da Mbabi mit einem platzierten Schrägschuss aus dem Strafraum (89.). Abily prüfte im Gegenzug noch einmal Angerer, doch es blieb beim 4:2-Erfolg, da auch die eingewechselte Alexandra Popp in der Nachspielzeit die letzte deutsche Chance vergab.

DFB-Team im Viertelfinale gegen Japan Im WM-Viertelfinale trifft die DFB-Elf nun am Samstag, 9. Juli, 20.45 Uhr, in Wolfsburg auf Japan, Frankreich trifft zuvor in Leverkusen ab 18.00 Uhr auf England.