DFB-Elf mit starker Leistung ins Viertelfinale

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Mönchengladbach – Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat gegen Frankreich in einer in der zweiten Halbzeit begeisternden Partie auch ihr drittes Spiel bei der Heim-WM gewonnen und zieht somit als Gruppensieger ins Viertelfinale ein, wo es am Samstag, 9. Juli, um 20.45 Uhr gegen Japan gehen wird. Inka Grings hatte mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil am Sieg.

Beim 4:2 (2:0)-Sieg vor 45 867 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park von Mönchengladbach erzielte Kerstin Garefrekes im Duell zweier B-Teams per Kopf die Führung (25.), nur wenige Minuten später war Inka Grings ebenfalls mit dem Kopf zur Stellen und beförderte den Ball zum 2:0 ins Netz (32.). In der zweiten Halbzeit gelang der eingewechselten Marie-Laure Delie der Anschlusstreffer (56.), doch Grings stellte mit einem verwandelten Foulelfmeter den alten Abstand wieder her (68.), ehe Laura Georges per Kopf noch einmal für Sorgenfalten im deutschen Team sorgte (72.). Doch Célia Okoyino da Mbabi sorgte für die Entscheidung (89.).

Deutschland ohne Prinz
Bundestrainerin Silvia Neid sorgte schon vor dem Anpfiff für einen Paukenschlag: Kapitänin Birgit Prinz musste für Grings auf der Bank Platz nehmen, Fatmire Bajramaj kam für die angeschlagene Melanie Behringer (Außenbahnddehnung) in die Partie. Lena Goeßling übernahm den Platz der gelbvorbelasteten Kim Kulig auf der Sechserposition, Bianca Schmidt kam zu ihrem WM-Debüt, weil Linda Bresonik nach einer Magen-Darm-Grippe noch geschont wurde.

Bini lässt seine Stars auf der Bank
Auch Trainer Bruno Bini nahm vier Wechsel vor und setzte zahlreiche Schlüsselspielerinnen auf die Bank: Die mit einer Gelben Karte belastete Sonia Bompastor nahm dort genauso Platz wie Camille Abily, Marie-Laure Delie und Sabrina Viguier, dafür rutschte das Quartett Laure Boulleau, Eugenie Le Sommer, Wendie Renard und Elodie Thomis in die Anfangsformation.

Inka Grings
Inka Grings (re.) bejubelt mit Nadine Angerer den Sieg gegen Frankreich © Nora Kruse /FF-Archiv

Anfangsphase von Respekt geprägt
Beiden Teams war in den Anfangsminuten der gegenseitige Respekt anzumerken, es dauerte bis zur zwölften Minute, ehe Bajramaj mit einem geblockten Drehschuss den ersten Hauch einer Chance hatte. Die DFB-Elf nahm nun Fahrt auf, Ersatzkapitänin Kerstin Garefrekes nahm einen schönen Pass von Goeßling auf, stand aber im Abseits (13.).

Führung durch Garefrekes
Das Spiel plätscherte zunächst ohne große Highlights vor sich hin, doch das sollte sich ändern. Nach einem weiten Freistoß von Babett Peter schraubte sich Garefrekes im Strafraum in die Höhe und erzielte mit einem platzierten Kopfball die 1:0-Führung, für Frankreich der erste Gegentreffer im Turnier (25.).

Grings erhöht
Nach einer halben Stunde kam Frankreich zu einer ersten Torszene, doch Nadine Angerer klärte einen Freistoß von Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand zur Ecke.  Doch die Deutschen waren nun am Drücker und belohnten sich: Simone Laudehr zirkelte eine Flanke vom linken Flügel maßgerecht auf den Kopf ihrer Duisburger Teamkollegin Inka Grings, die verwertete ebenfalls per Kopf zum 2:0 (32.).

