Norwegen trifft die große Unbekannte

Von am 29. Juni 2011 – 9.26 Uhr 7 Kommentare

Eine Mannschaft, die im Frauenfußball bestens bekannt ist, trifft auf einen unbekannten Neuling. Heute um 15 Uhr (live im ZDF) stehen sich in Augsburg Norwegen und Äquatorialguinea gegenüber. Jeder erwartet einen norwegischen Sieg, doch die Skandinavierinnen sind nervös ob des Starts gegen die Afrikanerinnen.

Eli Landsem hat entsprechend der Vorbereitung versucht, Äquatorialguinea zu beobachten. „Man erfährt nichts über sie“, so die norwegische Trainerin, die feststellen musste, dass der Afrikameister von 2008 keine Testspiele absolviert und sich abgeschottet hat.

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Erste WM für Äquatorialguinea
Dementsprechend ist es das erste Aufeinandertreffen zwischen Norwegen und Äquatorialguinea – für die Afrikanerinnen darüber hinaus das erste offizielle Länderspiel außerhalb des eigenen Kontinents. Momentan rangiert das kleine Land auf dem 61. Weltranglistenplatz. Sie haben keine Chance, und die wollen sie nutzen. Denn Trainer Marcelo Frigerio hat im Rahmen der Vorbereitung in der Sportschule Bitburg bereits verlauten lassen, gerade den vermeintlichen Vorteil des großen Unbekannten bis zum Turnier aufrecht erhalten zu wollen.

Norwegens Nationaltrainerin Eli Landsem will eine Medaille. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Norwegen braucht Sieg
Für die Norwegerinnen gilt, was gestern bereits auf ihre skandinavischen Nachbarn zutraf: Sie brauchen den Erfolg, um sich im Duell mit den noch kommenden vermeintlich stärkeren Gruppengegnern Brasilien und Australien eine gute Ausgangsposition zu sichern. Die Landsem-Elf muss bei dieser WM auf viele verletzte Spielerinnen, unter anderem Melissa Wiik und Lise Klaveness, verzichten. Dennoch hat der Weltmeister von 1995 selbstbewusst einen Medaillengewinn zum WM-Ziel erklärt.

Äquatorialguinea muss sportliche Schlagzeilen schreiben
Und auf der Seite der Afrikanerinnen heißt es erstmals, tatsächlich sportliche Schlagzeilen zu schreiben. Im Vorfeld wurde über den WM-Neuling viel diskutiert – allerdings nicht über den Sport sondern die Einbürgerung einiger Brasilianerinnen, Spielerinnen, die Männer sein sollen sowie jetzt Jade Boho, die suspendiert wurde, weil sie bereits für die spanische Nationalmannschaft aufgelaufen sein soll. Es ist an der Zeit, dass Äquatorialguinea um Bundesligastürmerin Genoveva Anomna sich auf dem Platz beweisen.

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7 Kommentare »

  • Eurycantha sagt:

    Heute um 15 Uhr (live im ZDF) stehen sich in Mönchengladbach Norwegen und Äquatorialguinea gegenüber.

    in Mönchengladbach? Sollte das nicht in Augsburg sein muessen?

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  • fribu sagt:

    Oui! 15:00 Uhr Augsburg, 18:00 Uhr M’gladbach….

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke Eurycantha und fribu. Ist korrigiert.

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  • susifan sagt:

    Äquatorial-Guinea ist auch wieder so ein Team wo die Fifa großzuegig wegschaut… Der echte Skandal sind nicht vermeintliche Männer (so ein Quatsch), sondern die eingebürgerten Brasilianerinnen. Carol Carioca hat ja auch in Jena gespielt und weder sie noch die anderen ex-Brasilianerinnen haben auch nur einen Bruchteil der Mindestdauer von 5 Jahren im Lande gelebt, bevor sie eingebürgert worden sind. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Nora Kruse sagt:

    Die norwegische Startelf:
    Hjelmseth, Berge, Mjelde, Stensland, Skammelsrud Lund, Rönning, Herlovsen, Giske, Gardsjord, Thorsnes, Haavi

    Die Elf von Äquatorialguinea:
    Miriam, Bruna, Dulcia, Carolina, Ana Cristina, Vania, Diala, Dorine, Anonma, Jumaria, Christelle

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  • Holle sagt:

    eben bei der Einblendung der Startaufstellung von Äuatorialguinea wurde der Name von Anonma schon wieder völlig falsch geschrieben.

    ..pikanterweise „Anoman“ oder so ähnlich;)

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  • bneidror sagt:

    [..]

    Wer weiß – vielleicht wollte dies auch die FIFA auf ungewöhnliche Weise klarstellen. Möglicherweise handelt es sich bei «Anonman» ja gar nicht um einen dummen Fehlerteufel, sondern um eine ganz subtile Richtigstellung, wie die «Süddeutsche» wohl nicht ganz ernst gemeint vermutete: «A-non-man» – also ein Nicht-Mann.

    https://j.mp/iBwMK3

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