Frankreich macht ernst
Zur zweiten Halbzeit kam Ariane Hingst für Laudehr in die Partie. Frankreichs Trainer Bruno Bini wollte sich das Trauerspiel seiner Elf in der ersten Halbzeit ohne eine einzige echte Torchance nicht länger ansehen und brachte Camille Abily und Marie-Laure Delie, für sie gingen Louisa Necib und Elodie Thomis vom Feld. Und die Einwechslungen sollten schnell Früchte, denn Delie setzte einen Eckball von Soubeyrand per Kopf zum Anschlusstreffer ins Netz (56.). Es kam nun Schwung in die Partie, Bérangère Sapowicz hielt einen gut geschossenen Grings-Freistoß sicher (59.).

Deutscher Jubel
Die DFB-Elf bejubelt den knappen Sieg gegen Frankreich © Nora Kruse, ff-archiv.de

Grings verwandelt vom Punkt
Grings setzte sich am rechten Strafraumeck durch, steckte den Ball in den Strafraum zu Bajramaj durch, die von Sapowicz von den Beinen geholt wurde – Schiedsrichterin Kirsi Heikkinen zeigte auf den Elfmeterpunkt und der französischen Torhüterin die Rote Karte, die somit das Viertelfinale verpassen wird. Grings verwandelte den Elfmeter gegen die eingewechselte Celine Deville sicher flach in die rechte untere Ecke (68.).

Frankreich steckt nicht auf
Doch die Französinnen steckten nicht auf, mit dem vierten Kopfballtreffer des Tages brachte Laura Georges nach Ecke von Abily noch einmal Hoffnung ins französische Team zurück (72.). Und Delie hätte nach Vorarbeit von Soubeyrand fast den Ausgleich erzielt, verzog aber aus aussichtsreicher Position (74.).

Abily rettet auf der Linie
Die Partie stand nun auf des Messer Schneide, Grings scheiterte mit einem Freistoß nur knapp (76.). Kurz darauf musste Abily nach einem Deville-Fehler auf der Linie retten, den Nachschuss setzte Babett Peter an die Latte (78.). In der Schlussphase hatte die DFB-Elf das Spiel weitgehend im Griff und drückte auf einen weiteren Treffer. Der gelang Da Mbabi mit einem platzierten Schrägschuss aus dem Strafraum (89.). Abily prüfte im Gegenzug noch einmal Angerer, doch es blieb beim 4:2-Erfolg, da auch die eingewechselte Alexandra Popp in der Nachspielzeit die letzte deutsche Chance vergab.

DFB-Team im Viertelfinale gegen Japan
Im WM-Viertelfinale trifft die DFB-Elf nun am Samstag, 9. Juli, 20.45 Uhr, in Wolfsburg auf Japan, Frankreich trifft zuvor in Leverkusen ab 18.00 Uhr auf England.

Letzte Aktualisierung am 18.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Michele
Michele

Ganz besonders freue ich mich für Inka. Sie hat heute gezeigt, dass sie in die erste Elf gehört. Auch ein Lob an Bianca, die ihre Sache ebenfalls gut gemeistert hat. Lira hat gekämpt und einen Elfer raus geholt, aber ihr fehlt immer noch die Bindung zum Spiel. Sie drippelt sich viel zu oft fest. Insgesamt war das eine gute Mannschaftsleistung.

laasee
laasee

Inka ist uber Weltklasse !!

Ulf
Ulf

Und wieder kein Autokorso auf der Reeperbahn.
Wenigstens hat Galeske das Phrasenschwein auch heute schön vollgemacht.

MatzeM
MatzeM

War ein wunderbar spannendes, nicht unbedingt höchstklassiges aber doch sehr ordentliches Spiel. Unsere Mädels haben hohen Einsatzwillen gezeigt, auch wenn nicht alles funktionierte, doch die Französinnen haben sie so nicht ins Spiel kommen lassen, Klasse! Nur ob man im Viertelfinale nicht vielleicht doch lieber England gehabt hätte? Egal, mit dem heute getankten Selbstvertrauen können sie auch Japan schlagen, wenn sie die Innenverteidigung noch etwas stabiler hinbekommen! Mit Einzelkritiken warte ich, bis ich mir das Spiel noch einmal angesehen habe. Nur eines: Der SPON-Redakteur sah in seiner Einzelkritik Babett Peter als beste Spielerin. Na endlich fällt’s mal jemandem auf 😉 In… Weiterlesen »

MatzeM
MatzeM

Ich muss mich korrigieren. Die Gelbe gegen Lena war auch Unsinn. Habe mir die Szene gerade noch einmal angeschaut. Das war kein mit hohem Arm geführter Zweikampf, das war einfach nur unglücklich.

Matze

Jarmusch
Jarmusch

Meine Top 5:

1.Garefrekes
2.Grings
3.Peter
4.Goeßling
5.Schmidt

laasee
laasee

@Jarmusch

Platz 1 ist Inka.

danke

Mosan
Mosan

Die Szene mit Celia sieht aus der Frontperspektive nach einem sauberen Tackling aus. Von hinten erkennt man allerdings ganz klar die Beinschere. Selbst wenn Frau den Ball dabei spielt/trifft, fällt man die gegnerische Spielerin immer bei `ner Schere. Ist ein Foul und je nach Tempo und Sturz kein ungefährliches.

Schnappa
Schnappa

Das war Fußball! Danke dafür! OK, über die Aufteilung bei Eckbällen dürfte Frau Neid noch ein paar Worte verlieren. Ansonsten war das ein gutes Spiel und großartige Unterhaltung. Goeßling in der Startelf war etwas überraschend, da hatte ich eher mit Hingst gerechnet. Es war absolut richtig, Prinz draußen zu lassen. Die Fragen dürften in den nächsten Tagen weniger werden, alleine deswegen war es für sie UND für die Mannschaft mehr als sinnvoll, vom Sportlichen mal ganz abgesehen. Die Schiedsrichterin hätte ich mir letzten Donnerstag gewünscht, gerade weil sie manchmal etwas zu schnell mit dem Karton war. Gegen Nigeria wäre das… Weiterlesen »

Camulos
Camulos

Die einzige Spielerin die doch ständig in der Vorwärtsbewegung negativ aufgefallen ist, dass war Bajramaj.

Sie hat das Spiel teilweise verlangsamt, ständig durch ihren egoistischen Wahn den Ball verloren. Danach feiert sie den Sieg nicht mit der Mannschaft, sondern geht lieber auf die Tribüne.

Man kann sich, gerade in anbetracht der Äußerungen von Schröder, doch kaum blöder verhalten.

Da ist Behringer einfach wertvoller.

Alle anderen Spielerinnen, also auch neu eingesetzte, haben sich doch zumindest bewährt und können auch weiterhin eingesetzt werden.

Jan
Jan

Ohne das Nigeria-Spiel hätte es kaum so viele Karten gegeben.

@Camulos
Eine Spielerin darf doch wohl in ihrer Heimatstadt noch mit den Ihren feiern, oder nicht?

Und wo sind eigtl. all die Neid-Nörgler abgeblieben?

Michele
Michele

@Camulos
Das ist mir auch gleich aufgefallen. Wie kann man gleich auf die Tribüne springen? Die Mannschaft feiert mit den Fans und Bajramaj geht zu ihrer Familie. Sie hat gekämpft, aber war wie immer viel zu egoistisch. Ich hoffe, dass Mel am Samstag wieder spielt. Sie spielt für die Mannschaft und macht keine Show.

Camulos
Camulos

@Jan Gegenfrage: Wie viele Fußballer und Fußballerinnen hast du bis jetzt gesehen, die nach einem bedeutendem Spiel, anstatt bei der Mannschaft zu bleiben oder allgemein allen Fans ihren Dank zu auszusprechen, sich auf die Tribüne begibt, um dort mit der Familie zu feiern um anschließend (wärend die Mannschaft noch immer im Stadion ist) dann schnell ein interview gibt ? Ich habe das in der Form noch nie gesehn. Stell dir doch einfach vor das in deiner Firma, dank des einsatzes von dir und deinem Team, eine tolle Aufgabe zur Zufriedenheit aller gelöst wurde. Mit wem würdest du diesen Augenblick feiern… Weiterlesen »

Rainer
Rainer

„unsere“ Josefine Öqvist ist nach dem Sieg gegen Nordkorea in Augsburg auch erst mal auf die Tribüne zu Freunden und Verwandten gelaufen und hat dann noch mit einem deutschen Fan das Trikot getauscht (https://www.youtube.com/watch?v=F4EZo-DuM_g, 450.000 Views). In der schwedischen Mannschaft hat ihr das NIEMAND übel genommen und es gab auch keine Diskussionen. Deshalb mal die Kirche im Dorf lassen. Ich denke, dass auch das deutsche Team Lira Bajramaj sehr gut verstehen kann, wenn sie unmittelbar nach dem Spiel zu ihren Eltern läuft, die nun mal in Mönchengladbach leben. Überhaupt eine kluge Entscheidung von Frau Neid, Frau Bajramaj aufzustellen in ihrer… Weiterlesen »

Matt
Matt

Habe bisher alle deutschen Spiele gesehen und noch die Spiele der USA und Brasiliens. Mir viel auf, dass innerhalb der Mannschaften ein riesiges Leistungsgefälle herrscht. Beim Spiel gegen Frankreich spielte Inka Grings in einer eigenen Liga. Ihre Auffassungsgabe ist wesentlich schneller, als die ihrer Mitspielerinnen. Auch hatte sie eine wesentlich bessere Passgenauigkeit. Dies ist sowieso ein heikles Thema. Es wird immer noch zu lange der Ball gehalten und unsinnig gedribbelt ( Lira ) dann erfolgt ein ungenaues lasches Abspiel und die etwas hakelige Verarbeitung desselben, falls nicht schon vorher der Ball verloren wird. Allgemein wird der BAll viel zu lange… Weiterlesen »

steffi
steffi

Meine Top 5 gestern:

1. Grings
2. Peter
3. Laudehr
4. Schmidt
5. Garefrekes

henry
henry

insgesamt tolles spiel von beiden Seiten und am Ende verdienter Sieg, m.M. nach aber mit zwei unberechtigten gelben und einer roten Karte für Frankreich. zum Elfer kann ich nur sagen, die Torhüterin hat m.E. nach Bajramaj (fast) nicht berührt, zumindest nicht so, dass B. anschließend den Totgeweihten spielen muss, die Reaktion der Torhüterin bei Ihrem Trainer, indem sie offensichtlich ungläubig zu verstehen gibt, B. gar nicht berührt zu haben und trotzdem dafür Rot zu sehen, sagt alles. Das man den Elfer geben kann, darüber lasse ich mit mir reden Aus Potsdamer Sicht dann noch mal ein riesen Lob an Schmidt… Weiterlesen »

jochen-or
jochen-or

Vor Ort sieht es immer nochmals anders aus, weil man die Laufwege sieht. Daher für die Tradtionalisten um die zweifellos verdiente Birgit Prinz, die bei einer Auswechslung von Demontage sprechen: Inka war heute nicht nur im Fernsehen, sondern auch vor Ort mit ihren Laufwegen als Spitze um eine Klasse besser als Birgit zuvor und ich gratuliere SN dazu, dass sie es gewagt hat, sich über das Traditonalistenurteil hinwegzusetzen. Ich habe in letzter Zeit keinen schlechteren Kommentar gelesen als hier im letzten Artikel über BP, in dem ernsthaft ihre Auswechlung in der 52. Minute gegen Nigeria heftig kritisiert wurde. Es ist… Weiterlesen »

Rainer
Rainer

Ich denke auch, dass Frankreich sich England durchsetzen können sollte. Das ist die klar bessere Mannschaft. Aber Japan ist eigentlich auch klar besser als England…

Im Übrigen träfe die deutsche Mannschaft im Falle eines Sieges gegen Japan am kommenden Mittwoch auf den Sieger 1C-2D also: USA – Australien, vermutlich USA.

laasee
laasee

Germany has top players but only one uber player – Inka. Since EM 2005 I have been a big admirer of Inka and she is the best German player of all time. I think that Inka is the best world player of all time. In Berlin Inka was humiliated by the coach. She showed great moral courage by remaining quiet and dignified. On this forum, many were writing that Inka was ‚history‘. Last night, Inka proved that the doubters were very wrong. Last night, with her performance Inka also made the coach look stupid. With Inka, then Germany has a… Weiterlesen »